Taysals Abenteuerland

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Archiv für November, 2009

Abenteuerdownload - Nordpols Next Top Gans

Erstellt von Taysal am 22. November 2009

Passend zum Spielbericht Nordpols Next Top Gans nun auch das bescheuerte Kurzszenario für den Quickie zwischendurch. Spielbar mit Savage Advent Worlds oder anderen zauberhaft durchgedrehten Savage Worlds.

Download von Nordpols Next Top Gans als PDF.

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Savage Advent Worlds - Nordpols Next Top Gans

Erstellt von Taysal am 20. November 2009

Es geht mit großen Schritten auf die Adventszeit zu und die traditionelle jährliche Adventsrollenspielsitzung findet wie üblich pünktlich statt. Zugegeben, dieses Jahr überpünktlich, um die neuen Regeln zu pauken, einige Charaktere zu entwerfen und schon mal ein wenig zu üben. Wie im Titel des Artikels bereits angedeutet, muss dieses Jahr Savage Worlds als Regelwerk herhalten. Beim Erstellen des Hintergrunds habe ich wenig Wert auf totale Ausgeglichenheit gelegt, sondern einfach den Spaß marschieren lassen. Bisher hat es ganz gut geklappt.

Nur die halbe Belegschaft war anwesend, also wurden die Regeländerungen zügig abgearbeitet. Davon kannte die Hälfte überhaupt das Grundregelwerk, also flugs die wichtigsten Sachen erklärt, die Verantwortung kurzerhand auf eine Spielerin abgewälzt und zwischendurch einen kleinen Ausflug gemacht. Nach der Rückkehr wurden noch immer Charaktere erschafft und die Rufe nach Plätzchen laut. Nach einem kleinen Rat meinerseits lieber weniger zu knuspern, gingen die Tüten auch schon rund. Hinweis: In Savage Advent Worlds sind Bennies Plätzchen und müssen gegessen werden! Da kann ein voller Bauch schnell mal zu Problemen führen, falls mal Aua! abgebaut oder eine Probe wiederholt werden muss.

Clementinen, Plätzchen und Kakao bereit. 3, 2, 1 und losgelegt mit einem  One-Sheet für Savage Advent Worlds, um die Regel ein wenig kennenzulernen: Nordpols Next Top Gans!

Die Sache fing ganz harmlos an. Der Nikolaus rief vier seiner loyalen Kobolde zu sich, namentlich die süße Zuckerherzchen, die sehr vorsichtige Lebkuchensternchen, den altgedienten Spekulatius und die neugierige Brizzel. Die vier Wichtel gehörten zu ZIMT, der Ziemlich Intelligenten Meistertruppe. Sie hatten nun die ehrenwerte Aufgabe das Büro des Nikolaus zu bewachen, damit sich niemand am Goldenen Buch zu schaffen macht. Der Nikolaus hatte allerdings Probleme Brizzel aus dem Büro zu befördern und sperrte lieber ein Herde Gänse dort ein, die unter Führung von Gans Gänseklein ebenfalls auf das Goldene Buch aufpassen sollte. Schnell noch gut abgeschlossen, Knecht Ruprecht auf den Schlitten gepackt und in die Südsee geflogen, um dort das gestrandete Christkind abzuholen.

Natürlich ging in der Werkstatt sofort alles drunter und drüber. Zuckerherzchen hatte den großen Tannenbaum erklommen und ließ sich Christbaumschmuck zuwerfen, um damit die riesige Edeltanne zu schmücken. Alles was daneben ging, und das war einiges, wurde von Lebkuchensternchen im großen Sack vom Nikolaus sicher aufgefangen. Derweil versuchte Spekulatius die Unordnung zu ordnen, doch niemand kümmerte sich darum. Da machte Brizzel eine folgenschwere Entdeckung!

Beim vergeblichen Versuch das Schloss zum Büro des Nikolaus zu knacken, sah sie wie die Gänse eine Schau veranstalteten. Eine der Gänse, mit flauschigem Federkleid und einem Reißverschluss im Nacken, stellte ein Schild mit der Aufschrift “Norpols Next Tog Gans” auf. Daneben stand ein Laufsteg, der an einem großen Brattopf endete. Etliche der Gänse hatten sich sich bereits bis auf die Bikinizone gerupft und standen im Badeanzug parat, um endlich loszulegen. Sie alle waren mit einem Selbstbräuner eingeschmiert, der offensichtlich aus Olivenöl und Paprikapulver bestand.

