HoE:R – Des Wurms Zug #04 – Die Geister die er rief …

… wird Mick wohl nicht mehr los. So sah die Sache jedenfalls am Ende der letzten Spielsitzung aus. Da hatte sich der arme Mick nämlich selbst die Suppe eingebrockt, die er nun irgendwie auslöffeln muss.

Aus dem TANZ DER KRÄHEN
Die Krähe hackt blind vor Angst.
Furcht lässt sie hastig fliegen.
Die kriechenden Maden sind vergangen.

Die Gruppe hatte in der letzten Spielsitzung die Night Runners erledigt und die Gegend vorerst etwas sicherer gemacht. Zwar blieb noch der Ursprung des ganzen Übels (das Ersatzteillager im Ödland), aber zuerst entschlossen sich alle nach Junkard zu gehen. Dort wäre zumindest die begleitenden Flüchtlinge sicher. So weit, so gut.

Allerdings spürte Mick ein Jucken in der Hose. Und da es genug Frauen am Lagerfeuer gab, versuchte er einfach mal sein Glück. Das führte zu einem Missverständnis mit Peach (eines der Kinder), das Mick sofort ausbügeln wollte. Aber die Kleine ging darauf nicht ein und fand ihren Spaß daran, denn angeblich harten Söldner fortan damit aufzuziehen.

Billi, die Tante der Kinder, war dagegen aufgeschlossener und erfüllt Micks geheime Träume. Allerdings nahm sie das sofort als Anlass, für sich und die Kinder einen Versorger zu bekommen. Bevor Mick wusste wie ihm geschah, spielte sie die klammernde Hausfrau und setzte den Söldner, unter den Augen der versammelten grinsenden Mannschaft, unter Druck. Hilfe bekam sie dabei von Spirf, der in den frühen Morgenstunden prompt eine Trauung ansetzte.

Mick ließ sich zähneknirschend darauf ein und zu ein paar unüberlegten Worten hinreißen. Bevor er wusste wie ihm geschah, ergriffen auch die beiden anderen Frauen die Gelegenheit, um sich irgendwie abzusichern. Schon war Mick mit drei Frauen verheiratet. Samt deren Anhang. Das war, neben den drei Kindern, noch der alte Jack Shepard, der Vater von Kate. Und den durfte Mick nun Dad nennen.

From Mick with Love

Nach diesem kleinen Zwischenspiel ging es weiter Richtung Junkyard. Die Stadt galt als halbwegs intakt, zivilisiert und wohlhabend. Genau deswegen war sie derzeit auch der Hafen, den alle Flüchtlinge aus der Umgebung ansteuerten. Die Ernte und der damit verbundene Kampf gegen die Abrechner, Raven und die Würmer, hatte große Wunden gerissen. Alle suchten derzeit ein sicheres Heim. Junkyard sah dahingehend ziemlich verlockend aus. Allerdings hatte die Stadt ihre Tore für die normalen Flüchtlinge geschlossen. Ike Taylor, der Boss von Junkyard, ließ zwar regelmäßig Nahrung und Wasser vor die Stadt bringen, aber es gab von allem zu wenig und die Menschen wurden immer rabiater, um an das Notwendigste zu kommen. Entsprechend sahen die Antworten der Sicherheitskräfte aus.

Alles in allem war es vor Junkyard kein gemütliches Plätzchen. Und der Gruppe war klar, irgendwie mussten sie in die Stadt rein. Das gewaltige Zeltlager vor der eisernen Palisade war einfach zu gefährlich. Das bekamen alle deutlich mit, als Spirf begann Wunden zu heilen und die Worte des Atoms zu verkünden. Es gab zu viele Strömungen, zu viele blanke Nerven und zu viel Hass auf die Mutanten. Mehr als einmal schien die Sache zu eskalieren. Vor allem als Spirf die Stichwunde eines Mannes heilte, der sich kurz darauf als Verbrecher herausstellte. Die Gemüter waren erhitzt. Sobald diese etwas abkühlten, nutzte die Gruppe ihre Chance und kämpfte sich zum Eingangstor vor. Dabei wurden sie Zeugen, wie hart es von allen Seiten bei der Lebensmittelverteilung zuging.

Glücklicherweise schleppte die Gruppe genug Tauschwaren mit sich herum, um eingelassen zu werden. Wer sich offenkundig selbst versorgen konnte, der war in Junkyard willkommen. Jedenfalls im Äußeren Junkyard. Die Gruppe zog es allerdings in Innere Junkyard. Sie wollten einen Termin beim Boss. Derweil rechnete Mick aus, wie viel Tauschwaren er im Monat brauchte, um seine Leute zu versorgen. Das sah verdammt schlecht aus.

Einen Termin bei Ike Taylor zu bekommen, das war überraschend einfach. Solange man etwas Geduld mitbrachte. Daran mangelte es der Gruppe. Und so wurde ein kleines Geschäft mit einem anderen Wartenden abgewickelt, der seinen Termin tauschte. Na, das ging schneller als gedacht.

Das galt übrigens auch für Micks vierte Frau, die er beinahe nebenbei ansprach, aufriss und ihr die Ehe versprach. Andere sammeln Kronkorken, Mick sammelt Frauen. Bleibt die Frage, ab wann es zu viel wird.

Das Gespräch mit Ike Taylor verlief recht friedlich. Der Boss war zwar mit anderen Dingen beschäftigt, hatte aber ein offenes Ohr für die Neuankömmlinge. Vor allem, als sie ihm von den Night Runners berichteten und ihm anboten, das Problem komplett aus der Welt zu schaffen. Taylor dachte nicht lange nach und schlug ein. Das Ödland etwas sicherer zu machen, yeah, das würde auch die Probleme mit den Flüchtlingen vor der Stadt etwas mindern.

Und so war es abgemacht. Die Gruppe würde losziehen und die Bedrohung durch die Night Runner komplett eliminieren. Bis dahin würde Micks Familie in einer Sammelunterkunft untergebracht. Und bei Erfolg winkten noch etliche Widgets, die geltende Währung in Junkyard.

Na ja, bis jetzt ist die Spielgruppe noch nicht mal am ersten Punkt der PPK angekommen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Ich bin gespannt, wie die Sache mit den Night Runners ausgehen wird…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.