Taysals Abenteuerland

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Archiv für September, 2009

Deadlands: Reloaded - Neid

Erstellt von Taysal am 17. September 2009

Es waren nun einige Tage vergangen, seitdem sich das Aufgebot auf Crosshands Seite geschlagen hatte. Fields und Stiller hatten keine Ahnung, was sich hinter ihrem Rücken zusammenbraute. Vor allem Fields war zu sehr damit beschäftigt Pennington Scrooch zu beobachten, der vor einigen Tagen mit seinen Mädels nach Steins gekommen war. Die beiden waren alten Bekannte und Fields ahnte, dass es Ärger geben würde.

Während Scrooch nun neben Westwood Freights einen Saloon namens “La Baguette” eröffnete, sah sich Sheriff Quinn in der Stadt um und ließ die Leute wissen, dass er und sein Aufgebot nun für Recht und Ordnung sorgen würden. Seine tägliche Patrouille endete im “Seven Up”-Saloon.

Dort war auch der Farmer Nigel Carson eingekehrt, der sich kurz vor der Heimfahrt noch einen Drink genehmigen wollte. Lautstark jammerte er über die Preise beim Saatgut, über das miese Wetter und die anhaltende Dürre. Die anderen Gäste des Saloons nickte müde dazu. Ihnen ging es ähnlich. Als Carson meinte sein Nachbar würde sich nun auch noch komisch benehmen, da horchte Doc Quinn auf. In den letzten Wochen hatten sich viele Leute komisch benommen und meistens hatte das Ärger bedeutet.

Also setzte sich Quinn mit Carson zusammen und erkundigte sich, was denn mit dessen Nachbar los sei. Der Farmer erzählte, dass die Sandhunter-Farm gerade mal eine halbe Stunde Fußmarsch entfernt liegen würde. Auf Grund dieser nahen Nachbarschaft seien die Familien gut miteinander befreundet und die Kinder würden auch täglich zusammen spielen. Gestern aber wäre Carsons ältester Sohn, Nick, von Bill Sandhunters Bruder James regelrecht von der Farm gejagt worden. Dabei hatte es bisher immer geheißen, James Sandhunter wäre seit Jahren tot.

Für Doc Quinn war sofort klar, dass hier einige Gauner die Farm der Sandhunters überfallen hatten. Also trommelte er seine Leute zusammen, um der Sache nachzugehen. Gemeinsam mit John Smith, Keezheekoni und Ming ging es los. Erstes Ziel war die Farm der Carsons, um den Sohn des Farmers selber zu befragen. Der bestätigte die Erzählung und fügte hinzu, dass er niemanden der Sandhunters gesehen hätte. Nur Tonys angeblichen Onkel, wobei dieser Onkel James merkwürdig ausgesehen hatte.

Für Doc Quinn war sofort klar, das hier einige leprakranke Gauner die Farm der Sandhunters überfallen hatte. Keezheekoni sah die Sache etwas anders, aber die Schamanin wusste aus leidiger Erfahrung, dass der junge Arzt gerne die Augen vor der übernatürlichen Wahrheit verschloss.

Nun ging es ab Richtung Sandhunter-Farm, die nach Einbruch der Dunkelheit erreicht wurde. Im Mondlicht waren einige Gestalten mit Fackeln zu sehen, die vor dem Farmhaus standen. Plötzlich warfen sie die Fackeln nach vorne und entzündeten das Gebäude. Sofort gab das Aufgebot den Pferden die Sporen zu spüren. In wildem Galopp ging es auf die Farm zu - nach einem kurzen Satz über den Weidezaun.

Aus dem Haus waren Schreie zu hören. Ming, der kleine und junge Chinese, zögerte keinen Augenblick. Ohne mit der Wimper zu zucken trat er die Türe auf und stürmte in die Flammenhölle hinein. Draußen schossen John und Doc auf die vier Brandstifter, die allerdings ziemlich zähe Burschen waren. Doch mit ein paar gut gezielten Schüssen und etlichen heftigen Treffern, gingen sie zu Boden.

Sheriff Doc Quinn stürmte nun Ming entgegen, um ihm zu helfen. Der war dabei Caroline und Tony Sandhunter aus dem brennenden Gebäude zu ziehen. Keezheekoni stand derweil an der Pumpe und versuchte die Flammen zu löschen. John eilte herbei um zu helfen, dann kam auch Doc Quinn hinzu. Obwohl sie sich alle Mühe gaben, blieben die Flammen dennoch siegreich und das Haus stürzte ein.

Caroline Sandhunter und ihr Sohn waren überglücklich gerettet zu sein und die aufgelöste Frau erzählte was geschehen war. So war am Tag zuvor Bills Bruder James aufgetaucht, denn alle für tot gehalten hatten - und eigentlich sah er auch so aus. Zwischen den beiden Brüdern hatte es schon immer eine Kluft gegeben und vor allem James neidete Bill einiges. So hatte sich James für eine Karriere beim Militär entschieden, doch die gewünschten Beförderungen waren ausgeblieben. Seine Frau und sein Sohn waren an den Pocken gestorben und schlussendlich desertierte James, um kurz darauf mit seinen Leuten in einem Indianerhinterhalt ums Leben zu kommen - so hieß es jedenfalls.

Nun war James wieder aufgetaucht. Er hatte Bill regelrecht überfallen, gefesselt und auf ein Pferd gepackt. Dann hatte James Caroline und Tony ins Haus bringen und festbinden lassen, anschließend war der Trupp verschwunden. Zurück bleiben nur die vier Kerle, deren Aufgabe es war, nach Anbruch der Nacht die Farm in Brand zu stecken. Das hatten sie auch getan. Caroline hatte nun keine Ahnung, wo James mit Bill hin verschwunden war.

Ausgetrockneter FlussKeezheekoni machte sich nun daran Spuren zu suchen. Trotz der Dunkelheit wurde die Indianerin fündig. Die Spuren führten zu einem ausgetrockneten Flussbett und darin entlang. John und Doc schlichen oberhalb des Ufers entlang, Keezheekoni und Ming folgten den Spuren im Flussbett. Nach einer halben Stunde Marsch erreichten sie ihr Ziel. Dort wo der Fluss einst einen kleinen Wasserfall hinabgestürzt war, befand sich nun eine steile Klippe.

Am Rand der Klippe stand der gefesselte und geknebelte Bill Sanhunter. Davor, in der Uniform eines Südstaatenoffiziers, sein Bruder James. Vor diesem hatte sich wiederum eine fünf Mann starke Reihe Soldaten postiert, die Geleit gaben. James Sandhunter war gerade dabei, eine Rede zu halten, die von der Tonlage her langsam, aber sicher, auf ihr Ende zuging - und sicherlich das Ende für Bill bedeuten würde. Das Aufgebot hatte keine Zeit zu verlieren und schritt ein, um das Leben des Farmers zu retten.