Brizzel rief sofort Spekulatius, Zuckerherzchen und Lebkuchensternchen zu sich. Spekulatius befand, dass die Plüschgans ein Erpel sein musste, immerhin besaß sie einen flauschigen Schwanz, der ganz aufgeregt wedelte. Für Zuckerherzchen stand jedoch fest, dass da ein Fuchs unter den Gänsen war, der seinen Appetit stillen wollte. Nun war guter Rat teuer, denn das verzauberte Schloss war unknackbar. Also flitzte Brizzel los, um in der Werkstatt ihre neue Maschine zu holen. Währenddessen versuchten die anderen Nikolauskobolde ein Gänsebad im eigenen Fett zu verhindern.

Zuckerherzchen lockte die Gans Gänseklein an die Türe und wirkte einen Zauber, um die Sprache der Gänse zu verstehen. Mit Wichtelzunge versuchte die Nikolauskoboldin der Gans zu erklären, dass da ein Fuchs war, der den Gänsen an den Bürzel wollte. Doch die alte Gans vermutete, dass es sich bei Zuckerherzchen um eine ausgeschiedene Kandidatin handelte. Immerhin hatte ihr die Plüschgans Reineke erklärt, sie wäre kein Fuchs.

Nun verlor Spekulatius die Geduld und schlug mit der Faust gegen das Glas der Bürotüre. Doch auch das Glas war verzaubert und so gab es nur ein paar blaue Flecken. Da hatte Zuckerherzchen die Idee, dass man etwas härteres bräuchte - einen Rammbock. Schwupps lag Zuckerherzchen in der Horizontalen mit dem Kopf voran, jeweils vier Nikolauskobolde an der Seite. Beherzt schritt Spekulatius ein: “Freunde, so geht das nicht. Da muss ein Helm vorne drauf!” Eine gute Idee.

Zuckerherzchen bekam einen Topf auf den Kopf gesetzt und mit Anlauf ging es gegen die Türe, um die Gänse zu retten. Langsam wurde die Zeit knapp. Es schepperte ganz schön heftig und Zuckerherzchens Kopf brummte ziemlich, aber das Glas hatte einen großen Sprung. Also wurde die Nikolauskoboldin nochmals gegen das Glas gedonnert, aber diesmal hielt die Scheibe. Dafür verfomte sich der Topf und drückte Zuckerherzchen ganz schön gegen die Wichtelohren. Wie bekam man nun den Kopf aus dem Topf? Zum Glück wussten die Nikolauskobolde, wie man einen Zahn zog.

Sie hakten den Topf an einem Seil fest, stupsten Zuckerherzchen die hohe Galerie hinunter und drückten Lebkuchensternchen das andere Ende des Seils in die Hand. Die zog nun feste daran und als es einen Ruck gab, leistete sie mit aller Kraft Widerstand. Und tatsächlich, es klappte. Zugegeben, ein weiches Kissen oder ein Sicherungsseil wären ganz nett gewesen, aber so donnerte Zuckerherzchen ungebremst auf den Boden der Werkstatt. KAWUMMS!

Jetzt war auch Brizzel mit ihrem Ultra-Heißem-Grog-Dingsbums-Werfer heran, einem brodelnden großen Ding mit Minibrenner, Teekesselchen und vielen Zahnräder. Es glich einer Mischung aus alter Plunderbüchse und Dampfmaschine, war bis zum Anschlag mit heißem Piratengrog gefüllt, den Brizzel nun unter Hochdruck auf das Glas feuerte. Hitze, Druck und Alkohol fraßen ein kreisrundes Loch ins Glas und überschwemmten den Boden des Büros. Oha, sofort brachten sich alle Gänse auf dem wackligen Laufsteg in Sicherheit. Der Fuchs im Gänsekostüm machte einen Satz auf das Goldene Buch vom Nikolaus und zog eine große Korkenpistole. Doch er hatte nicht mit dem entschlosenen Spekulatius gerechnet, der in voller Rüstung ins Büro stürmte und den glitschig heißen Boden einfach ignorierte.

