Taysals Abenteuerland

Für und über Rollenspiele und Rollenspieler

Snowpiercer

Erstellt von Taysal am Mittwoch 16. April 2014

snowpiercerBereits 2013 erschien der Science-Fiction-Film “Snowpiercer” im asiatischen Raum und auch die Franzosen konnten sich bereits an diesem wahnwitzigen Streifen erfreuen. Endlich hat der Film den Sprung auch nach Deutschland geschafft und läuft nicht in Gefahr, auf Filmfestivals als Genretip zu verkümmern. Und sogar in den USA ist tatsächlich auch ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, trotz gewisser Unwägbarkeiten. Das braucht die heimischen Kinogänger glücklicherweise nicht zu kümmern. Wir sind verschont geblieben von einem Besserwisser-Produzenten wie Harvey Weinstein, der die Rechte für den angloamerikanischen Raum erwarb und die US-Amerikaner wohl für zu dumm hielt, den Film zu begreifen. Jedenfalls plante Weinstein den Film auf Hollywoodschnitt zu trimmen (und ganze zwanzig Minuten zu kürzen) und die Geschichte aus dem Off erklären zu lassen. Allerdings setzte sich Regisseur Bong (“The Host”, ”Mother”) durch, was Weinstein (man nennt ihn wohl auch “Harvey mit den Scherenhänden”) wiederum mit einer kümmerlichen US-Marketingkampagne abstrafte. Allerdings sieht es so aus (Achtung: Spekulation!), als müsste er auch hier zurückrudern. Der Film läuft im Sommer 2014 wohl doch in mehr amerikanischen Kinos, als gedacht.

So viel also zu den Hintergründen, nun zum Film selbst. Der basiert auf dem französischen Comic “Schneekreuzer” (“Le Transperceneige”) von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette. Die Geschehnisse spielen im Jahre 2031, beinahe zwanzig Jahre nach einer großen Katastrophe. Es ist eine verschneite, eisige Postapokalypse und die Überlebenden der Menschheit jagen an Bord eines gewaltigen Zugs über die Erde. Wer den Zug verlässt, der erfriert unweigerlich. Zugleich ist dieser Mikrokosmos ein wahres Klassensystem, denn die Passagiere sind eingeteilt in sogenannte “Schmarotzer”, die elendig hinten im Wagen leben, und einer Elite, die es sich vorne im Zug gemütlich macht. Das sorgt natürlich für Unzufriedenheit und es bildet sich Widerstand. Die Menschen vom Ende des Zugs haben die Nase voll davon, dass sie von den Menschen da Vorne beherrscht werden.

Der Widerstand formiert sich um Gilliam (John Hurt), Curtis (Chris Evans) und Edgar (Jamie Bell). Die drei führen ihre Leute nach vorne. Doch zuvor befreien sie den Junkie Namgoong (Song Kang-ho), der sich bestens mit den Türen und deren Sicherungsmechanismen auskennt. Mit seiner Hilfe erhoffen sich die Revoluzzer, bis ganz nach vorne zu kommen und dort Wilford zu stellen - den Konstrukteur des Zugs und Retter der Menschheit. Allerdings sind die vorderen Passagiere Wilford treu ergeben und stellen sich den Aufrührern entgegen …

“Snowpiercer” ist ein Film, der es einfach in sich hat. Der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho (“Snowpiercer” ist übrigens sein erster englischer Film) zaubert hier einiges aus dem Hut und verbindet Kino und Erzählung unterschiedlicher Kulturen miteinander. Hollywoods Blockbuster ist ebenso in die Geschichte eingeflochten, wie der europäische Autorenfilm und die asiatische Liebe zur blutigen arrangierten Action. Hier präsentiert sich tatsächlich ganz großes, stilübergreifendes Kino. “Snowpiercer” lässt die Science-Fiction-Filme der letzten Zeit (“Prometheus”, “After Earth”, “Oblivion”, “Elysium”) weit hinter sich und zeigt, wie gutes Genrekino auszusehen hat. Bong ist ein wahrer Meister und so ist es auch kein Wunder, dass sein Name über Korea hinaus bekannt wurde.

Natürlich, zugegeben, Bong baut mit seinem Film auf einer exzellenten Vorlage auf. Bereits “Schneekreuzer” besitzt eine hohe Qualität und die Story ist gut durchdacht. “Snowpiercer” ist aber mehr, als eine adäquate Umsetzung des Stoffs. Denn “Snowpiercer” vermag es, auch für sich alleine zu stehen.

Dabei greift Bong tief in die dramaturgische Trickkiste und zieht alle Register. Die Figuren sind überaus menschlich dargestellt - und zwar in allen Bereichen. Sie haben Ecken, Kanten und Fehler. Sie sind nicht immer nett, haben ihre Schrullen und Geheimnisse. Das macht die Figuren zu authentischen Persönlichkeiten, zu denen schnell eine Bindung aufgebaut wird. Auch wenn einige der Nebenrollen etwas einfach besetzt wirken, so ist die Hauptbesetzung einfach grandios und vermag es Bongs Vision umzusetzen.

Allen voran natürlich das Trio Hurt (ein Oscarpreisträger, der jeden Film aufwertet), Evans (derzeit als Superheld in “Captain America: The Winter Soldier” unterwegs) und Bell (bekannt aus “Billy Elliot – I Will Dance”, “King Kong”, “Jumper”). Vor allem Chris Evans erreicht hier eine Charaktertiefe, die einen mit sich zieht und beinahe darin ertrinken lässt. Als Captain America macht Evans bereits eine gute Figur, aber als Curtis ist er atemberaubend.

Auch auf der Seite der Antagonisten fährt Bong ordentlich auf. Tilda Swinton (ebenfalls hochdekoriert) in der Rolle der Mason ist einfach der Hammer. Optisch ähnelt sie manchmal einer gealterten Prinzessin Leia aus “Krieg der Sterne”, was aber schnell in Vergessenheit gerät. Als Mason ist sie die skrupellose Vertreterin von Wilford, die sich gerne in Szene setzt und ihren Status sichtlich genießt. Was für eine Schlampe, diese Mason! Aber auch Ed Harris (meistens herausragend in Nebenrollen zu sehen) als Wilford weiß zu polarisieren. Und, was in anderen Filmen vom Erzschurken gerne nur behauptet wird, hier aber tatsächlich zutrifft: Er weiß tatsächlich einen charismatischen Bösewicht umzusetzen, so dass es einen schaudert.

Die größte Stärke des Films ist die Abwechslung, die er bietet. Und zwar in allen Bereichen. Vom Tempo her nimmt sich Bong die Freiheit mal schnell, und dann wieder langsam zu filmen. Die Handlung nimmt immer wieder einen anderen Verlauf. Selbst die Kulissen und das Ambiente sind einem steten Wandel unterworfen, gleiches gilt für die Farben und die Kameraeinstellungen. Wobei sich hier, da die Geschichte in einem Zug spielt, lange, weite Aufnahmen in den Raum hinein anbieten. Selbst Licht und Schatten sind einem steten Wechsel unterworfen, ebenso die Figuren, die innerhalb des Films schonungslos an der Handlung und an sich selbst wachsen. Gleichzeitig verpackt Bong noch eine ordentliche Portion Sozialkritik in seinem Film, ohne dabei oberlehrerhaft zu wirken. Und dann diese schockierenden Augenblicke, die immer wieder vorkommen, die nicht rein an die Actionmomente oder an blutige Szenen gekoppelt sind, sondern urplötzlich in einem ruhigen Augenblick daherkommen, aus einem Dialog heraus schockieren. Grandios!