Aus der sicheren Deckung eröffneten John und Doc das Feuer, während Keezheekoni zwei Wölfe beschwor und Ming versuchte bei den Kreaturen übernatürliche Angst auszulösen. Leider zeigte nichts richtige Wirkung. Die Soldaten waren gegen die Angriffe scheinbar immun und die Kugeln reichten gerade mal aus, um James anzuschlagen. Also versuchte Ming den bösartigen Sandhunter abzulenken, um das Ende der Rede so lange wie möglich herauszuzögern. Das war zwar erfolgreich, reichte aber nicht aus, um einen echten Vorteil zu erlangen. Die Situation wurde immer bedrohlicher. Zu allem Übel stieß einer der offensichtlich untoten Soldaten in sein Signalhorn, was sich einfach schrecklich anhörte und dem Aufgebot in Mark und Bein fuhr. Und die Schüsse der Soldaten waren verdammt gefährlich. So gefährlich, dass Doc Quinn beinahe sein Leben aushauchte. Allerdings fiel ihm, schwer verletzt, eine merkwürdige Sache auf.

Sobald das Aufgebot am Boden lag und nicht feuerte, wandten sich die Soldaten ab und lauschten wieder der Rede ihres Kommandanten. Doc setzte nun alles auf eine Karte. Ihm war bewusst, dass er Bills Leben riskierte, aber niemand hatte noch eine Idee, was man machen konnte. Also gab Sheriff Doc Quinn den Befehl das Feuer einzustellen und sich ruhig zu verhalten.

James Sandhunter drehte sich nun wieder zu Bill um und beendet seine Rede: “… und so hast du die Flammen am Horizont erblickt und musst erkennen, dass auch du - verhasster Bruder - deiner Familie nicht beistehen konntest. Du wirst in der Gewissheit weiterleben müssen, sie verloren zu haben, so wie ich meine Familie verlor … Muhahahaha …!” Mit diesen Worten lösten sich James Sandhunter und seine Soldaten auf.

Bill Sandhunter wollte sich schon in den Abgrund stürzen, doch das Aufgebot hielt ihn rechtzeitig auf. Sie erklärten ihm, dass seine Familie in Sicherheit war und brachten ihn zur Farm zurück. Überglücklich schlossen sich die Sandhunters in die Arme …

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Deadlands - Zufallsbegegnungen in New Mexico

Erstellt von Taysal am 17. September 2009

Um mir bei Deadlands: Reloaded ein wenig die Arbeit zu erleichtern, habe ich mir ein Dokument für “Zufallsbegegnungen” in New Mexico zusammengestellt. Das Ding wird mit einem Pokerdeck abgefragt und fördert auch die eigene Kreativität, da es teilweise auch als Mini-Abenteuergenerator funktionieren kann.

Download als PDF: begegnungen_new_mexico

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Abenteuer 1939 (03) - Das Gold von Eldorado

Erstellt von Taysal am 17. September 2009

Während Pedro das Gepäck und die Kiste mit den beiden Edelsteinen verstaute, sahen sich Catherine-Lucy, Ronny McCan und Melody Monroe um. McCans Blick fiel dabei auf auf den Wellblechhangar des kleinen Flugfelds. Vor den Toren lagen einige aufgerissene Reisekoffer und Frauenkleider waren über den Boden verstreut. Zwei Nazis standen Zigarette rauchend vor der Zugangstüre und unterhielten sich lachend.

Der Agent des MI6 runzelte die Stirn und fragte bei Pedro wegen der Nazis nach. Der mexikanische Pilot erklärte, dass die Deutschen vor einige Stunden aufgetaucht seien und eine Frau aus der abflugbereiten Maschine nach Las Paz gezerrt und in den Hangar geschleppt hätten. Irgendwann sei ein Nazi-Offizier aufgetaucht, der nach kurzer Zeit mit seinen Leuten in eine deutsche Transportmaschine stieg und abflog. Einige seiner Soldaten ließ er beim Hangar zurück, ebenso die Frau.

Catherine-Lucy, Melody und Ronny seufzten. Es war klar, worauf die Sache hinauslief. McCan übergab die Edelsteine in die Obhut von Pedro und Melody. Die beiden sollten die Artefakte in Sicherheit bringen und dann wieder zurückkommen. Die Augen des Kilquato durften auf keinen Fall in die Hände der Nazis fallen,  aber die Frau brauchte sicherlich Hilfe. Während die Maschine also aufs Flugfeld fuhr und dann Richtung Norden abhob, überlegten sich Catherine-Lucy und Ronny einen Plan. Der britische Agent hatte auch schon eine Idee.

Kurz darauf näherte sich Catherine-Lucy den beiden Wachen am Eingang. Die hübsche Studentin der Archäologie hatte bereits im Vorfeld durch ein Fenster einen vorsichtigen Blick in den Hangar geworfen. Die Frau, eine Brasilianerin, war auf einen Stuhl gefesselt, Ihre Kleidung war unordentlich und eingerissen, zwei Soldaten bewachten sie. Um die Männer sollte sich McCan kümmern, währendCatherine-Lucy Dixon die Ablenkung übernahm. Das gelang ihr auch wunderbar.

Major McCan schlich zur Hintertüre und öffnete sie vorsichtig ein Stück. Die beiden Nazis lachten gerade hinterhältig und einer gab der Frau einen Schlag ins Gesicht, bevor er einen Blick in ihre Bluse warf. McCan beschloss einzugreifen. Er rief einige undeutlich Worte auf deutsch - die ihm Catherine-Lucy eingetrichtert hatte - und legte sich hinter der Türe auf die Lauer. Tatsächlich, eine der Wache kam zur Türe hinaus, um nach dem Rechten zu gucken. McCan drückte die Türe zu und schlug mit dem Knauf der Machete zu, mehrmals, bis der Soldat bewusstlos zu Boden sank.

Schnell schlüpfte Ronny in die Uniform des Mannes, zog sich die schlecht sitzende Hose zurecht und öffnete dann die Türe. Mit der Machete hinter dem Rücken näherte er sich dem Nazi und versuchte dabei sein Gesicht im Schatten zu halten. Dennoch wurde der deutsche Kamerad misstrauisch, aber McCan brachte ihn mit ein, zwei, drei Hieben zum Schweigen. Die Augen der Gefangenen flammten dankbar auf.

Zwischenzeitlich wurde die Situation für Catherine-Lucy bedrohlich. Die beiden Schurken warfen eindeutige Blicke in ihren Ausschnitt und einer legte seine Hand vulgär auf die Schulter der jungen US-Amerikanerin. Glücklicherweise öffnete McCan nun die Türe zum Hangar und versuchte erneut eine Ablenkung, aber wieder machten ihm seine mangelnden Sprachkenntnisse einen Strich durch die Rechnung. Die beiden Nazis gingen auf Ronny los, wurden aber von Catherine-Lucy überrascht, die den Agenten des MI6 tatkräftig unterstützte.

Die Nazis wurden gefesselt und geknebelt, dann unterhielten sich Ronny und Catherine-Lucy mit der nun befreiten Frau, die weinend ihre Kleider ordnete. Es handelt sich dabei um Maria Korda, die aus Belem stammte und mit Gomez Korda verheiratet war. Gomez hatte bis vor ein paar Monaten als Pilot gearbeitet, dann aber gekündigt und in La Paz einen Schmuckhandel eröffnet. Die Geschäfte gingen gut und nun hatte er beschlossen, Maria nachkommen zu lassen. Gerade als sie das Flugzeug besteigen wollte, tauchten die Nazis auf und nahmen sie gefangen. Maria hatte eigentlich schweigen wollen, doch die Deutschen schlugen sie so lange, bis sie ihnen alles erzählte. Da Maria Vertrauen zu Catherine-Lucy und Ronny gefasst hatte, erzählte sie ihnen ebenfalls worum es ging.