Der Fuchs überlegte erst sein Fell so teuer wie möglich zu verkaufen, aber Spekulatius hatte einfach die besseren Argumente und die besseren Waffen zur Hand. Also warf der kluge Fuchs die Knarre weg und hob die Pfoten. “Ich ergebe mich.” Ha, das war ja einfach gewesen! Doch was nun mit ihm anstellen? Da hatte Zuckerherzchen eine gute Idee und redete dem flauschigen Gauner ins Gewissen.

Oh, der arme Fuchs erkannte seine bösen Taten. Und wie groß wurden seine Augen, als ihm Zuckerherzchen eine Orange zum Probieren gab. So etwas hatte er noch nie gegessen. Der Fuchs weinte und beschloss von nun an Vegetarisch zu leben und seine böse Taten wieder gut zu machen. Doch wie? Da fiel ihm etwas ein. Die Gänse hatten sich doch so sehr auf die Wahl zur “Nordpols Next Top Gans” gefreut. Man könne doch den Wettbewerb zu Ende bringen und die beiden letzten Gänse würden ein Shooting gewinnen. Er, der Fuchs, nähme die Gänse dann mit ins warme Ausland, wo er Orangen anbauen und ernten würde. Das wäre die perfekte Ergänzung. Und die vier Nikolauskobolde von ZIMT, die könnten ja in die Jury und die beide Siegergänse mitbestimmen. Da waren die Wichtel aber ganz aus dem Häuschen und stimmten freudig zu. Sie hatten es mal wieder geschafft und einen Bösewicht bekehrt.

Schnell räumte der Fuchs im Büro den Brattopf weg und baute den Platz für die Jury auf. Im Finale standen die dralle Strunzella, die dürre Makkaroni und die dicke Gwendolyn. Sie alle waren für den Weltfrieden, wollten den Hunger bekämpfen und Körner für alle. Das klang gut, doch nur zwei Gänse konnten gewinnen. Da Makkaroni eingebildet schien, gewannen Strunzella und Gwendolyn. Reineke Fuchs war darüber sehr erfreut und lobte die Jury für die weise Entscheidung. Zügig packte er die Koffer, sie alle machten sich auf den Weg zum kleinen Flughafen und schon war das Trio in der Luft verschwunden. So etwas nennt man ein Happy End …

… wäre da nicht der Dreck im Büro. Spekulatius und Zuckerherzchen machten sich sofort ans Putzen. Fast zwei Tage brauchten sie dafür, aber dann blitzte wieder alles. Auch Brizzel nutzte die Zeit und warf einen Blick ins Goldene Buch. Mist! Es war nur eine billige Kopie, um neugierige Blicke abzuhalten. Wenigstens fand die Koboldin ein Wörterbuch: Englisch - Wichtelisch. Und da war auch schon der Nikolaus zurück. Im Schlepptau das Christkind.

Der Nikolaus ließ sich einen Lagebericht geben und lobte ZIMT. Da war ja alles nochmals gutgegangen. In dem Augenblick kam auch die Post aus dem Ausland an und ein Päckchen für ZIMT war dabei. Wie fein, Reineke Fuchs hatte ein Fotoalbum von seinem Shooting geschickt. Auf den ersten Bildern sah man wie das Trio lachend im Flieger saß, wie sie gutgelaunt ausstiegen, wie sie einen Ausflug aus Land machten, wie der Fuchs sein Gewehr aus dem Koffer holte, wie Strunzella und Gwendolyn panisch flohen, wie der Fuchs schoss - Brizzel schlug kurz unter Shooting nach und las: shooting; der Abschuss [to go shooting; auf die Jagd gehen] - wie er die Gänse mit Orangen füllte und sich dann die Braten schmecken ließ.