Mehr als einmal erscheint der Film surreal, als ob man von einem Schlachtfeld in einen Kaufhausaufzug steigt, um dann, nach einigen Minuten zuckersüßer Musikberieselung, auf einem Stockwerk voller Normalität auszusteigen. Und das dürfte auch die einzige Kritik sein, die der Film einfährt: Der Film kann für Mainstreamgemüter tatsächlich zu komplex sein. Vielleicht hat Harvey Weinstein mit seiner Meinung recht? Nein, wohl eher nicht! Der Zuschauer wächst mit dem Film, kann sich hier endlich einmal von den simplen Blockbustern abwenden und intelligentes, forderndes Kino genießen.

Der Film ist aber nicht nur intelligent, sondern kommt auch mit brutalen, blutigen Einstellungen daher. Diese warten ebenfalls mit Schock- und Überraschungsmomenten auf. So manches Mal blickt man auf die Leinwand und kann kaum glauben, was es gerade zu sehen gab. Bong beweist großen Mut und fordert sein Publikum stellenweise regelrecht heraus. Die Actionszenen haben es einfach in sich und sind hervorragend inszeniert. Es ist nicht das immer wieder gleiche Draufschlagen, bei gleicher Kameraeinstellung und ähnlichen Lichtverhältnissen. Nein, “Snowpiercer” hat da einiges mehr zu bieten. Zudem besitzt Bong einen feinen Sinn für schwarzen Humor, so dass es manchmal sogar für einen Schmunzler reicht. Natürlich ein Stilmittel, um die Gewalt zuvor oder danach in einen stärkeren Kontrast zu setzen.

Technisch gesehen ist der Film sehr gut umgesetzt. Der alles bestimmende Zug wird glaubhaft dargestellt. Dank der unterschiedlichen Waggons sind auch immer wieder neue Sets zu bewundern, die unterschiedliche Stilrichtungen zeigen und was fürs Auge bieten. Hier konnte sich Bong ordentlich austoben, um seine Darsteller passend in Szene zu setzen. Selbst Waggons die nur kurz zu sehen sind, strotzen vor liebevollen Details. Das ist ziemlich beeindruckend.

Gleiches gilt für den Score, der von Marco Beltrami ebenso wunderbar abwechslungsreich inszeniert wurde. Er unterstützt den Film hervorragend, denn immer wieder wird das Stampfen des Zugs in die Musik eingebaut und gibt das Tempo vor. Beltrami ist aber auch ein erfahrener Musikkomponist und wurde bereits zweimal für einen Oscar nominiert (”Todeszug nach Yuma”, “The Hurt Locker”).

In Bezug auf die Synchronisation, ist diese, bis auf einige kleine Ausreißer, gelungen. Zudem ist es sprachlich auch so, dass immer wieder Koreanisch einfließt, was natürlich nicht synchronisiert wurde und ebenfalls zur Atmosphäre beiträgt.

“Snowpiercer” ist ein hervorragender Genrefilm, der gut unterhält, zum Nachdenken anregt und klug gemachtes Kino zeigt, das den Mut zum Wandel hat. Absolut empfehlenswert!

“Snowpiercer” im Rollenspiel

So ein Genrefilm bietet sich als Umsetzung fürs Rollenspiel natürlich an. Immerhin haben wir hier eine eisige Endzeitapokalypse und dieses Wort beinhaltet bereits zwei Sachen, die Rollenspieler mögen: Endzeit und Apokalypse. Allerdings sind die Möglichkeiten an Bord des Zugs arg beschränkt, um daraus ein ganzes Setting zu zaubern. “Snowpiercer” bietet sich da eher für One Shots oder kurze Kampagnen an. Immerhin ist der “Auslauf” für die Spieler eingeschränkt. Die Idee des rasenden Zuges auf ein anderes Setting zu übertragen, ist dagegen eher schwierig. Schlussendlich besteht die Gefahr, dass die Spieler den Zug einfach anhalten und aussteigen. Wenn, dann sollte das Setting die Möglichkeit bieten, dass zu unterbinden. Eisplaneten in Star Wars oder eine Art Spacetrain in den Weiten von Traveller wären denkbar.

Neben kleineren Abenteuern in den jeweiligen Klassen (Vorne und Hinten, je nach Geschmack), reizt vor allem die Umsetzung des Films als Abenteuer. Das ist durchaus möglich und bietet einige Ansatzpunkte in der Gestaltung. Schlussendlich kann sich eine Gruppe Waggon für Waggon nach vorne kämpfen, sozusagen durch die Level bewegen. Und diese sind jeweils anders aufgebaut. Die Struktur des Films gibt das ohne Weiteres her. Auch diverse Zwischenbosse und ein Endgegner sind leicht umzusetzen. Besonders spannend wäre dann, wie die Spieler vorgehen, ob sie dem Film folgen oder eine ganze andere Lösungen erarbeiten.

Bei den Systemen bieten sich, neben den bekannten Baukastensystemen wie Savage WorldsFATE und 1W6, auch Dramasysteme wie Cortex plus Drama oder Hillfolk an. Leute die mehr Action mögen, können auch auf Shadowrun zurückgreifen: Ein Zug, der ohne Halt durch die verstrahlten Gebiete Frankreichs rast.

“Snowpiercer” ist als Rollenspielumsetzung auf jeden Fall sehr reizvoll, braucht aber - wie der Film selbst - etwas an Denkarbeit.

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Snowpiercer

Originaltitel: Snowpiercer, 설국열차, Seolgugyeolcha

Produktionsländer: Südkorea, USA
Originalsprachen: Englisch, Koreanisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 126 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

Regie: Bong Joon-ho
Drehbuch: Bong Joon-ho, Kelly Masterson
Produktion: Park Chan-wook, Lee Tae-hun, Park Tae-jun, Dooho Choi, Robert Bernacchi, David Minkowski, Matthew Stillman
Musik: Marco Beltrami
Kamera: Hong Kyung-pyo
Schnitt: Steve M. Choe

Besetzung: Chris Evans (Curtis), Song Kang-ho (Namgoong), Ko Ah-seong (Yona), Jamie Bell (Edgar), Ewen Bremner (Andrew), Tilda Swinton (Mason), John Hurt (Gilliam), Octavia Spencer (Tanya), Ed Harris (Wilford)

Homepage: http://www.snowpiercer.de/

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Die Tribute von Panem - Catching Fire

Erstellt von Taysal am Mittwoch 16. April 2014

catching-fireNach den wunderbaren Harry-Potter-Filmen und der unsäglichen Twillight-Saga, ziehen nun “Die Tribute von Panem” das kinobegeisterte Publikum in ihren Bann. Sie stellen mit Jennifer Lawrence die amtierende Herrscherin über Blockbuster-Land, die auch mit dem zweiten Teil ihrer Panem-Tetralogie, um die Gunst ihres Volkes buhlt. Das gelingt der Aktrice wunderbar, denn “Die Tribute von Panem - Catching Fire” ist ein gelungener Film.

