Green Dragon in Space – Woody Town

Auf Tyrannus Prime gibt es ein paar hundert kleine Siedlungen, die im Schnitt 1.000 bis 10.000 Einwohner haben. Woody Town, das in der nördlichen subtropischen Zone des Planeten liegt, bildet mit geschätzt 20.000 Einwohnern die Ausnahme. Alleine durch seine Größe wird es gerne als inoffizielle Hauptstadt des Planeten angesehen. Das lockt natürlich weitere Leute an, die hier ihre Geschäfte erledigen wollen. Dazu gehören Botschafter, Glücksritter, Sklavenhändler, Spermspicefabrikanten, Kriminelle, Kopfgeldjäger und noch viele mehr. Woody Town ist dadurch ein regelrechter Hexenkessel.

Wie alle anderen Siedlungen auch, wurde Woody Town in den mittleren Astregionen des Dschungels erbaut. Dadurch ist die Stadt absolut sicher vor den Dinosauriern, die über den Boden streifen, und bleibt auch weitgehend unbehelligt von fliegenden Räubern, die ihre Beute aus den hohen Baumkronen pflücken.

Der Aufbau der Gebäude ist weitgehend gleich. In luftiger Höhe wird auf geeigneten und gut verzweigten Ästen eine stabile Plattform errichtet, die den ganzen Baumstamm umläuft und mit diesem zusätzlich verankert ist. Auf dieser Plattform wird wiederum ein Gebäude errichtet, das ebenfalls mit dem Stamm verankert wird. Das führt dazu, dass sämtliche Gebäude ein Loch in ihrer Mitte haben.

Die Siedler bevorzugen vor allem vorhandenes Baumaterial, deswegen überwiegt Holz als Baustoff der ersten Wahl. Metalle und andere Stoffe müssen teuer importiert werden. Sie sind deswegen seltener vorzufinden, aber durchaus vorhanden.

Baumhaus Aufbau

Meistens ist eine Plattform mit ihrem Gebäude nur einem Besitzer und einem Zweck zuzuordnen. Allerdings gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel Plattformen mit kleinen Apartments. Immerhin verfügt nicht jeder über die geeigneten Mittel, sich ein Baumhaus zu errichten. Andere wiederum lehnen es ab sesshaft zu werden oder sind nur für kurze Zeit auf dem Planeten.

Um von einer Plattform zur nächsten zu gelangen, werden diese mittels eine Brücke miteinander verbunden. Oft handelt es sich dabei um stabile Konstruktionen aus Metall oder Holz, da regelmäßig auch schweres Gerät oder ausladende Waren transportiert werden müssen. Eher seltener, aber durchaus vorhanden, gibt es Seilbrücken. Diese sind kaum für den Warentransport tauglich und neigen zum Schwanken. Ihre Erbauer hatten weniger praktischen Nutzen im Sinn, als einen ästhetischen.

Wie alle anderen Siedlungen auch, ist Woody Town für sich selbst verantwortlich und herrscht ein strenges Stadtrecht. Die Einwohner wählen alle drei Jahre einen Bürgermeister, einen Richter und einen Marshal. Die Wahlen für jeden einzelnen Posten sind jeweils um ein Jahr versetzt, so dass jährlich eine Wahl ansteht. Wahlberechtigt sind alle Einwohner der Stadt, die zumindest ein Gebäude ihr Eigen nennen.

In Woody Town werden keine Steuern gezahlt, gibt es keine Zölle oder Gebühren. Der Marshal, der Richter und die Bürgermeisterin gehen ihren eigenen Geschäften nach und kommen für ihre Angestellten auf. Diese finanzielle Unabhängigkeit sorgt dafür, dass es kaum möglich ist die Führer der Stadt zu bestechen.

Marshalbüro

Das Marshalbüro ist das kleine Reich von Marshal Tony und seinen Deputies. Hier nüchtern Trunkenbolde aus, werden Anzeigen aufgenommen, Steckbriefe eingesehen und Kopfgelder kassiert. Der Marshal ist nicht zimperlich und deswegen versuchen ihm die Leute aus dem Weg zu gehen, vor allem da er auch den Job des Henkers erfüllt. Tonys rechte Hand ist Deputy Amanda Dancer, eine Halbelfe. Es gibt Gerüchte, dass sie und der Marshal etwas am Laufen haben, diese wurden bisher aber nicht bestätigt. Tatsache ist allerdings, dass Dancer seit ihrem Auftauchen vor ein paar Jahren, beim Marshal einen Stein im Brett hat und sich allerhand erlauben kann. Andere Deputies werden dagegen schnell und hart zur Ordnung gerufen.

Der Marshal

Städtisches Gericht

Den Vorsitz im städtischen Gericht hat der ehrenwerte Richter Ladislav Karminow. Einst war er Staatsanwalt in der Liga der Freien Planeten, aber Alkohol, Glücksspiel und Korruption haben ihn in den Outer Rim gespült. Hier hat er sich innerhalb kurzer Zeit vollkommen gewandelt und ist ins andere Extrem umgeschlagen. Das hat ihm den Spitznamen „der Unbestechliche“ eingebracht. Der Richter trinkt zudem nur noch Wasser und hat dem Glücksspiel abgeschworen. Seine Urteile sind hart, aber fair. Und sie halten sich immer ans Gesetz. Was unter anderem daran liegen könnte, dass der Richter selbst regelmäßig die Stadtgesetze, in Absprache mit dem Marshal und der Bürgermeisterin, „verbessert“. Bei seiner täglichen Arbeit kann sich der Richter auf seine Staatsanwälte verlassen, die ihm treu ergeben sind.