Weinend gestand Zuckerherzchen dem Nikolaus alles. Die armen Gänse waren ihretwegen erschossen, gebraten und aufgegessen worden. Da halfen Spekulatius tröstenden Worte wenig, dass sie mehr Gänse gerettet hatten, als geschmort wurden …

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Savage Advent Worlds - Charakterbogen online

Erstellt von Taysal am 19. November 2009

Alle Jahre wieder - ist Weihnachten in Gefahr. Und fast jedes Jahr kommt ein anderes Regelwerk zum Einsatz, um diese Kampagne ordentlich durchzuziehen. 2009 ist es Savage Worlds. Und mal ehrlich, das System passt ja wie die Faust aufs Auge oder der Kakao zu Weihnachten oder das Plätzchen auf den Teller oder das Geschenk unter den Baum.

Hier schon mal der passende Charakterbogen zum Schnuppern als PDF:  Savage Advent Worlds Charakterbogen!

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Deadlands: Reloaded - Büffelgeister

Erstellt von Taysal am 9. November 2009

Endlich war ein wenig Ruhe in Steins eingekehrt und die Bürger konnten aufatmen. Sheriff Quinn und seine Leute vermittelten ein Gefühl der Sicherheit und das Aufgebot beschloss, auch im Umland nach dem Rechten zu sehen. Also aufgesessen und losgeritten. Erstes Ziel war die Sandhunter-Farm, auf der Freunde der Amigos lebten: Bill Sandhunter nebst Familie.

Bill war erfreut das Aufgebot zu sehen. In der Nähe seiner Farm hatte er am Tag zuvor einen überfallenen Treck entdeckt. Alle Menschen waren tot und in den Resten hatte ein Indianer herumgesucht. Bill Sandhunter hatte sich an die Rothaut herangeschlichen und sie bewusstlos gehauen. Der Farmer wollte den Mörder eigentlich aufknüpfen, aber da der Sheriff nun mal da war, sah das nach einem Job fürs Aufgebot aus.

Quinn misstraute der Vorverurteilung und Keezheekoni ging zu dem Indianer, um ihn zu befragen. Bei dem stolzen Mann handelte es sich um den Schamanen Lachendes-Kalb, der schnell Vertrauen zu seiner jungen Stammesschwester fasste. Er berichtete von einer alten indianische Kultstätte, die versehentlich von einer Handvoll Indianer geöffnet worden sei. Die darin gefangenen Büffelgeister hatten Besitz von den Unglücklichen ergriffen und deren Körper zu grausamen Kreaturen verändert, die nun mordend über das Land zogen. Er, Lachendes-Kalb, und seine Leute hatten die Geister verfolgt, mussten sich aber trennen, da sich auch die Spuren der Besessenen getrennt hatten. Es sei die heilige Pflicht die Geister aufzuhalten und nur ein Schamane wäre dazu in der Lage.

Für Keezheekoni klang die Geschichte nachvollziehbar, doch Quinn, Smith, Ming und Riggs hatten ihre Zweifel. Also suchten sie zuerst den überfallenen Treck auf. Die Spuren dort bestätigten die Geschichte von Lachendes-Kalb. Also beschloss das Aufgebot dem Schamanen zu helfen. Bill Sandhunter war zwar noch immer misstrauisch, gab aber schlussendlich nach. Der Plan sah nun vor, dass das Aufgebot den Spuren vom Treck aus folgen würde, während Lachendes-Kalb nach seinen Leuten suchte und mit diesen nachkäme. Zuvor unterrichtete er Keezheekoni in einem schamanistischen Ritual, das böse Geister schwächen sollte. Doch bei dem Ritual war ein Schamane auf Hilfe angewiesen, dem zum Duft einer Kräuterfackel musste ein heiliger Gesang angestimmt werden, auf den man sich vollends zu konzentrieren hatte.

Nun wurde aufgesessen und den Spuren gefolgt, die in Richtung Berge führten. Keezheekoni wurde ganz mulmig in der Magengegend, denn nach einiger Zeit schlossen sich unterschiedliche Spuren zu einer großen Fährte zusammen, die in Richtung eines Indianerfriedhofs führten. Was hatten die Büffelgeister nur vor?