Gomez hatte bei einem seiner letzten Buschflüge ein verlassenes Gebiet im bolivianischen Dschungel überflogen und dabei ein kleines Tal entdeckt, in dem alles aus Gold war. Er war dann dorthin aufgebrochen und mit den Taschen voller Gold zurückgekehrt. Seinen Erzählungen nach, musste es das sagenhafte Eldorado sein. Gomez war mit seinen Geschäften etwas unvorsichtig und der plötzliche Reichtum hatte wohl die Nazis aufmerksam werden lassen, so jedenfalls Maria Korda. Sie wollten unbedingt wissen woher das Gold stammte und wo Gomez zu finden sei. Dann machten sich die Nazis auf den Weg nach La Paz.

Die Deutschen hatten nun einen Vorsprung von mehreren Stunden und das nächste Flugzeug startete erst in einer Woche. Zwar gab es eine alte Maschine im Hangar, doch Catherine-Lucy und Ronny hatten zu wenig Geld dabei, um das Flugzeug zu kaufen. Hier konnte allerdings Maria aushelfen. Sie zeigte Catherine-Lucy eine kleine Arzttasche, die bis zum Rande mit goldenen Insekten gefüllt war. Maria erklärte, dass diese Miniaturen Gomez’ Spezialität seien. Er fertigte daraus Anhänger und Ohrringe an. Sie selbst trug ebenfalls einen kleinen goldenen Käfer um den Hals. Catherine-Lucy war fasziniert, wie detailliert die Figuren gefertigt waren.

HavillandJedenfalls war es nun kein Problem das Flugzeug zu kaufen. Der Major schickte noch ein Teleramm an Melody nach Mexiko Stadt, dann ging es ab in die Luft. Ziel: La Paz in Bolivien!

Der Flug verlief ohne Probleme und auch die Landung war sanft. Ronny war ein guter Pilot und hatte alles im Griff. Kaum auf dem Boden aufgesetzt und die Maschine untergebracht, ging es mit dem Taxi in die Innenstadt La Paz’. Gomez Korda wohnte über einer Tanzschule, die leicht zu finden war. Ronny McCan wusste, dass die Nazi vor ihnen angekommen waren und mahnte die beiden Frauen zur Vorsicht. Tatsächlich war die Türe zur Wohnung aufgebrochen - aber von Gomez oder den Deutschen keine Spur. Dem Zustand der Wohnung nach, waren die Deutschen bereits da und hatten Gomez Korda gefunden. Jedenfalls stand an der Wand ein Stuhl, zu dessen Füßen Stricke auf dem Boden lagen. Maria bekam einen Weinkrampf. In diesem Augenblick wurden Schritte im Treppenhaus laut, die sich der Wohnung näherten.

Catherine-Lucy nahm Maria zur Seite und zog sie ins Schlafzimmer hinein, während Ronny hinter einem Schrank in Deckung ging. Ein wohlbeleibter Bolivianer in weißem Anzug und mit breitem Hut stapfte wütend in die Wohnung hinein und fluchte laut. Der Major trat nun hinter dem Schrank vor und stellte sich dem Fremden vor. Die beiden Frauen blieben erst einmal in Deckung.

Bei dem Mann handelte es sich um Jorge Sanjines, einen Schmuckhändler und Geschäftspartner von Gomez Korda. Völlig aufgelöst berichtete er davon, dass alle seine Kunden, die Schmuck von Gomez erhielten, an einer mysteriösen Krankheit litten. Übelkeit, Haarausfall und allgemeines Unwohlsein waren Anzeichen. Auch er, Sanjines, litt bereits schon darunter und vor wenigen Stunden war eine Kundin verstorben.

Nun kamen auch Catherine-Lucy und Maria ins Zimmer. Sofort zeterte Sanjines los, doch Ronny konnte ihn beruhigen. Er versprach dem Händler Gomez aufzuspüren und der Sache auf den Grund zu gehen. Jorge Sanjines beruhigte sich etwas und ging wieder. McCan und Catherine-Lucy Dixon hatten nun genug Zeit, um die Wohnung genauer zu untersuchen. Tatsächlich entdeckten sie einige mit Blut an die Wand gekritzelten Buchstaben, die nach genauerer Betrachtung ein Wort ergaben: Chinuhimcha. Ein Dorf auf der anderen Seite der Berge. Die Nazis mussten Gomez Korda dorthin verschleppt haben.

Catherine-Lucy schlug vor, erst einmal einen alten Bekannten aufzusuchen, und zwar ihren ehemaligen Professor der Archäologie und Mentor: Doktor Clarke Miller. Miller hatte es vor einem Jahr nach La Paz gezogen. Er war nun Dozent an der hiesigen Universität mit Fachgebiet südamerikanische Goldstädte.

Miller war hocherfreut Catherine-Lucy wiederzusehen und seine Begrüßung fiel sehr herzlich aus. Er hörte sich genau an, was seine ehemalige Lieblingsstudentin zu berichten hatte und zog noch zwei weitere Kollegen zu Rate. Somit ergab sich ein plausibles Gesamtbild, das sich mit einigen alten Überlieferungen deckte.

Einst sollte ein Stern vom Himmel gefallen und inmitten der prächtigen Stadt Eldorado niedergegangen sein. Die Bewohner Eldorados - einer großen Stadt in einem kreisrunden Talkessel - seien schon immer zu stolz auf ihren Reichtum gewesen sein und nun wurden sie von den Göttern gestraft, denn der Stern habe Gold geweint und ganz Eldorado mit seiner Trauer über den falschen Stolz zum Schweigen gebracht. Miller schloss daraus nun, dass ein Meteorit Eldorado getroffen und das ganze Tal mit einem feinen Goldfilm überzogen habe, so dass jegliches Leben erstickt wurde. Als Beweis führte Miller auch den Anhänger Maria Kordas an. Dabei handelte es sich keinesfalls um ein Schmuckstück, sondern um ein mit Gold überzogenes Insekt.

Wobei Gold ebenfalls falsch war, denn es handelte sich um eine radioaktive Golduranlegierung. Deren radioaktive Strahlung war auch der Grund für die Erkrankungen der Käufer. Gomez Korda hatte den Tod verkauft. Auch Maria Korda zeigte bereits die ersten Anzeichen einer Strahlenerkrankung und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sterben würde. Das war somit auch die Erklärung für den Fluch von Eldorado.