Der Richter

Rathaus

Bürgermeisterin Estefania Sophia Aquilliada wurde gerade erst wieder ins Amt gewählt. Sie ist eine attraktive Frau mit politischem Gespür, die sich großer Beliebtheit erfreut. Die Bürgermeisterin und ihre Schreiber sorgen für einen reibungslosen Ablauf in Woody Town und auch dafür, dass der Handel mit Äffchen und Sperma floriert. Seit einigen Wochen bestellt Aquilliada politische Vertreter benachbarter Siedlungen zu sich ein. Die Botschafter der Außenwelten befürchten, dass die Bürgermeisterin danach strebt einen Staat zu gründen, mit Woody Town als offizielle Hauptstadt und ihr als Präsidentin. Das könnte den freien Handel beeinflussen und somit die Macht der Bürgermeisterin stärken.

Die Bürgermeisterin

Raumhafen

Der „Raumhafen“ besteht aus einer Gruppe von fünf gewaltigen Bäumen, die nahe beieinander stehen und deren Äste ineinander greifen. Um einen sicheren Flugverkehr zu gewährleisten, wurden die Wipfel der Bäume entfernt. So ist auch die Gefahr eines Waldbrands minimal. Es gibt insgesamt sieben Plattformen, die als Landefläche hergerichtet wurden. Auf sechs der Landeflächen können mittelgroße Raumschiffe (8) landen, auf der siebten Landefläche sogar große Raumschiffe (12). Da es keinen regen Flugverkehr gibt, ist die Anzahl der Landeflächen mehr als ausreichend und die Flugkontrolle hat nur wenig Arbeit.

Raumschiffhändler

In Woody Town gibt es nur einen Raumschiffhändler. Und das ist Morty Men. Mortys Angebot umfasst allerdings nur kleine und mittelgroße Gebrauchtraumschiffe, weil es nur wenig Käufer gibt und die Raumschiffe schnell altern und deswegen stets gewartet werden müssen. Neuschiffe verlören somit schnell an Wert.

Botschaft der Liga der Freien Planeten

Bei der Botschaft handelt es sich eigentlich nur um das Heimbüro von Botschafter Falco, einem fülligen Vogelmenschen. Er vertritt die Interessen der Liga der Freien Planeten (LdFP) und versucht seit Monaten mit der Bürgermeisterin ein Handelsabkommen abzuschließen. Dabei stehen vor allem Dinosauriersperma und Edelhölzer im Mittelpunkt. Obwohl sich die LdFP gegen den Sklavenhandel ausspricht, übt Botschafter Falco offiziell keine Kritik am Sklavenhandel auf Tyrannus Prime. Falcos Attachèe ist Doktor Quinn, eine wortkarge Halborkin mit schlechtem Benehmen. Sie hat bereits dem vorherigen Botschafter gedient, bis dieser einen Unfall hatte – er „fiel“ vom Baum.

Dinosaurierspermahändler

Überall in Woody Town gibt es Spermahändler, doch der größte von ihnen ist Mantodea, eine undurchschaubare Mantide. Sie zahlt die besten Preise und kann auch große Ankäufe tätigen. Zudem besitzt sie gute Kontakte zum Mantis-Kollektiv, einer kriminellen Organisation, die im Outer Rim operiert. Vermutlich ist das der Grund, warum Transporte mit Mantodeas Waren an Bord noch nie einem Piratenüberfall zum Opfer fielen. Die Leibwächterin der Mantiden ist Gekkota, eine stumme, aber um so gefährlichere Echsenfrau. Sie erledigt Mantodeas Drecksarbeit.

Mantodea

Cantina

Obwohl es mehrere kleine und große Lokale in Woody Town gibt, erfreut sich vor allem die Cantina großer Beliebtheit. Sie umfasst insgesamt drei Ebenen, die mit einer hölzernen Wendeltreppe verbunden sind, die sich freiliegend Außen um den Stamm windet. In der mittleren Ebene findet das normale Geschäft statt, befindet sich die Bar und die Band. In der oberen Ebene liegen die Zimmer, die tage- aber auch stundenweise gemietet werden können. Leichte Mädchen und Jungs stehen zur Verfügung, wer es exotisch mag probiert ein Äffchen aus. In der unteren Ebene sind die Spieltische untergebracht. Wer sein Geld riskieren möchte, ist hier genau richtig. Die Cantina wird von Foxxy Fox geführt, die alle aber nur Foxxy nennen. Sie hat die Cantina vor sieben Jahren von ihrem alten Arbeitgeber übernommen, der zurück in die Liga der Freien Planeten wollte. Ihm war das Leben auf Tyrannus Prime zu anstrengend. Foxxy hat viel Arbeit in die Cantina gesteckt, was sich langsam auszahlt. Auf dem Plan steht der Bau einer weiteren Ebene, um dort einen exklusiven Club unterzubringen.

Woody-Town-Mart

Der Woody-Town-Mart ist die „Einkaufsmeile“ der Stadt und setzt sich aus Dutzenden kleinen Geschäften zusammen. Die kleinen Dinge des üblichen Bedarfs sind hier problemlos zu bekommen. Wird es etwas ausgesuchter (C$200+), sind davon meist nur 1W4 Einheiten vorhanden, werden aber innerhalb einer Woche aufgestockt. Noble und wertvolle Artikel (C$1.000+) müssen bestellt werden und sind deswegen erst in 2W4 Wochen lieferbar. Seltene und teure Artikel (C$50.000+) brauchen (falls überhaupt bestellbar) 2W4 Monate. Die Leitung und Koordination des Woody-Town-Marts hat Purinol inne, ein geschäftstüchtiger Halbling.

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