Nach den Ereignissen aus “Die Tribute von Panem - The Hunger Games”, haben sich deren beiden Gewinner, Katniss und Peeta, wieder in ihren Distrikt zurückgezogen. Dort, im Dorf der Sieger, versuchen sie wieder ins Leben zu finden. Doch das Geschehene lässt sie nicht los, hat beide schwer traumatisiert. Zudem hat Katniss, mit ihrem Schachzug bei den Hungerspielen, nicht nur den Sieg für sich und Peeta geholt, sondern auch das Kapitol und Präsident Snow herausgefordert.

Kapitol und Präsident sitzen Katniss und Peeta nun im Nacken. Zudem gehen die Sieger eine lebenslange Verpflichtung ein, werden Galionsfiguren, Spielbälle der Mächtigen, Schönen und Reichen. An ein normales Leben ist nicht mehr zu denken. Katniss ist immerhin Liebling der Massen - und zwar aller. Selbst die unterjochten Distrikte lieben sie, aber aus ganz anderen Gründen, als das Kapitol. Und nun stehen sogar die 75. Hungerspiele an, das dritte Jubel-Jubeljubiläum.

Präsident Snow und sein neuer Spielmacher, Plutarch Heavensbee, haben sich dafür etwas ganz besonderes Perfides ausgedacht. Und so müssen sich Katniss und Peeta plötzlich wieder dem Kampf ums Überleben stellen, aber diesmal an mehreren Fronten …

Auch “Die Tribute von Panem - Catching Fire” zeigt sehr eindrucksvoll, wie gut die Buchvorlage, aus der Feder von Suzanne Collins, umgesetzt wurde. Regisseur Francis Lawrence und seine Drehbuchschreiber, Simon Beaufoy und Michael Arndt, haben hervorragende Arbeit geleistet. Trotzdem ist es von Vorteil die Bücher zu kennen, denn dann sind einige Zusammenhänge und Motivationen überhaupt erst verständlich. Zumindest der Vorläufer (“Die Tribute von Panem - Hunger Games”) sollte bekannt sein, da des öfteren darauf eingegangen wird. “Die Tribute von Panem - Catching Fire” ist schließlich Teil einer Reihe und auf deren Vermarktung ausgelegt. Das merkt man dem Film an.

Aber selbst ohne ein klein wenig Vorwissen, ergibt “Die Tribute von Panem - Catching Fire” auf sich alleingestellt Sinn und weiß gut zu unterhalten. Aber mit entsprechenden Informationen ausgestattet, gewinnen vor allem die Nebendarsteller und die Details im Hintergrund, mehr an Bedeutung. Dafür erneut ein Lob an Regie und Drehbuch. Letzteres wurde übrigens in Zusammenarbeit mit Suzanne Collins geschrieben. Es ist also wenig verwunderlich, dass genau die passenden, wichtigen Punkte in den Film aufgenommen wurden. Nicht nur das. Denn im Roman erscheint Katniss ein wenig behäbiger und nervt stellenweise mit ihrer Jammerei. Der Film ist straffer gestaltet und kommt schneller auf den Punkt, was für die Geschichte und die Figur der Katniss, nur von Vorteil ist.

Trotzdem werden die Ereignisse aus der Vorlage natürlich nur abgehakt, kann kaum die Tiefe aus dem Roman erreicht werden. Aber es gelingt Francis Lawrence und seinen Autoren genau diesen Umstand so zu glätten, das ein spannender und vergnüglicher Film entsteht, der gleichzeitig auch die tiefgreifende Botschaft der Vorlage transportiert. Die Sache wirkt wie aus einem Guss, ohne störende Ecken und Kanten.

Was “Die Tribute von Panem - Catching Fire” weiterhin auszeichnet, ist die Charakterentwicklung der Figuren. Einst unschuldige Teenager, sind Katniss und Peeta durch die zurückliegenden Hungerspiele gewachsen, wurden regelrecht erwachsen. Das zeigt sich in ihrem Verhalten, spiegelt sich aber auch mittels Make-up und Kostümen wider. Es gibt sogar eine Szene, in der genau dieser Umstand thematisiert wird.

Make-up und Kostüme haben allgemein einen großen Stellenwert. Vor allem wenn der Unterschied zwischen den grauen, tristen Distrikten und dem farbigen, fröhlichen Kapitol aufgezeigt werden. Das Kapitol ist das alte Rom und seine Tribute die Gladiatoren der Moderne. Das wird zeitweise mehr als deutlich, vor allem in Bezug auf die Dekadenz.

Die Vorlage alleine macht aber noch keinen guten Film, denn es sind vor allem die Darsteller, die überzeugen müssen. Und das gelingt ihnen hervorragend. Im Mittelpunkt steht natürlich Shooting Star Jennifer Lawrence, die Hollywood im Sturm eroberte und heutzutage, auch abseits den Panem-Filme, auf der Leinwand brilliert (“American Hustle”). Lawrence dominiert dabei gewollt das Geschehen, ist verdientermaßen der Dreh- und Angelpunkt. Darunter leidet natürlich die Präsenz der anderen Darsteller, vor allem Josh Hutcherson als Peeta Mellark. Trotz einer hervorragenden Darstellung bleibt Hutcherson im Hintergrund und etwas blass. Dafür gelingt es Schauspielern wie Sam Claflin (als Finnick Odair), Jena Malone (als Johanna Mason) und Philip Seymour Hoffman (als Plutarch Heavensbee), bei ihren weitaus kürzeren Auftritten, um einiges besser, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Hier sollte kurz auf Philip Seymour Hoffman eingegangen werden, der 2014 in New York, auf Grund seines Drogenkonsums, verstarb. Das könnte die weitere Produktion der Filmreihe vor ein Problem stellen, denn der Spielmacher Plutarch Heavensbee kommt auch im abschließenden Teil der Romantrilogie vor. Und somit eigentlich auch in den beiden nächsten Filmen. Pressemeldungen nach waren, bis auf sieben Drehtage, die Arbeiten mit Hoffman allerdings weitgehend abgeschlossen. Es bleibt abzuwarten, wie Hollywood das Problem lösen wird.

Allgemein betrachtet wartet “Die Tribute von Panem - Catching Fire” mit sehr vielen guten Darstellern auf. Selbst die kleinste Rolle wird überzeugend gespielt und so eine glaubhafte Welt transportiert, die die Zuschauer in ihren Bann zieht. Vor allem auf der zwischenmenschlichen Ebene, wissen die Schauspieler ihr Publikum zu packen. Es reichen meist nur wenige Sekunden aus, um zumindest eine kleine Beziehung zu den Figuren aufzubauen - sei sie nun positiv oder negativ. Immerhin gibt es einige Schurken, denen man Pest und Cholera an den Hals wünscht.