Ronny telegrafierte nun dem MI6 einen Bericht und setzte auch eine Meldung an den Flugzeugverkäufer in Belem ab, dass das Gold leider tödlich sei. Catherine-Lucy brachte Maria in einem Hotel unter, dann wurden Reisevorbereitungen getroffen. Die Nazis waren sicherlich nicht hinter dem Gold, sondern hinter der radioaktiven Legierung her. Sie mussten unbedingt aufgehalten werden …

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Abenteuer 1939 (02) - Die Augen von Kilquato

Erstellt von Taysal am 12. September 2009

Von New York nach BelemVon Manaus aus ging es noch einige Kilometer den Fluss hinauf, dann legte die Amazonia an einem kleinen Fischerdorf an. Von hier stammte der Bericht der Missionare, also musste sich das Auge des Kilquato in der Nähe befinden.

Kaum hatte die Expedition einen Schritt ans Ufer getan, da waren sie auch allesamt von Eingeborenen umringt, die freundlich und hilfsbereit waren - und Geschenke verlangten. Glücklicherweise gab es genug Glasperlen, Schokolade und Kämme an Bord, um beinahe alle zufriedenzustellen. Der Stammesälteste und seine Männer wollten natürlich Waffen, doch Melody Monroe und Major McCan sahen keinen Grund, gegen geltende Gesetze zu verstoßen.

Bei Catherine-Lucy Dixon sah die Sache etwas anders aus. Als der Stammesälteste durchblicken ließ, dass er über einige Informationen zum gesuchten Ort verfügte, übergab ihm die junge Studentin eine ihrer Damenpistolen. Der gewiefte alte Häuptling leierte ihr auch noch ein paar Patronen aus dem Ausschnitt, dann rückte er mit der Sprache raus.

Den Indios waren einige Ruinen im Landesinneren bekannt, über die schreckliche Gerüchte im Umlauf waren. Angeblich kehrte niemand mehr zurück, der sich dorthin wagte. Und manchmal, tief in der Nacht, waren Lichter aus der Richtung zu sehen. Manche Indios behaupteten sogar, dort würden grausame Krieger Krokodile anbeten. Das klang genau nach dem Punkt auf der Karte, den die Expedition suchte. Schnell waren die Sachen gepackt und es ging zu Fuß weiter.

Der Marsch durch den Urwald war beschwerlich und gefährlich. Insekten, Skorpione, Spinnen und Panther waren die Herren des Gebiets und zu allem Übel plauderte Catherine-Lucy munter drauf los - wenigstens schien sie damit die Moskitos auf Abstand zu halten. Außerdem zeigte sie freudig ihre beiden Talismane herum, die sie bei dem Stammesältesten gegen weitere Patronen eingetauscht hatte.

Nach einigen Stunden erreichten die drei einen kleinen Fluss, den es zu überqueren galt. Knochen am Ufer deuteten auf Raubtiere hin und im Fluss selbst schienen einige Raubfische zu hausen. Also suchte der Major nach einem stabilen Baum und schob schlussendlich, mit Hilfe der beiden Ladys, das morsche Ding übers Wasser. Viel schien es ja nicht auszuhalten - also wurde Catherine-Lucy zuerst hinübergeschickt. Immerhin war sie die Leichteste. Zur Sicherheit band ihr Major McCann ein Seil um.

Gekonnt balancierte die junge Frau über den Baumstamm, der durch die unerwartete Bewegung einige Piranhas anlockte. Die knabberten testweise ein wenig am Stamm, ließen dann aber wieder ab. Catherine-Lucy befestigte nun das mitgenommene Seil an einem Baum und Melody Monroe folgte. Auch hier probierten die Raubfische ein Stück des Stamms, der nun auch ziemlich tief im Wasser lag. Ronny McCan ahnte Schlimmes und entschloss sich, lieber sofort am Seil entlang zu hangeln.  Kaum auf der anderen Seite angekommen, ging es weiter.

KrokodilNur wenige Kilometer weiter erreichte die Expedition einen kleinen, sumpfigen Teich. Einige Krokodile hielten sich hier auf und sahen träge zu den Neuankömmlingen hinüber. In dem Augenblick bemerkte Melody frische Stiefelabdrücke im Schlamm - hier war noch jemand anderes!

Sie rief McCan eine Warnung zu, dann gaben sich die Nazis auch schon zu erkennen und feuerten aus den umliegenden Büschen. Catherine-Lucy warf sich fluchend in den Schlamm und feuerte mit ihrer Damenpistole, Melody schaltete ihren Flammenwerfer heiß und Ronny rannte mit der Machete auf die Büsche zu. Die Deutschen waren ziemlich überrascht vom dem Gegenangriff und innerhalb kurzer Zeit außer Gefecht. Einzig der SS-Offizier war ein standhafter Gegner, der keinesfalls aufgeben wollte. Schlussendlich traf ihn ein Schlag am Kopf und er war ebenfalls hinüber.

Melody beschloss mit ihrem Flammenwerfer durch die Gegend zu streifen, um der Expedition den Rücken freizuhalten. Die beiden anderen sollten schon mal vorgehen. Catherine-Lucy und Ronny McCan waren einverstanden. Zuvor warf der Major die Toten zu den Krokodilen, um die Spuren zu verwischen. Dabei übersah er leider, dass einige der Nazis noch lebten und nun von den Krokodilen zerrissen wurden. Glücklicherweise war Catherine-Lucy schon einige Meter weiter und sah das Elend nicht. McCan selbst wurde blass vor Schreck. Mit Bedauern ging es nun weiter …

Zwei Kilometer weiter öffnete sich der Dschungel ein wenig und ging in dicht bewaldetes Hügelland über. Der Fluss, den die Expedition vor einiger Zeit überquerte, hatte hier im Gebiet seinen Ursprung. Ronny machte Catherine-Lucy ein Zeichen in Deckung zu gehen und deutete mit der Hand nach vorne. Dort befand sich eine breite und stabile Holzbrücke, die auf mehreren Steinpfeilern ruhte. In ihrem Zentrum stand eine mehr als drei Mann hohe steinerne Statue, die ein gigantisches und bösartiges Krokodil darstellte, das nur noch ein Auge besaß - dargestellt durch einen große gelben Edelstein: Das Auge von Kilquato!

Vor der Statue klaffte ein Loch im Boden, von dem aus Rampen in den Fluss hineinführten. Um diese Rampen herum bewegten sich einige hungrige Krokodile, die scheinbar auf etwas lauerten. Das war wohl der Indio, der gefesselt und schreiend vor der Statue lag. Über ihn beugte sich ein hagerer Eingeborener, der einen halben Krokodilschädel als Kopfschmuck trug und mit einem Opferdolch Zeichen in die Luft vor sich ritzte. Eine Hand voll Kultisten hockten hinter ihm und gaben einen monotonen Singsang von sich.

Ronny und Catherine-Lucy schluckten schwer. Dem Mann musste geholfen werden. Schnell hatte der Major einen Plan entworfen. Er entfernte sich ein Stück von Catherine-Lucy und trat dann aus dem Unterholz, um die Kultisten mit einigen Beleidigungen zu reizen. Das klappte auch hervorragend und Major McCan nahm die Beine in die Hand. Allerdings hatte er keine Ahnung, wie es weitergehen sollte. Seine Erfahrungen aus Indien konnte er jedoch einsetzen, um im Dschungel außer Sicht seiner Verfolger zu bleiben und dann einen Baum hinaufzuklettern.