Zugang zum IndianerfriedhofNach Anbruch der Dunkelheit erreichte das Aufgebot den Zugang zum Indianerfriedhof. Alles war still und dunkel. Nur Sheriff Quinn leuchtete seinen Amigos mit seiner Laterne heim. Plötzlich wurden die Tiere nervös und richtete die Ohren auf. Auch das Aufgebot spürte, dass sich etwas näherte - und dann waren sie heran: aus der Dunkelheit brachen zwei Büffelgeister hervor; großgewachsene Stammeskrieger, auf deren Schulter wild schnaubende Büffelköpfe saßen. In vollem Lauf rammten sie die Pferde des Aufgebots und warfen die Tiere problemlos um. Damned, das waren kräftige Viecher!

Sofort wurden die Waffen gezogen und es entbrannte ein heftiger Kampf. Während Keezheekoni die Fackel entzündete und mit ihrem Gesang den Geistern einen Teil ihrer Kraft nahm, eröffneten die anderen Mitglieder des Aufgebots das Feuer gegen diesen indianischen Schrecken. Doch trotz der vereinten Feuerkraft wollten die Kreaturen nur schwerlich niedergehen. Riggs und Quinn bekamen einige heftige Schläge ab und gingen Zwischenzeitlich zu Boden. Es sah schlecht aus, doch da griffen Stammeskrieger in den Kampf ein, die von Lachendes-Kalb ausgeschickt wurden. Mit vereinten Kräften zwangen sie den ersten Büffelgeist in die Knie und erschlugen ihn, doch aus seinem Mund löste sein ein fahler Glanz und drang dem nächststehenden Krieger in den Rachen, der sich daraufhin ebenfalls zu einem Büffelgeist verwandelte.  Glücklicherweise war er geschwächte und konnte augenblicklich erledigt werden. Jedenfalls schienen diese Monster noch gefährlicher als angenommen.

Um eine Erfahrung reicher wurde nun der verbliebene Büffelgeist umringt und mit Messern und Tomahawks traktiert, bis er fauchend zu Boden ging und sein leben aushauchte. Auch hier versuchte der Geist einen neuen Wirtskörper zu finden, doch der besessene Indianer bekam eins auf den Hinterkopf und wurde ohnmächtig. Auch das verhinderte die Übernahme durch den Geist.

Das Aufgebot hatte einen Teilsieg errungen. Zwei von Fünf Geistern hatten sie erledigt, doch noch immer waren irgendwo in der Dunkelheit diese Schrecken unterwegs. Also beschlossen die Amigos sich erst einmal auf den Indianerfriedhof zurückzuziehen. Keezheekoni musste auch eine neue Fackel anfertigen, um für den nächsten Kampf gewappnet zu sein.

Das Aufgebot verschanzte sich nun am Eingang des Indianerfriedhofes. Ming und Smith beschlossen zur Rückseite des Tals zu gehen und dort nach einem Ausgang zu suchen, während die anderen zurückblieben. Quinn und Riggs begannen nach einiger Zeit ein munteres Gespräch, in dessen Verlauf sie einige derbe Scherze über Indianer machten. Das erzürnte wiederum die stolzen Rothäute, die sich unter Führung von Grabender-Hund ebenfalls zur Rückseite des Tals zurückzogen. Auch Keezheekonis Beteuerungen der Sheriff sei nur dumm, ließ die Indianer nicht bleiben. Stattdessen gaben sie den beiden Bleichgesichtern Riggs und Quinn Schmähnamen: Dummes-Schwein und Feiger-Esel.

Riggs zuckte mit den Schultern und legte sich erst einmal aufs Ohr. Er wollte beim nächsten Angriff ausgeschlafen sein. Keezheekoni und Quinn beschlossen Wache zu halten, doch die junge Indianerin war zu erschöpft und schlief ein. Der Sheriff leuchtete mit seiner Lampe in die Dunkelheit. Er wusste irgendwo da draußen lauerten diese komischen Indianer. Irgendwo da draußen saßen sie und starrten zu ihnen hinab. Irgendwo da draußen … und dann bekam der Sheriff einen Schlag in den Nacken.