Allen voran Präsident Snow, grandios gespielt von Donald Sutherland. Er gibt einen diabolischen Bösewicht, der die Drecksarbeit von seinen Untergebenen erledigen lässt. Leider haben es nicht alle Szenen mit ihm und Hoffman in den fertigen Film geschafft. Hier lohnt es sich, die Deleted Scenes anzuschauen. Wirklich toll sind aber die Szenen, in denen Snow in seinem privaten Umfeld gezeigt wird: Sutherlands Augenspiel, diese unausgesprochenen Worte, diese Mimik - das ist ganz großes Kino. Und davon gibt es einige Szenen.

Ebenfalls hervorragend, da viel mit Augen und Mimik gespielt wird, ist die Fahrstuhlszene, in der sich vor allem Jena Malone als Johanna Mason von einer ihrer besten Seiten zeigt. Davon möchte man einfach mehr sehen. Und zwar in allen Belangen. Ähnliches gilt für Sam Claflin in der Rolle des Finnick Odair. Was für ein sympathischer Lausejunge, der zudem auch noch ein hervorragender Schauspieler ist.

Auch von der technischen Seite präsentiert sich “Die Tribute von Panem - Catching Fire” vom Feinsten. Zwar wird viel Tricktechnik eingesetzt, aber löblicherweise auch sehr viel herkömmliche Handarbeit. Beides wird hervorragend miteinander vereint und sorgt für die perfekte Illusion. Die echten Kulissen und die Computerbauten harmonieren hervorragend miteinander. Und auch die Computeranimationen fügen sich ebenfalls klasse in den Film ein und wirken zu keinem Zeitpunkt störend.

Dafür ist, unter anderem auch, die Kamera verantwortlich. Es gibt wunderbare Landschaftsaufnahmen, langsame und schnelle Fahrten und sehr gelungene Perspektiven. Hier hat der verantwortliche Kameramann (Jo Willems) ganze Arbeit geleistet. Für Kinobesucher gab es übrigens ein besonders großes Zuckerstück, denn Teile des Films wurden im IMAX-Format abgedreht. In den passenden Kinos konnte man sich also an dem dazugehörenden Vektionseffekt erfreuen, wenn sich der Bildausschnitt (ab einem bestimmten, dramaturgisch wichtigen Zeitpunkt) plötzlich vergrößert. Zumindest auf der DVD- und Blu-ray-Ausgabe ist von dem größeren Format leider nicht zu sehen, was nur wenigen Menschen auffallen dürfte, dem kritischen Filmkenner aber schon ein Dorn im Auge ist. Immerhin gibt es durchgehend schwarze Balken an Ober- und Unterseite, wo eigentlich keine sein müssten, beziehungsweise, sein sollten. Hier hätten sich die Macher im Vorfeld überlegen sollen, ob und wie sie diese Spielerei später fürs Heimkino umsetzen können.

Davon einmal abgesehen, gibt es an “Die Tribute von Panem - Catching Fire” nur wenig zu beanstanden. Einige der Dialoge sind manchmal etwas hölzern, auch im Film wirkt Katniss zeitweise geistig etwas behäbig (was aber der Figur im Original entspricht) und ist der Film doch zu kurz, um alle Aspekte der Geschichte ausreichend zu würdigen.

Dafür ist der Soundtrack allerdings wunderschön. Allen voran Coldplay mit “Atlas”, aber auch Christina Aguilera mit dem Song “We Remain”. Beim Soundtrack ist übrigens darauf zu achten, dass “Die Tribute von Panem - Catching Fire” (Universal Music International) die Songs unterschiedlicher Künstler beinhaltet, während “The Hunger Games: Catching Fire” den tollen instrumentalen Score von James Newton Howard bietet. Es wird also für jeden Geschmack etwas geboten. Allerdings überzeugen vor allem die Songs auf “DieTribute von Panem - Catching Fire”, die auch ohne den Film hervorragend anzuhören sind.

Hören ist das richtige Stichwort, denn auch die Synchronisation ist in Ordnung. Die Sprecher zeigen eine konstant gute Leistung und wissen ihre Rolle passend umzusetzen. Natürlich ist das Original, falls möglich, vorzuziehen. Alleine wegen der Stimmmodulation der Darsteller (allen voran Woody Harrelson als Haymitch Abernathy). Aber mit der deutschen Tonspur ist man ebenfalls auf der sicheren Seite.

“Die Tribute von Panem - Catching Fire” ist ein gelungener Film, der Lust auf mehr macht. Er weiß spannend zu unterhalten, überzeugt mit seinen Figuren und ist emotional, ohne dabei über die emotionalen Stränge zu schlagen. Top!

Die “2 Disc Fan Edition”-DVD wartet mit einer zusätzlichen Silberscheibe auf, die das Making of enthält. Bereits der Audiokommentar (auf der Film DVD) von Regisseur Francis Lawrence und Produzentin Nina Jacobson ist informativ und unterhaltsam, aber das Bonusmaterial ist einfach der Hammer. Es liefert mehr als zwei Stunden Hintergrundmaterial über die Dreharbeiten. Die sind natürlich weitgehend aufpoliert und enthalten einiges an Marketing, aber im Kern gewinnt der Fan und Cineast wunderbare Einblicke hinter die Kulissen. Das macht großen Spaß und ist äußerst kurzweilig.

“Die Tribute von Panem - Catching Fire” im Rollenspiel

Rollenspieler können hier aus dem Vollen schöpfen. Erst einmal taugt das Setting hervorragend, um als dystopische Hintergrundwelt herzuhalten. Seien es nun One Shots, kleine oder große Kampagnen. Vor allem der ernste Unterton weiß zu überzeugen. Da es keine besonders abgehobenen Aspekte gibt, ist die Umsetzung mit gängigen Baukasten-Systemen (wie FATE, Savage Worlds oder auch D20 Modern) kein großes Problem.

Neben dem Setting bietet sich aber auch die Idee an einer Umsetzung an, die auf dem alten Rom und seinen Gladiatoren beruht. Das ganze natürlich angepasst, um das Setting in die Zukunft zu transportieren. Doch es wird niemand daran gehindert, das Rad zurückzudrehen. In diesem Falle wären es vielleicht altgediente Gladiatoren, die sich sicher glauben und plötzlich erneut gegeneinander antreten müssen, eventuell sogar gegen alte Freunde und Kameraden. Durchaus eine Idee, die auch mit Systemen wie Das Schwarze Auge, Splittermond oder Pathfinder umgesetzt werden kann.

Ein wenig weiter und um ein paar Ecken gedacht, bietet sich solch ein Szenario ebenfalls für Shadowrun an, wenn es um den Urban Brawl geht, eventuell die nächste Berliner Stadtmeisterschaft. Denkbar wäre auch ein Cthulhu-Szenario im Jahre 1920, wenn eine Gruppe Ermittler zufällig in einen entsprechenden Überlebenskampf hineinstolpert oder gezielt hineingezogen wird.