Catherine-Lucy sah dem flüchtenden Major nach und blickte dann zur Brücke. Verdammt! Der Schamane stand noch immer dort und wartete nun auf die Rückkehr seiner Anhänger. Die Archäologiestudentin atmete tief durch, dann schlich sie mit bebendem Busen seitlich zur Brücke und hangelte sich - über die Köpfe der Krokodile - auf die andere Seite. Leise und geduckt eilte sie zu dem gefesselten Mann und machte ihm Zeichen ruhig zu bleiben. Glücklicherweise sprach der Gefangene Spanisch und Catherine-Lucy erklärte ihm ihren Plan, während sie die Fesseln Durchschnitt.

Wie abgesprochen zählte sie bis drei, gab das Angriffszeichen und - der Befreite rannte mit Catherine-Lucys Machete in die andere Richtung davon. Der Schamane drehte sich langsam um und war wenig erfreut. Er grinste bösartig und entblößte dabei seine angespitzten Zähne. Catherine-Lucy schluckte schwer und eröffnete dann das Feuer.

Major Ronny McCan saß derweil in seinem Baum fest. Die Kulstisten standen genau unter ihm und sahen aufmerksam in den Dschungel hinein. Vorsichtig holte der Agent des MI6 Dynamit aus seiner Tasche und steckte die Lunte in Brand. in dem Augenblick in dem er den Sprengstoff fallen ließ wusste McCan, dass er ein Problem hatte. Die Explosion setzte die Indios zwar außer Gefecht, aber auch der Baum kippte nun und stürzte zur Erde. Ronny tat es nun den Affen gleich und sprang zu einem anderen Baum hinüber. Mit knapper Not konnte er einen Ast ergreifen und sich festhalten.

In der Zwischenzeit musste Catherine-Lucy erkennen, dass ihre Kugeln nur wenig Wirkung zeigten. Aber auch der Schamane hatte Probleme und wurde wütend. Er schleuderte aus seinen Fingerspitzen Krokodilzähne, doch die spitzen Geschosse wurden teilweise von einem der Talismane abgewehrt, die um den Hals der Studentin hingen. Die junge Frau zielte nun etwas genauer und pustete den Schamanen schlussendlich doch um - kurz bevor Ronny mit blauen Flecken und blutigen Striemen aus dem Dschungel kam.

Die beiden sahen nun zu der Statue hinauf. Dort war es, das Auge des Kilquato. Catherine-Lucy ließ sich von Ronny mit Hilfe eines Seils nach oben ziehen und löste das Auge aus seiner Fassung. Endlich hatte sie ein Artefakt in ihren Besitz gebracht, ihr erstes Artefakt. Catherine-Lucy war stolz auf sich. Zu ihrer Begeisterung stellte sie fest, dass sie die Krokodile in der Nähe unter ihrer Kontrolle hatte. Also ließ das New Yorker Society-Girl die Reptilien neben Major McCan Aufstellung nehmen. Als sie eine Hand von dem Juwel löste, versuchten die Krokodile allerdings nach dem Briten zu schnappen. Rechtzeitig übernahm Catherine-Lucy wieder die Kontrolle und schickte die Reptilien den Fluss hinab, wo sie artgerecht weiterleben sollten.

Mit dem gelben Edelsten im Gepäck, machten sich die beiden Abenteurer nun auf der anderen Seite der Brücke auf, um die nahen Ruinen zu untersuchen. Dabei entdeckten sie einen schmalen Pfad, der zu einem Höhleneingang führte. Neugierig begannen sie die Höhle zu untersuchen.

Bereits der Eingang schien eine Falle zu sein. Der ganze Boden bestand aus Trittplatten, in die Tierzähne eingelassen waren. Catherine-Lucys Talismane erwiesen sich erneut als hilfreich, denn so erkannten die die Krokodilzähne, denen es zu folgen galt.

Die Höhle war offensichtlich das Versteck des kleinen Kultes, den Catherine-Lucy Dixon und Major Ronny McCan zerschlagen hatten. Doch neben kargen Wohnhöhlen, gab es auch eine Höhle mit Wandmalereien, auf deren Boden spanische Dublonen verstreut lagen und in dessen Zentrum sich ein Teich befand. Am Grunde dieses Teichs war manchmal eine rote Reflektion zu sehen. Für die Abenteurer stand fest: Es musste noch ein zweites Auge geben!

Da der rote Schein manchmal näher kam und dann wieder absank, vermutete Catherine-Lucy, dass ein Krokodil das Auge trug. Als nutzte sie den gelben Edelstein, um das Reptil zu rufen. Ihre Vermutung stimmte beinahe, allerdings trug Kilquato selbst den roten Stein als Auge und wurde nun aus seinem Schlaf geweckt. Wütend stieg er aus den Tiefen auf, um die Ungläubigen zu verschlingen.

Der Major und die Studentin waren ziemlich froh, dass der Gang zur Teichhöhle so schmal war. Sie lockten das gigantische Krokodil hinein und sprangen auf dessen Rücken, um mit vereinten Kräften das eine Auge ebenfalls zu entfernen. Kultistenspeer und Schrotflinte leisteten dabei gute Arbeit. Während sich Catherine-Lucy den roten Edelstein schnappte, wurde McCan gegen die Wand geschleudert und beinahe erdrückt. Im letzten Augenblick hechtete er zu seiner jungen und nervigen Begleiterin. Gemeinsam erhoben sie die Edelsteine und forderten den Krokodilgott zu einem Duell des Willens heraus. Sekunden glichen einer Ewigkeit, dann unterwarf sich Kilquato seiner eigenen Macht. Schläfrig zog er sich in den Teich zurück, sank zu Boden und fiel dort in einen ewigen Schlaf …

Für Catherine-Lucy war nun die Zeit gekommen, ihre Kamera auszupacken und einige Rollen Film abzudrehen. Der Major war im ersten Augenblick  angesäuert, doch als er die Kamera surren hört, da zeigte McCan auch schon die erbeuteten Souvenirs und präsentiere stolz die Edelsteine. Catherine-Lucy war sicher, damit auf der nächsten Party Eindruck schinden zu können.

Nach dem Dreh führte der Weg zur Amazonia, wo Melody Mondroe schon wartete. Mit dem Boot ging es über den Amazonas nach Belem. Die Piraten hatten ihre Lektion wohl gelernt und blieben den Abenteurern fern. José war traurig seine neuen Freunde verabschieden zu müssen und wünschte ihnen noch viel Glück.  Nach einem innigen Abschied machten sich die Abenteurer auf zum Flugfeld. Dort wartete Pedro bereits mit seine Maschine, bereit die kleine Expedition wieder sicher in die Vereinigte Staaten zu bringen …

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Deadlands: Reloaded - 4 Minutes to Midnight

Erstellt von Taysal am 5. September 2009

Das Aufgebot kehrte ohne weitere Zwischenfälle nach Steins zurück. Die Ereignisse der letzten Nächste steckten ihnen noch in den Knochen und sie waren froh, erst einmal ausruhen zu können. Die Ruhe wurde von Senator Samuel Stiller gestört, der mit dem Zug aus Tombstone kam und die Interessen Arizonas vertrat.