Die Büffelgeister hatten sich aufgeteilt. Einer von ihnen war von der Seite ins Tal geklettert und hatte sich in Quinns Rücken geschlichen, um den unaufmerksamen Doc hinterhältig zu erschlagen. Der fiel zwar auch auf die Nase und sah Sternchen, aber sein harter Kopf hatte ihn vor schlimmeren Verletzung bewahrt. Sofort waren auch Riggs und Keezheekoni wieder auf den Beinen. Die Schamanin erkannte die Dringlichkeit der Situation, entzündete sofort ihre Kräuterfackel und begann mit dem Singsang. Riggs, als wahrer Texaner, eröffnete das Feuer. Doch mehr als einen Kratzer bekam er nicht hin, da war der Büffelgeist auch schon heran und traktierte ihn mit Schlägen und Kopfstößen. Verzweifelt zog der Mann sein Messer und stach auf das Monster ein, aber die kurze Klinge richtete keinen Schaden an. Stattdessen zerdrückte ein weiterer gewaltiger Kopfstoß des Büffelgeistes Riggs’ Schädel und der Texaner ging augenblicklich zu Boden, wo er sein Leben aushauchte.

Quinn bedauerte den Tod seines Kameraden, nutzte aber die Gelegenheit für einige gezielte Schüsse. Tatsächlich traf er den Büffelgeist tödlich. Der fahle Glanz verließ auch hier den Körper, doch Keezheekoni und Quinn waren gewarnt. Sie hielten sich Nase und Mund zu, boten dem Geist keinen Weg in ihren Körper und so verging die Kreatur. Blieben noch zwei.

Quinn und Keezheekoni packten schnell ihre Sachen zusammen und machten sich nun ebenfalls auf den Weg zur Rückseite des Tals. Vielleicht brauchten ihre Kameraden Hilfe. Die beiden schlichen oberhalb eines Hohlwegs entlang, als sie plötzlich laute Rufe und Schreie hörten. Schon kamen einige der Indianer panisch durch den Hohlweg gelaufen. Als sie Quinn passierten riefen sie ihm eine Warnung zu und der Sheriff nahm ebenfalls die Beine in die Hand. Hinter ihnen rauschte auch schon ein weiterer Büffelgeist entlang.

Keezheekoni entzündete nun die Fackel. Sie wusste, dass der Geist aufgehalten werden musste. Die Schamanin stieß den Ruf einer Eule aus um den Kriegern zu signalisieren, dass sie den Kampf suchen sollten, dann beschwor sie ihre Geisterwölfe. Der Büffelgeist beendete seine Verfolgung und wandte sich nun Keezheekoni zu, deren Singsang ihn schwächte. Die Wölfe waren für das Monster keine Bedrohung, hielten es aber lange genug auf, bis Quinn und die Indianer zurückkehrten und das Feuer eröffnen konnten. Diesmal waren die Trümpfe auf ihrer Seite und nur wenige Augenblicke später war auch dieser schreckliche Geist vernichtet. Blieb noch einer.

Dem Aufgebot stand nun der Sinn danach den Spieß umzudrehen. Anstatt sich von dem Büffelgeist jagen zu lassen, machten sich alle auf die Suche nach der letzten Kreatur. Diese hatte sich in einen abgelegenen Teil des Friedhofes zurückgezogen und stieß merkwürdige Laute aus. Leise schlichen Keezheekoni, Quinn und die Indianer heran. Diesmal war der Überraschungsmoment auf ihrer Seite, doch der Büffelgeist war nicht alleine. Er hatte seine unnatürliche Macht genutzt und die Überreste eines Bären wieder zurück ins Leben geholt. Es sah grausig aus, doch der Sheriff hatte von grausigen Dingen die Nase voll.

Der Bär bekam eine Breitseite in seinen Wanst geschossen und kippte tot um, während die Indianer mit gezielten Pfeilschüssen den Büffelgeist von denen Beinen holten. Diesmal war es noch schneller gegangen. Übung, Mut und Trotzigkeit hatten den Sieg errungen - eine gute Portion Glück ebenfalls.

Keezheekoni und Quinn nahmen nun Riggs Leiche auf, verabschiedeten sich von den Indianern und machten sich auf den Weg nach Hause. Sie hofften dort Smith und Ming zu treffen, die in der Dunkelheit verschwunden waren …

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Calls For Cthulhu

Erstellt von Taysal am 2. November 2009

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