Neben dem Actionaspekt, kommt aber auch die emotionale, charakterbezogene Komponente zum Einsatz. Auf Grund der großen Tragik, gibt es zwischenmenschliche Interaktionen ohne Ende. Wer ein entsprechendes, charakterkonzentriertes Spiel mag, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse. Immerhin geht es im Vorfeld darum, sich mit dem eigenen Leben und Überleben auseinanderzusetzen. Es müssen Sponsoren und Partner überzeugt werden, im späteren Verlauf gilt es Bündnisse zu festigen und mit den traumatischen Ereignissen fertig zu werden. Etliche der Szenen würden bei FATE oder Cortex plus geistigen, beziehungsweise, emotionalen Stress auslösen.

“Die Tribute von Panem - Catching Fire” bietet unheimlich viele Anregungen, um ein dystopisches Setting zu etablieren und darin spannende Abenteuer zu erleben. Der Film ist ein wahres Füllhorn an Ideen.

Copyright © 2014 by Günther Lietz, all rights reserved

Die Tribute von Panem - Catching Fire [DVD]
The Hunger Games: Catching Fire

Produktionsland: Vereinigte Staaten (2013)
Länge: 146 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: Simon Beaufoy, Michael Arndt
Produktion: Nina Jacobson, Jon Kilik
Musik: James Newton Howard
Kamera: Jo Willems
Schnitt: Alan Edward Bell

Besetzung: Jennifer Lawrence (Katniss Everdeen), Josh Hutcherson (Peeta Mellark), Liam Hemsworth (Gale Hawthorne), Woody Harrelson (Haymitch Abernathy), Elizabeth Banks (Effie Trinket), Sam Claflin (Finnick Odair), Jena Malone (Johanna Mason), Jeffrey Wright (Beetee), Philip Seymour Hoffman (Plutarch Heavensbee), Donald Sutherland (Präsident Snow), Stanley Tucci (Caesar Flickerman), Lenny Kravitz (Cinna)

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Das Erdbeerfeld des Grauens - Pflück das Abenteuer für Fate, BoL oder Savage Worlds

Erstellt von Taysal am Freitag 14. März 2014

erdbeerfeld-abenteuerLetzte Woche wurde mir zugetragen, ich solle ein kleines Abenteuer zu, über oder mit Erdbeeren schreiben. Ich habe zwar noch immer keine Ahnung, warum genau (irgendwas mit dem Stammtisch der Google-PlusRollenspiel-Community-(deutschsprachig)), aber an sich ist die Idee doch recht reizvoll. Das Abenteuer ist aber eher ein kleines Szenario geworden und dreht sich um kleine süße Früchtchen. Das Layout wurde übrigens auf die Schnelle von David “Tsu” Reichengeld gemacht und gefällt mir sehr gut.

Bei den Regeln habe ich etwas experimentiert und Werte für drei Systeme angegeben: Fate Core, Barbarians of Lemuria und Savage Worlds. Frank “Zornhau” Falkenberg stand mir netterweise beim Regelcheck zur Seite.

DownloadDas Erdbeerfeld des Grauens

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Winter OPC 2013/2014: Silvester Express

Erstellt von Taysal am Donnerstag 6. März 2014

silvesterzug-vorschauDrei Beiträge beim Winter OPC 2013/14 eingereicht und drei Plätze im Wettbewerb gemacht (1., 2. und 4.). Und hier kommt das Sahnestück, das in der Kategorie II glatt den 1. Platz belegt hat. Ich freue mich riesig!

Mein besonderer Dank geht übrigens an meinen Layouter David “Tsu” Reichgeld, der erst durch seine Skills den Silvester Express ordentlich ins Rollen gebracht hat und meine Illustrationen schick in Szene setzte. Nochmals Danke dafür, lieber David.

Bei der Spielhilfe handelt es sich um die Pläne für einen Zug, wie er bei Savage Worlds Necropolis 2350 eingesetzt werden kann. Daher stammte auch die Idee. Natürlich eignet sich der Zug auch für andere moderne Settings.

Neben der Lok haben fünf Waggons ihren Platz auf der Seite gefunden und ich konnte sogar ein wenig Beschreibung und Regeltext an der Seite unterbringen. Da habe ich mich einfach von Frank “Zornhau” Falkenberg inspirieren lassen, der ein großer Necropolis-Kenner ist. Für mich sicherlich ein Glücksfall, denn er saß auch in der Jury des OPC 2013/14. Man kann sich sicherlich vorstellen wie überrascht ich war, als ich davon erfuhr. Und gleichzeitig auch supernervös, denn immerhin weiß ich ja wie kritisch Frank sein kann und dabei weder Freund noch Feind kennt. Aber gerade das macht ihn zu einem wertvollen Menschen, denn so kann ich mich darauf verlassen ehrliches Feedback zu erhalten. Nichts ist schlimmer als ein Mensch, der dich aus Nettigkeit ins Messer laufen lässt - dem darf man es nämlich noch nicht einmal übel nehmen (”war doch nur nett gemeint”).

Die Arbeit am Silvester Express hat mir jedenfalls großen Spaß gemacht. Die eingereichte Endfassung ist übrigens der zweite Anlauf. Beim ersten Mal habe ich mich an die Originalgrößen gehalten, die im Rahmen eines Necropolis-2350-Abenteuers gepostet wurden. Okay, das mag zwar mit Miniaturen etwas spielbarer sein, aber die Dimensionen fand ich einfach schrecklich. Also habe mich hingesetzt und die Sache vollständig überarbeitet. Dabei kam sogar etwas mehr Material heraus, als auf die eine Seite passt. Aber noch mehr Waggons und Schienen? Nein, das hätte einfach den Rahmen gesprengt. Ich wollte zumindest Spur N, anstatt Spur Z auf dem Tisch haben. Spur H0 wird wohl noch folgen, denn natürlich liegen sämtliche Bodenpläne in einer viel besseren Auflösung vor.

Das Glanzlicht am Dokument ist übrigens, dass die Dächer via der Ebenensteuerung eines PDF-Programms ein- und ausgeblendet werden können. Allerdings habe ich es bei zwei Ebenen belassen, um die Teilnahmebedingungen nicht unnötig zu strapazieren. Ansonsten wäre am Ende ein Dokument mit unzähligen Ebene herausgekommen. Zwar toll, aber dann doch zu viel des Guten. Ein entsprechendes Dokument ist aber dahingehend in Planung.

Download: Silvester Express

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Winter OPC 2013/2014: Devil’s Saloon

Erstellt von Taysal am Mittwoch 5. März 2014

devils-saloonDevil’S Saloon ist das zweite meiner Abenteuer, dass ich im Winter OPC 2013/14 platzieren konnte. Es hat den zweiten Platz in der Kategorie I gemacht und ich bin ziemlich glücklich darüber. Insgesamt habe ich drei Beiträge ins Rennen geschickt, aber die dritte Einreichung war eine Spielhilfe und kein Abenteuer.