Am Abend seiner Ankunft lud er die Geschäftsleute Steins in den Black-Soul-Saloon ein und gab erst einmal eine Runde, bevor er mit der Sprache herausrückte. Auch Doc Quinn war anwesend und lauschte aufmerksam den Worten. Dem Senator war daran gelegen, das grenznahe Steins nach Arizona zu holen. Die kleine Stadt kannte weder Gesetze, noch Gesetzeshüter und die Regierung in Santa Fe kümmerte sich einen Dreck um Steins. Da sei es doch kein Problem sich Arizona zugehörig zu erklären und alle damit verbundenen Annehmlichkeiten zu genießen.

Einige Leute dachten tatsächlich über das Angebot nach, doch die meisten standen der Sache misstrauisch gegenüber. Auch Doc Quinn sprach sich gegen den Wechsel aus und seine Argumente sprachen den meisten anderen Leuten aus dem Herzen. Stiller zeigte Verständnis und schlug vor, erst einmal eine Woche zu warten und alles in Ruhe zu überlegen.

Weit nach Mitternacht bemerkte der neue Angestellte von Westwood Freights - Isaac - ein helles Flackern im Lagerraum. Obwohl er sehr müde war stand er auf, um nachzusehen. Das Blut gefror ihm beinahe in den Adern, denn das Lager stand in Flammen. Und inmitten des Feuers stand ein Mensch, aus dessen Körper Flammen schlugen und der mit seinen toten, leeren Augen Isaac anstarrte. Der zog sofort seinen Revolver und pustete die Kreatur mit einem Schuss um. Der Körper fiel in sich zusammen und die Flammen erloschen. Rasch schnappte sich Isaac die Geldkassette und lief aus dem Haus.

feuer_westwoodAuch die restliche Stadt kam nun zusammen und Isaac versuchte einen Löschtrupp zu organisieren. Als er dabei einen Blick in den brennenden Lagerraum warf, sah er wie das Feuer über die tote Kreatur herfiel und sich diese zuckend erhob.  Die Flammen hatten den Toten zurück in sein unheiliges Leben geholt. Ungeachtet der Gefahr schnappte sich Isaac einen Eimer Wasser und stürmte durch die Hintertüre ins lodernde Inferno, um das Wasser auf die Kreatur zu schütten. Leider verfehlte er den brennenden Toten und zog sich nur Brandwunden zu. Angeschlagen rannte Isaac wieder hinaus - und der Tote folgte ihm.

Isaac beschloss nun, auf den Wasserturm zu klettern und von dort mit Wasser zu schütten, doch der Wasserturm stellte sich als Sackgasse ohne Hoffnung heraus. Zu allem Übel griff der brennende Tote nach der Holzleiter des Turms und ließ sie in Flammen aufgehen. Etwas Böses war hier am Werk. Isaac versuchte mit einem beherzten Sprung den benachbarten Lokschuppen zu erreichen, doch er verfing sich beim Absprung und stürzte, durch die brennende Leiter, nach unten in den Tod. Anschließend fiel der brennende Turm ebenfalls in sich zusammen und begrub Isaac unter sich.

Auch an anderer Stelle war ein brennender Toter unterwegs. Er schritt durch die Chinesengasse auf die Wäscherei zu - als gerade Doc Quinn um die Ecke kam. Er hatte die Versammlung verlassen und war auf dem Weg nach Hause, als er die Kreatur sah und sofort begriff, das höchste Eile geboten war. Der Doc riss eine Decke von einer Wäscheleine und rannte auf den brennenden Toten zu - um den armen Mann zu löschen. Verwundert blickte Doc auf die Decke in seinen Händen, die bei der Berührung mit dem brennenden Toten augenblicklich zu Asche verbrannte. Das schien das nahe Ende für den ungläubigen Arzt, doch glücklicherweise hatte sich Keezheekoni an die Fersen des weißen Mannes gehängt und griff rettend ein. Mit Pfeil und Bogen lenkte sie das Wesen solange ab, bis sich Doc Quinn einige Schritte zurückgezogen hatte. Da geschah auch schon das Unglück … Keezheekoni verzog einen Schuss und der Pfeil raste schnurstracks hoch in den Nachthimmel. Verdutzt blickte die Schamanin hinterher, da kam der Pfeil auch schon zurück und traf sie am Auge. Autsch!

Die Situation sah nun schlimm aus, doch wild ballernd erschien nun John Smith aus einer der Seitenstraßen. Der Spieler hatte die drohende Gefahr bemerkt und war sofort herbeigeeilt. Der brennende Tote war jedoch schwerer zu erledigen als gedacht, aber einige Kopfschüsse machten auch dem widernatürlichsten Monster ein Ende - bisher jedenfalls.

Auch Violet McDonald - die hübsche Hure - begegnete unvermittelt einem der brennenden Toten. Dieser war beim Pioneer eingedrungen und war gerade dabei das Büro in Brand zu stecken. Violet schnappte sich sofort Sand und versuchte die Flammen zu ersticken, doch vergeblich. Sie machte nur den brennenden Toten auf sich aufmerksam. Plötzlich, von einem Augenblick auf den anderen, erloschen die Flammen der Kreatur und sie löste sich in Asche auf. Auch die beiden anderen Wesenheiten lösten sich auf und ließen keine Spur zurück.

Ein Gebäude zerstört, Panik auf den Straßen, ein Toter und der Wasserturm hinüber. Eine miese Bilanz, doch Senator Stiller griff sofort helfend ein. Er versprach mit harten Dollars die Reparatur der Schäden zu unterstützen und erklärte, dass Arizona in solch einer heißen Gegend eine Feuerwehr organisieren würde - mit Leuten, die aus Arizonas Kasse bezahlt würden. Das sorgte natürlich für Zustimmung, aber bei Doc eher für Misstrauen. Vor allem, da Stiller ihn zuvor zu bestechen versucht hatte.

Crosshands HutDie nächsten zwei Tage verlief nun ruhiger. Isaac wurde beigesetzt, Westwood Freights sollte neu aufgebaut werden und der Pioneer konnte seinen normalen Betrieb wieder aufnehmen. Da ritt ein einsamer Reiter in schwarzem Staubmantel in die Stadt ein - in seinen Holstern zwei Colts mit den Griffen nach vorne und der Hut tief in die Stirn gezogen. Und auf dem Hut prangte einsam ein silberner Sheriffstern: Jebediah “Crosshand” Baker war in der Stadt.

Crosshand war dafür bekannt, dass er unheimlich schnell zog und nie verfehlte. Er verdiente seine Dollar als freier Sheriff, den man eine Zeit lang anwerben konnte. Die letzten Jahre hatte er in Arizona verbracht, nun tauchte er in Steins auf. Sofort war klar, dass Stiller seine Finger im Spiel hatte. Und etliche Leute wussten zu berichten, dass Crosshand den Ärger eher anzog, als ihn zu vermeiden.

Senator Stiller berief am Abend wieder eine Versammlung ein und erklärte den Leuten, dass die kürzlichen Brandstiftungen und die Gewalt in Steins in dazu veranlasst hätten, Crosshand nach New Mexico kommen zu lassen. Natürlich auf Kosten Arizonas, um Steins zu zeigen, was ein guter Sheriff alles erreichen kann. Vor allem Reverend Bishop war von der Idee ganz angetan, während Doc Quinn auch hier wieder anführte, dass er die Idee für schlecht hielt. Doch auf den Doc wollte vorerst niemand hören.

Am nächsten Tag kam es auch prompt zum ersten Zwischenfall. Vier mexikanische Schläger hatten auf der Straße Ärger gesucht und ihn auch gefunden. Sie standen nun Crosshand gegenüber, der sich der Sache annahm. Doch er war nicht alleine - sehr zu Stillers missfallen, der von seinem Balkon die Szenerie beobachtete. Doc Quinn, Julie Strow und der junge Chinese Ming Wong hatten ebenfalls Stellung bezogen und standen Crosshand zur Seite. Es wurde gezogen und bevor die Mexikaner reagieren konnten, hatte es sie schon erwischt.

Doc sah sofort nach, ob einer der Mexikaner überlebt hatte. Einer der Männer hustete noch Blut,  es ging mit ihm zu Ende. “Das … war … aber … nicht …” stieß er noch hervor, dann war er tot - und Doc Quinn misstrauisch.

Das Aufgebot beschloss nun auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen. Die Auseinandersetzung zwischen Crosshand und den Mexikanern sah gestellt aus. Zudem waren die Mexikaner zu Fuß nach Steins gekommen - also mussten sie irgendwo ihr Lager haben.

Doc Quinn, Keezheekoni, John Smith, Julie Strow und Ming Wong machten sich auf den Weg, um das Versteck der Mexikaner zu finden. Keezheekoni entdeckte schon bald einige passende Spuren und das Aufgebot folgte der Schamanin bis zu einem kleinen Hochplateau. Leise schlichen alle einen schmalen Pfad nach oben. Tatsächlich, dort hockte eine große Bande mexikanischer Gesetzesloser und schmiedete gerade Pläne, um Steins zu überfallen. Genau der richtige Zeitpunkt, um zuzuschlagen.

Das Aufgebot feuerte überraschend aus der Deckung. Blaue Bohnen flogen durch die Luft und die Mexikaner waren auf dem Präsentierteller. Schuss um Schuss fiel ein Bandido nach dem anderen Bandido, bis die Sache schlussendlich  blutig erledigt war. Die Hälfte der Mexikaner war tot, die restlichen Gauner wurden gefesselt und in die Stadt gebracht.

Dort war der Jubel entsprechend groß und alle feierten den Erfolg des Aufgebots. Schnell wurden Rufe laut, Doc Quinn solle neuer Sheriff werden und für Sicherheit und Freiheit in Steins sorgen. Bevor sich der Doc versah, prangte auch schon ein Stern an seiner Brust und er wurde zu Seth Fields ins Büro gebeten. Fields, der von seinem Black-Soul-Saloon aus die Fäden in der Stadt zog - machte Doc Quinn klar, dass ein Sheriff für Recht und Ordnung sorgen sollte, aber nur so, wie er es wollte. Dazu gehörte unter anderem das Abfangen von Telegrammen und den äußeren Anschein zu wahren. Immerhin hatte Fields keine Lust, dass Regierungsstellen Agenten nach Steins schickten. Quinn sagte zu, ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nichts von den kommenden Problemen.

Die tauchten am nächsten Tag auf, als der neugebackene Sheriff die Gefangenen nach Santa Fe bringen bringen wollte, damit sie dort verurteilt und gehängt werden sollten. Cutter, Fields Mann fürs Grobe, erklärte Quinn, dass die Mexikaner hinter dem nächsten Hügel erledigt werden sollten. Für den Sheriff und sein Aufgebot keine Forderung, die sie zu erfüllen gedachten. Kurz darauf saß Cutter gefesselt zwischen den Mexikanern und das Aufgebot im Zug nach Santa Fe.

Nun war guter Rat teuer. Einfach vor den Problemen fliehen? Fields Forderungen nachkommen? Recht und Gesetz ignorieren? Die Fahrt war lange genug, um sich etwas zu überlegen - doch plötzliche Schritte auf dem Dach ließen jedes Gespräch verstummen. Das Aufgebot sah nach, um wen es sich handelte: Crosshand!

Crosshand kam über das Dach des fahrenden Zugs spaziert und gesellte sich zum Aufgebot in den Wagon. Er wirkte gelassen und niemand zweifelte daran, dass es sich um einen gefährlichen Kerl handelte. Aber ein Kerl, der einige Dinge zu erzählen hatte. So packte Crosshand aus, dass er zwar für Stiller arbeitete, aber nur, um die Machenschaften des Senators aufzudecken. Und das Aufgebot hätte nun die Gelegenheit, auch Fields dunkle Seite ans Licht zu zerren. Getrennt voranreiten und gemeinsam ans Ziel kommen, so lautete Crosshands Vorschlag. Würde sich das Aufgebot um Fields kümmern, könne er sich alleine um Stiller kümmern - im Auftrag eines höheren Wohls. Ohne die Hilfe einiger tapferer und aufrechter Leute wäre die Aufgabe für Crosshand schwerer, eventuell unlösbar. Doch der Herr hatte ihm diese tapferen Seelen offenbart.

Brücke über den Deep-Fall-CanyonQuinn, Keezheekoni, Smith, Strow und Ming Wong hielten kurz Kriegsrat, dann sagten sie ihre Hilfe zu. Crosshand war erleichtert und verabschiedete sich. Ohne mit der Wimper zu zucken stieg er aus - bei fahrendem Zug. Blieb nur noch das Problem mit den Mexikanern und Cutter. Nun, die Mexikaner waren eh Pferdediebe und würden sterben. Und Cutter war ein Gauner und Mörder. Also gab Quinn dem Lokführer die Anweisung am Deep-Fall-Canyon Schritttempo über die Brücke zu fahren, während John und Julie die Gefangenen aneinanderbanden. Dann öffneten sie die Türe des Frachtwagons und Julie zwang die Mexikaner mit Waffengewalt zu springen. Sobald die ersten in die Tiefe stürzten, zogen sie die anderen hinterher. Es war ein grausiges Spektakel, doch es diente - laut Crosshand - dem höheren Wohl …

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Opus Anima Investigation

Erstellt von Taysal am 2. September 2009

Opus Anima InvestigationFelix Mertikat, Falk Bongert
Opus Anima Investigation
Grundbuch

Prometheus Games und New Quest
Pocket RPG; DIN A5; Softcover; 104 Seiten
ISBN 9783941077133
Erschienen 2009
www.opusanima.de
www.prometheusgames.de

Klein und handlich, so kommen Rollenspiele im Pocket-RPG-Format daher. In DIN A5 sind sie leichter zu verstauen und griffiger, als die großen Schwestern und Brüder, dafür meist auch mit einem kleineren Schriftsatz versehen und entsprechend schwammigen und grobkörnigen Illustrationen. „Opus Anima Investigation“ aus den Häusern Prometheus Games und New Quest schlägt ebenfalls in diese Kerbe. Schlussendlich muss der Leser und Spieler selbst entscheiden, ob er lieber ein handliches und praktisches Büchlein möchte, oder ein Buch mit detaillierten Illustration, in denen er sich verlieren kann und mit Buchstaben, die auch für ältere Semester ohne Lupe zu lesen sind.