Dank der Hilfe von David “Tsu” Reichgeld hat auch Devil’s Saloon ein sehr schickes Layout bekommen. Das Abenteuer wurde für Deadlands: Reloaded entworfen (Savage Worlds), obwohl da leider keine deutsche Übersetzung zu vorhanden ist. Trotzdem gibt es sogar fanübersetztes Material zu dem Setting. Vielleicht haben wir Fans irgendwann auch Glück und es kommt doch mal eine Übersetzung. Notfalls muss ich halt sehr viele One Sheets schreiben, die Dinger für einen kleinen Obulus an Fans verticken und davon die Lizenz selbst erwerben. Hm, leider nur ein schöner Traum …

Aber zurück in die Realität: Die Grundidee habe ich mir einfach bei dem Streifen From Dusk Till Dawn geklaut, nach Deadlands transportiert und mit ein paar eigenen Ideen garniert. Das Abenteuer ist gleichzeitig auch Kulissenbeschreibung. Einige der aufgeführten NSC haben ihren Ursprung übrigens in einem Wrestling-Setting, das für Hangout-Runden in den Startlöchern steht (ich liebe meinen Canadian Beaver).

Das ist sozusagen der Abschluss meiner Abenteuer-Beiträge für den OPC 2013/14 und ich freue mich schon riesig auf den OPC 2014/15 (liebe Grüße an die Greifenklaue und den Würfelheld). Vielleicht mache ich auch mal was für Space 1889 oder Hollow Earth Expedition, aber muss ich erst einmal abwarten, ob sich Uhrwerk irgendwann dann doch noch mal meldet und sich mein latenter Frust in unbändige Lust wandelt. Und Barbarians of Lemuria ist ja auch immer wieder ein guter Kandidat für ‘nen Wettbewerb. Hm …

Download: Devil’s Saloon

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FAE trifft auf Earthdawn - Einige Beispielcharaktere

Erstellt von Taysal am Dienstag 4. März 2014

ed-runeWie bereits im Artikel Winter OPC 2013/2014: Für einen Beutel voll Silber angekündigt, zitiere ich an dieser Stelle die Spielercharaktere, wie sie von meinen Spielern für FAE Earthdawn erstellt und auch eingesetzt wurden. Es ist natürlich sehr gut zu erkennen, wie leichtgewichtig FAE im Vergleich zu Earthdawn daherkommt. Rasse, Disziplin und Kreis wurden primär über das Konzept abgehandelt, so das für diese drei wichtigen Punkte keine echten regeln notwendig waren. Weitere wichtige Besonderheiten wurden einfach entsprechend ausgespielt oder - ganz simpel - über Kniffe abgehandelt. Um noch etwas näher an Earthdawn zu rücken, wurden die Herangehensweisen den Attributen nachempfunden.  Wer sich einen Earthdawn-Charakterbogen daneben legt, kann die Angaben sehr gut miteinander vergleichen. Zudem sind derart gestaltete Charaktere natürlich auch in anderen Settings denkbar.

Jomaran “Wolkenfürst” Farn

Luftschiffsegler, vor seinem Versagen im Krieg ein davon laufender, ehemaliger Soldat.

Auffrischung:

  • Aktuell: 3
  • FATE-Punkte: 3

Konzept: Menschlicher Luftschiffsegler des Ersten Kreises
Ärger: Heimgesucht von alten Schatten
Aspekte:

  • Diener der Himmelsgiganten
  • Ehrer soldatischer Tugenden
  • Meine Arlfürstin (Schiff) ist meine einzige Herrin

Herangehensweise:

  • Geschicklichkeit +1
  • Stärke +1
  • Zähigkeit +2
  • Wahrnehmung +3
  • Willenskraft +0
  • Charisma +2

Kniffe:

  • Weil ich ein Diener der Himmelsgiganten bin, bekomme ich +2, wenn ich mir mit Wahrnehmung einen Vorteil verschaffe in der Schifffahrt.
  • Da ich ein ehemaliger Soldat bin, erhalte ich +2 auf meine Geschicklichkeit, wenn ich mich verteidige.
  • Weil ich es gewohnt bin, dass man meinen Worten als Captain Folge leistete, bekomme ich +2, wenn ich mit Charisma mir einen Vorteil verschaffe um jemandem eine Anordnung zu geben.

Ausrüstung:

  • Waffen: Leichter Säbel, Buckler
  • Schiffsbedarf: Enterhaken, einfache Seile, Taue, Messer, Leinen, Nähzeug, Teer, Fässer, Pökelfleisch, warme Decken, Laternenöl, Laterne, Hammer, Zange, Nägel, Zündwerk, wasserdichte Kiste

Diman ‘Arrow’ Zagonu

Blutelfen Schütze auf der Suche nach seiner kleinen Schwester LLelana.

Auffrischung:

  • Aktuell: 2
  • FATE-Punkte: 2

Konzept: Blutelfen Schütze des Ersten Kreises
Ärger:  Der Schmerz vertreibt die Angst
Aspekte:

  • Ich muss Llelana wiederfinden
  • Wie ein Schatten

Herangehensweise:

  • Geschicklichkeit +3
  • Stärke +1
  • Zähigkeit +1
  • Wahrnehmung +2
  • Willenskraft +2
  • Charisma +0

Kniffe:

  • Weil ich das Talent der Magischen Markierung beherrsche, bekomme ich +2 wenn ich mir Willensstark einen Vorteil erschaffe um ein Ziel mit einer markierung zu versehen.
  • Da ich extrem schnelle Reflexe habe, kann ich einmal pro Spielsitzung in einem Konflikt als erster agieren.
  • Weil ich den Blattschuss setzen kann, bekomme ich +2 wenn ich Geschickt mein Ziel genau an seiner Schwachstelle treffe.
  • Weil ich immer auf der Hut bin, bekomme ich +2 wenn ich durch meine gute Wahrnehmung einen Vorteil erschaffe um Gefahren aus dem Weg zu gehen.

T’Chon T’Sin-K’Lehr

T’Chon T’Sin-K’Lehr kommt vom Schlangenfluss, aus einem unbedeutenderen Haus, aus der Sippe K’Lehr.

Auffrischung:

  • Aktuell: 3
  • FATE-Punkte: 3

Konzept: T’Skrang Geisterbeschwörer des 1. Kreises
Ärger: Innerlich schon tot.
Aspekte:

  • Furcht ist mein Werkzeug, nicht mein Meister (Jik’harra)

Herangehensweise:

  • Geschicklichkeit +2
  • Stärke +0
  • Zähigkeit +1
  • Wahrnehmung +2
  • Willenskraft +3
  • Charisma +1

Kniffe:

  • Weil ich so ein Überraschend Agiler T’skrang bin, erhalte ich +2, wenn ich Geschickt einen Gegner mit meinem Schwanzschlag angreife.
  • Weil ich ein Gelehrter der Geisterwelt bin, bekomme ich +2,wenn ich mich gegen Geister und Schrecken mittels meiner Willenskraft Verteidige.
  • Weil ich ein Perfektionist bei Ritualen bin, bekomme ich +2, wenn ich Aufmerksam (mittels Wahrnehmung) einen Vorteil Erschaffe um Magie zu wirken.