„Opus Anima Investigation“ ist ein Ableger des Rollenspiels „Opus Anima“. Neudeutsch könnte man dieses Rollenspiel auch als Spin-off bezeichnen. Dabei baut es auf den Regeln des Originals auf, die nochmals gestrafft wiedergegeben werden. Aus Eigenschaften und Fertigkeiten wird ein Würfelpool gebildet und die Anzahl der Erfolge ergibt dann ein genaues Ergebnis der geplanten Aktion. Beim Kampfsystem wird ebenfalls das PAI-System des Grundregelwerks eingesetzt, dass in seiner ganzen Unstimmigkeit beibehalten wurde und für konfuse und unlogische Kämpfe sorgt. Sind normale Proben und Aktionen noch äußerst stimmig, so bleibt der Kampf einfach unstimmig.

„Opus Anima“ selbst ist mehr ein Kunstwerk als ein Rollenspiel, da es ansprechend gestaltet wurde und bekannte Elemente des viktorianischen Steampunks mit groteskem Horror und k.u.k.-Versatzstücken kombiniert. Es dauert etwas, sich in diese grandiose Welt einzuarbeiten und die verwirrende Zusammenstellung des Grundregelwerks erschwert den Lernprozess, doch sobald man sich durchgekämpft hat, wird man mit einer faszinierenden und spannenden Welt belohnt, in der das Spielen großen Spaß macht. Doch es ist schwer Zugang zu bekommen. „Opus Anima Investigation“ geht da etwas andere Wege und sorgt für einen leichten und schnelleren Zugang.

Hier gehören die Spieler nämlich zur „Ermittlungsgruppe: Bizzaromantie & Okkultes“ und der Spielleiter schlüpft in die Rolle des Kommissars, um das Spiel zu leiten und dennoch als Teil der Spielgruppe agieren zu können. Eine interessante Idee, kann der Kommissar den Spielern somit zu einem freien Würfelpool verhelfen und wichtige Informationen zukommen lassen, sollte die Handlung einmal ins Stocken geraten.

War in „Opus Anima“ die Charaktererschaffung vollkommen frei, so basiert sie diesmal auf Charakterrollen, die vom Spieler angepasst werden. So gibt es den Bizzaromanten, den Ermittler, den Jungspund, das Schutzkonstrukt, den Sonderserganten für Moral & Ettikette, den Schutzmann, den Tatortermittler und den Techniker. Angeregt wird bei jeder Spielsitzung eine neue Ermittlergruppe zusammenzustellen, doch ist es auch möglich Charaktere weiterzuspielen. Freunde von One-Sheets oder Kurz-Kampagnen werden an dem System jedenfalls ihre Freude haben.

Wurde man im Grundregelwerk angehalten Maata zu spielen, so steht man laut Grundbuch (man achte auf den feinen Unterschied zwischen „Werk“ und „Buch“) diesmal auf der anderen Seite und die Maata sind nur noch Monster, die es zu bekämpfen gilt. Die vielen bunten Facetten des Spiels werden in „Opus Anima Investigation“ also auf Graustufen reduziert, die Tiefe der Welt zu einem seichten Teich, in dem die Ermittler nun fischen.

Neuer Spielplatz der Gruppe ist die Stadt Leuterskoog. Dabei handelt es sich um eine Hafenstadt die viel wert auf Ruhe und Beschaulichkeit legt, ihr ländliches Erbe liebt und exzellenten Käse und Wein zu bieten hat, in der die Industrie keinesfalls das Stadtbild dominieren soll und die Universität Leuterskoogs trotzdem ein Prunkbau moderner Technik ist. Ein Schauplatz der zum Erkunden einlädt und dessen Stadtviertel grob abgehandelt werden. Das ist keineswegs ein Nachteil, denn so bleiben dem Kommissar genug Freiräume, um spannende Fälle zu konstruieren.

Um sich das Leben in Leuterskoog vorzustellen, gibt es auch entsprechende Informationen aus dem Strafkatalog, wie sich die Leute kleiden, wie der Alltag aussieht, was die Stände ausmacht und wie die Mechandros in das Stadtbild passen. Doch über allem schwebt das ständige Geheimnis der Verzerrung, der die Ermittler ja auf der Spur sind. Dabei müssen sie vorsichtig sein, da sonst ihre Seele schnell Schaden nehmen kann und schlussendlich ein wahnsinniger Ermittler in die Anstalt eingewiesen werden muss. Ein durchaus denkbares Szenario.

Immerhin sorgen die Verzerrungen in der Stadt für grauenhafte Monster und merkwürdige Phänomene, denen man auf die Spur kommen muss. Anregungen zu diesen Phänomenen findet man im Buch. So gibt es Spiegel die ihr Gegenüber zeitversetzt spiegeln oder Weine, die alles versteinern. Also genug Ideen für einen erfahrenen Kommissar, um seinen Ermittlern einen interessanten Fall zu präsentieren.

Um die Fälle zu lösen bedarf es natürlich auch der passenden Ausrüstung und Organisation. So wird in „Opus Anima Investigation“ genau erklärt wie die Schutzwacht und die Ermittlergruppe aufgebaut ist und gibt es etliches an Ausrüstung. Im Anhang findet sich sogar ein Materialanforderungsschein und der Charakterbogen wird stimmig als „Personalakte“ bezeichnet. Die Aufmachung ist auch entsprechen und so hat man sofort Lust loszuspielen.

Damit das klappt und spannende Fälle möglich sind, hat der Kommissar natürlich ein eigenes Kapitel für sich, das sogenannte „Handbuch“. Hier erfährt er, was er braucht um einen Fall zu konstruieren, seinen Ermittlern vorzutragen und dann auch noch bei der Lösung mitzuhelfen. Damit die Gruppe auch sofort loslegen kann, gibt es in „Opus Anima Investigation“ das Kurzabenteuer „Einsatz!“. Es handelt von einem Kutschenunglück, in dem die Verletzen mehr Probleme haben als ein paar Knochenbrüche oder Prellungen. Im Laufe der Ermittlungen lösen die Charaktere hoffentlich das Rätsel und kommen langsam auf die Spur eines Erzbösewichts, der zu weiteren spannenden Fällen einlädt.

Im Großen und Ganzen ist „Opus Anima Investigation“ ein kleines und handliches Rollenspiel, das – wie sein großer Bruder – an einem konfusen System krankt. Das wird vor allem in Kämpfen deutlich. Wer tiefer in die Welt eintauchen möchte, sollte sich das Grundregelwerk zulegen. Das gibt es bei Prometheus Games auch als kostenlosen PDF-Download.

Die Gestaltung von „Opus Anima Investigation“ ist gelungen, obwohl es vielen Illustrationen an Details mangelt oder die Schaufreude durch die geringe Größe etwas getrübt wird. Das Layout ist diesmal weniger verspielt und verzerrt, was den Lesefluss ungemein steigert. Noch immer sieht die Aufmachung schick aus und gibt es kleine Spielereien, aber diesmal unterstützen sie den Lesespaß, anstatt ihn zu behindern.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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