Ausrüstung:
Roben, Stab, Abenteuerausstattung (mit Leuchtstein), Ritual-Utensilien

Grollik Eisenhaut,  Waffenschmied

Auffrischung:

  • Aktuell: 3
  • FATE-Punkte: 3

Konzept: Obsidianer Waffenschmied des Ersten ‘Kreises
Ärger: Alles braucht seine Zeit
Aspekte:

  • Der Fels in der Brandung des Lebens
  • Ein Wesen, ein Geist, ein Lebensstein
  • Mein Volk ist im Krieg

Herangehensweise:

  • Geschicklichkeit +1
  • Stärke +2
  • Zähigkeit +3
  • Wahrnehmung +1
  • Willenskraft +2
  • Charisma +0

Kniffe:

  • Ich bin hart wie Stein und bekomme +2, falls ich mich im Kampf mit meiner Zähigkeit gegen physikalische Angriffe verteidige.
  • Ich bin ein Waffenschmied und bekomme +2, wenn ich mit meiner Stärke einen Vorteil erschaffe in dem ich eine Klingenwaffe verbessere.
  • Einmal pro Spielsitzung kann ich meinen Eisernen Willen benutzen um einen magischen Angriff auf mich komplett abzuschütteln.

Ausrüstung:
Rüstung (Obisidianerhaut), Eisenschild, Schmiedehammer, Abenteurerpaket

Earthdawn ist ein eingetragenes Warenzeichen der FASA Corporation und die deutsche Version Copyright (c) 1999 bei Games-In Verlag. Verwendet ohne Genehmigung. Earthdawn is a Registered Trademark of FASA Corporation. Original Earthdawn material Copyright 1994-1998 by FASA Corporation. All Rights Reserved. Used without permission. Any use of FASA Corporation’s copyrighted material or trademarks in this file should not be viewed as a challenge to those copyrights or trademarks

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Ein paar Zahlenspiele mit Metadaten

Erstellt von Taysal am Dienstag 4. März 2014

nerd-d20Nicht jeder kommt gerne mit Zahlen rüber, aber ich finde Transparenz ziemlich wichtig, deswegen gibt es von mir diesmal ein sehr spezielle News.

Ich habe nämlich die Metadaten auf meinem Blog aktualisiert - und das ist (ehrlich gesagt) ja nur für einen sehr kleinen Teil der Rollenspieler spannend - falls man hier überhaupt von spannend reden kann. Die Daten basieren auf den internen Daten meines Servers (Anbieters), weil ich keine Analyse-Werkzeuge oder ähnliches auf meinem Blog laufen habe.

Wer sich mit Statistiken und Blogs auskennt weiß natürlich, dass diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind und vor allem reine Klickzahlen - obwohl vor allem Werbepartner und Sponsoren viel Wert darauf legen - keine echte Aussagekraft haben. Hier ist einfach der Wunsch der Vater des Gedanken und haben sich viel klügere Leute den Kopf zerbrochen, als ich es bin. Tatsächliche Relevanz misst sich an anderen Dingen, falls sie überhaupt messbar ist.

Wie überall sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Zwar rechnet die Software Robots etc. heraus, aber natürlich nur die, die sich auch zu erkennen geben. Das bedeutet böse Buben - ohne offizielle Erkennnungsmerkmale oder die Angriffe auf meine Installation versuchen - sind noch immer vorhanden. Die aber händisch rauszurechnen, das ist mir dann doch zu viel des Aufwands. Ich denke die Verluste liegen (je nach Monat) bei 10 bis 20 Prozent, in Bezug auf die Artikelaufrufe. Um die Hits auf meinem Blog zu berechnen, liegt der Faktor bei ungefähr 6-7 (also * 6 bis 7).

Aufgerufene Artikel je Monat (im Durchschnitt): 19.617
Durchschnittliche Verweildauer pro Besucher: 2.360 Sekunden / 39 Minuten
Aktualisierungsfrequenz: Dynamisch

Als wichtiger erachte ich die Verweildauer. Mir ist es lieber weniger Leute zu haben, die dafür aber meine Artikel und das Material wirklich lesen. Auch hier sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen, was vor allem am heutigen Surfverhalten der Leute am PC liegt. Kein Wunder, dass die großen Datenkraken am liebsten noch die Mausaktivität aufzeichnen oder mittels Kamera die Augenbewegungen auslesen wollen.

Die Downloads zählen nur die Top-Downloads der letzten drei Monate auf. Darunter sind einige wirklich “alte Kamellen”, die sich trotzdem großer Beliebtheit erfreuen. Die Downloads zeigen übrigens nicht die absoluten Zahlen seit ihrem Einstellen. Das SpliMo-Abenteuer “Der Goldene Kompass” ist weit öfter als 136 Mal heruntergeladen worden, dafür hat “Dampfzug nach Paradiso” einen guten First Impact hingelegt, was aber auch für alle Abenteuer aus dem Dezember gilt.

Die Liste setzt sich übrigens so zusammen, dass ich jeweils die Top 3 der letzten drei Monate (Dezember, Januar, Februar) in die Liste aufgenommen und dafür dann die Gesamtdownloads ermittelt habe. Viele der älteren Sachen werden noch immer heruntergeladen, zählten aber nicht zu den Top 3 der letzte drei Monate. So erfreuen sich meine Pulp-Abenteuer für Savage Worlds großer Beliebtheit, kommen aktuell aber mit gerade mal monatlichen 10 bis 15 Downloads je PDF daher, was im Jahr noch immer 120 bis 180 Downloads bedeutet, ohne den First Impact zu beachten. Wer die Auflagen, Verkaufszahlen und Zahlungsbereitschaft bei Rollenspielen (aber auch normalen Verlagen) kennt, weiß ja wie die Zahlen zu lesen sind. Aber soviel werde ich jetzt auch nicht aus dem Nähkästchen plaudern.

Abschließend denke ich, dass die Zahlen für einen kleinen Blog ganz solide sind und bin sehr zufrieden. Wichtig ist mir vor allem, Spaß an der Sache zu haben. Und das habe ich.

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Winter OPC 2013/2014: Für einen Beutel voll Silber

Erstellt von Taysal am Montag 3. März 2014

fur-einen-beutel-voll-silberMit 8 Punkten hat mein kleines Abenteuer Für einen Beutel voll Silber den vierten Platz beim OPC 2013/14 geholt, was mich natürlich riesig gefreut hat. Ich muss gestehen, ich bin ein große Fan des Wettbewerbs, was sicherlich auch daran liegt, dass ich jährlich ganz oben auf der Rangliste stehe. Da macht die Sache natürlich noch mehr Spaß.

Der Hintergrund zu Für einen Beutel voll Silber ist der Umstand, dass ich mit einigen Leuten aus der Google-Plus-Community über eine FATE-Variante von Earthdawn gefachsimpelt habe. Schlussendlich führte das dazu, dass ich mit meiner Online-Spielgruppe (an dieser Stelle übrigens mal ganz liebe Grüße an David, Frank, Gerrit, Oliver und Tom - in der Reihenfolge, in der ich sie online angezeigt bekomme) eine FAE-Variante ausprobiert habe. Für One-Shots finde ich die ganz geeignet, aber bei längeren Kampagnen würde ich FATE Core vorziehen. Earthdawn basiert nämlich auf sichtbarer Weiterentwicklung, FAE setzt eher auf Austausch. Aber das ist ein anderer Schauplatz.

Jedenfalls habe ich mich mit diesen Erfahrungswerten daran gemacht ein Abenteuer zu schreiben und einzureichen. Zudem wollte ich auch zeigen, was mit FAE machbar ist und einige Spielwerte präsentieren. Das hat natürlich dem eigentlichen Abenteuertext etwas Platz genommen, aber ich fand es an dieser Stelle wichtig, auch ein paar Werte als Beispiel für die Umsetzung zu zeigen. Um auch mal zu verdeutlichen wie ein Charakter aussehen kann, gibt es untenstehend als kleinen “Bonus” die Werte meines Windlingdiebes Pentrick. Falls meine Spielgruppe einverstanden ist und ich Zeit finde, werde ich die anderen Charaktere als Beispiele ebenfalls posten.

Download: Für einen Beutel voll Silber.

Pentrick der Flinke

Auffrischung:

  • Aktuell: 3
  • FATE-Punkte: 3

Konzept: Windling Schwertmeister des Ersten Kreises
Ärger: Kleiner Held in einer großen Welt
Aspekte:

  • Wasserscheue Libellenflügel
  • Großer Redner
  • Zart gebaut

Herangehensweise:

  • Geschicklichkeit +2
  • Stärke +0
  • Zähigkeit +1
  • Wahrnehmung +1
  • Willenskraft +2
  • Charisma +3

Kniffe:

  • Ich bin ein Meister im Umgang mit dem Schwert und bekomme im Nahkampf +2, falls ich jemanden mittels Geschicklichkeit mit meinem Schwert attackiere.
  • Weil ich ein Talent habe bei meinem Gegenüber einen empfindlichen Nerv zu treffen, erhalte ich +2, falls ich jemanden mittels Wahrnehmung verspotte, um einen Vorteil zu erschaffen.
  • Weil ich so klein und flink bin kann ich einmal pro Spielsitzung einem beliebigen Hieb ausweichen und dabei meinen Gegner aus dem Gleichgewicht bringen.

Ausrüstung:
Lederrüstung, Holzschild, Bastardschwert, Abenteurerpaket

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Winter OPC 2013/2014: Echte Helden

Erstellt von Taysal am Sonntag 2. März 2014

echte-heldenDer Winter One Page Contest 2013/2014(Winter OPC 2013/14) ist in der Kategorie I beendet und die Sieger stehen fest. Und dadurch sind die Beiträge auch zur Veröffentlichung freigegeben. Das bedeutet, ich werde Beiträge die ich selbst verfasst habe oder an denen ich beteiligt war (ja, das war beim Winter OPC 2013 erlaubt), zum Download bereitstellen. Und natürlich auch, das ein oder andere Wort, im Rahmen einer kleinen Designnotiz, darüber verlieren.

Den Anfang macht ein Beitrag, der von David “Tsu” Reichgeld stammt: “Echte Helden”. Bei diesem Abenteuer habe ich als Co-Autor zur Seite gestanden und Davids Idee in Text verwandelt. Die Grundidee dürfte manchem vielleicht aus dem Online-Rollenspielstammtisch bekannt sein. David hat sie das ein oder andere Mal (im Rahmen des Hype um das Rollenspiel Ryuutama) vorgestellt. Leider gab es zum Startzeitpunkt des OPC keine (offiziell freigegebenen) Regeln und auch keine passende Fan-Lizenz. Also musste die ganze Sache etwas umgemodelt werden.

Schlussendlich ist ein Abenteuer für FAE herausgekommen, das sich stark an der Scheibenwelt (Discworld) orientiert, darauf aber trotzdem keinen echten Bezug nimmt. Der Grund liegt darin, dass es zwar GURPS Scheibenwelt gibt, aber rechtlich gesehen es problematisch ist dahingehend etwas zu verfassen. Ich habe nämlich keine entsprechende Fanlizenz gefunden und selbst falls es eine für das Original-GURPS gäbe, ist die Sache schwer nach Deutschland zu übertragen, denn schlussendlich liegt die Scheibenwelt-Lizenz hier nämlich bei Blanvalet, beziehungsweise RandomHouse. Lizenzen werden gerne auch einmal aufgesplittet und nach Länder unterschiedlich vergeben. Das gestaltet die Einsendung deswegen rechtlich etwas problematisch. Und bei allen Einreichungen für den OPC gab es zwei grundlegende Zielsetzungen: Tatsächliche Spielbarkeit und Rechtlich alles einwandfrei. Zwei Sachen, die für David und mich wichtig sind.

Ich persönlich halte “Echte Helden” für lustig und spannend. Aber leider hat es keine Punkte erhalten, was ich sehr Schade finde. Mir gefällt vor allem Davids Layout, aber auch seine Idee ist super witzig, dass es gerade die eigentlichen “Helden” sind, die gerettet werden müssen. Dazu kommt, dass es auch das ein oder andere Easteregg und humorige Gleichnisse gibt. So, zum Beispiel, die Schwiegermutter.

tl;dr: Der Download von Echte Helden!

Der Download wird übrigens an dieser Stelle angeboten, weil David zwar einen tollen Youtube-Kanal besitzt (Tsu’s Welt) und auf Google Plus sehr aktiv ist, aber keinen wirklich etablierten Blog hat, ich schlussendlich irgendwo die Designnotizen unterbringen wollte und es schön ist, wenn Sachen mit meiner Beteiligung auch in meinem Abenteuerland zu finden sind. Ansonsten: Viel Spaß mit dem Abenteuer!

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Räudige-Katzen-Generator

Erstellt von Taysal am Samstag 1. März 2014

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Manchmal braucht man auf die Schnelle ein paar Tabellen, um schnell eine räudige Pussy zu bekommen. Dieser kleine Generator schafft Abhilfe: Der Räudige-Katzen-Generator!

Körper
1 Fett
2 Mager
3 Klein
4 Groß
5 Abgemagert
6 Rundgefressen

Pfoten
1 Alle Viere vorhanden
2 Vorne links fehlt
3 Vorne rechts fehlt
4 Hinten links fehlt
5 Hinten rechts fehlt
6 Alle Viere vorhanden

Schwanz
1 Mehrmals geknickt
2 Halb abgetrennt
3 Mehrfach gebrochen
4 Mehrmals gedreht
5 Steht rechtwinklig ab
6 Schleift leblos hinterher

Fell
1 Struppig
2 Gelockt
3 Kurzhaar
4 Langhaar
5 Gar kein Haar
6 Löcher im Fell

Fellfarbe
1 Schwarz
2 Grau
3 Braun
4 Gescheckt
5 Schwarzweiß
6 Drecksbraun, wahrscheinlich eher beige

Gesicht
1 Rund
2 Oval
3 Gequetscht
4 Vernarbt
5 Breitgezogen
6 Maus im Maul

Geruch
1 Stinkt nach altem Fisch
2 Stinkt nach altem Urin
3 Stinkt nach nassem Fell
4 Stinkt nach nassem Hund
5 Stinkt nach viel Alkohol
6 Stinkt nach “O das Klosett”

Cat face - Bic ballpoint pen by VianaArts. Some rights reserved. This work is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 License.

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