Taysals Abenteuerland

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Archiv für die 'Abenteuer' Kategorie


Abenteuerdownload - Unter Himmelsbrüdern

Erstellt von Taysal am 25. Januar 2010

“Unter Himmelsbrüder” ist ein Abenteuerszenario für Savage Worlds - Sundered Skies. Es ist diesmal etwas größer ausgefallen und gliedert sich in drei Abschnitte. Im Szenario dreht es sich darum, dass die Helden einem Gefangenen helfen und sich die Ereignisse dann überschlagen …

Das PDF beinhaltet neben dem eigentlichen Abenteuerszenario auch noch einige grobe Karten.

Unter Himmelsbrüdern; PDF; 330 KB

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Abenteuerdownload - Resorbium

Erstellt von Taysal am 20. Januar 2010

In der deutsche Ausgabe von “Savage Worlds” - der “Gentlemen’s Edition” - ist auf den Seiten 68 und 69 ein nettes Bild von zwei Menschen, die sich im Waffenshop gegen heranstürmende Zombies wehren. Leider gibt es im Buch kein passendes Szenario, also habe ich mich selbst ans Werk gemacht und mich daran versucht. Inspiration waren dabei unterschiedliche Filme, Computerspiele und “Savage Worlds”-Settings. Herausgekommen ist dabei “Resorbium” - ein Zombie-Szenario, das vom Anfang erzählt. Die Spieler sind also hautnah dabei, wenn es losgeht. Der Fokus des Szenarios liegt dabei auf der Flucht aus dem Krankenhaus, bis hin zum sicheren Auffanglager. Einzelne Stationen der Stadt fehlen (alleine vom Platz her), aber eventuell reiche ich mal die ein oder andere Idee noch als Szenario nach.

Download: Resorbium, PDF, 110 KB

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Abenteuerdownload - Der Fleischtrog

Erstellt von Taysal am 14. Januar 2010

Bei DrivethruRPG gab es das RunePunk-Setting als PDF-Download für günstige Dollars und somit auch Euros. Vom Stil her ähnelt es Opus Anima und meiner Moloch-Eigenkreation, hat mich also schon angesprochen und ich kann es nur empfehlen. Hat zwar einige inhaltliche Lücken und die Illustrationen sind weitgehend grottig, aber der Inhalt zählt. Jedenfalls war das Setting Grund genug für mich, um zum Testen ein Szenario zu schreiben: Der Fleischtrog.

Da es kein deutschsprachiges RunePunk gibt (ist mir derzeit jedenfalls unbekannt) habe ich selbst einige Übersetzungen vorgenommen. Der Kampagnenhintergrund scheint auch auf ein veraltetes Regelwerk ausgelegt zu sein. Jedenfalls weisen die Schadensarten darauf hin. Ich für meinen Teil habe die entsprechenden Stellen auf die Savage Worlds Gentlemen’s Edition angepasst, also Savage Worlds Deutsch. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Einbettung der Schriftarten funktioniert hat …

Der Fleischtrog; PDF; 88KB

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Abenteuerdownload - Der stärkste Mann der Welt

Erstellt von Taysal am 11. Januar 2010

Nach einigen Wochen des Schlendrians gibt es neues Material in meinem Abenteuerland. Ein weiteres Szenario für meine “Marcus Lane’s Incredible Circus”-Handlungs-Szenarien-Kampagne (ppc/ppk). Ich habe es geschafft und die Daten nun doch mal ins Reine getippt. Somit steht der nächste Download für Deadlands: Reloaded bereit. 2 Seiten, PDF und 134 KB groß.

Klick mich Marshal!

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Abenteuerdownload - Explodierende Schokolade

Erstellt von Taysal am 16. Dezember 2009

Passend zu Savage Advents World gibt es kurz vor Weihnachten auch eine kleine Plot-Point-Kampagne, mit viel Freiraum für eigene Ideen und Kreationen. Die Plot-Point-Kampagne enthält vier kurze Abenteuerbeschreibungen, etliche NSC, besondere Ausrüstung und anderen Kleinkram. Alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr, die bisherigen Praxistests verliefen aber durchweg positiv - meistens auch sehr überraschend. Wer Fehler findet darf sie behalten, wer Spaß hat darf ihn teilen und wer Plätzchen backt, der soll sie futtern! Also nix wie los in die Schweizer Berge und Weihnachten retten …

Download von Explodierende Schokolade im Format PDF.

… übrigens, der Download zu Savage Advent Worlds wurde von mir ein klein wenig überarbeitet, um die Überschriften etwas leserlicher zu gestalten.

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Abenteuerdownload - Nordpols Next Top Gans

Erstellt von Taysal am 22. November 2009

Passend zum Spielbericht Nordpols Next Top Gans nun auch das bescheuerte Kurzszenario für den Quickie zwischendurch. Spielbar mit Savage Advent Worlds oder anderen zauberhaft durchgedrehten Savage Worlds.

Download von Nordpols Next Top Gans als PDF.

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Abenteuerdownload - Die Meerjungfrau

Erstellt von Taysal am 30. Oktober 2009

Den Auftakt zu der von mir in Arbeit befindlichen (wip) “Marcus Lane’s Incredible Circus”-Szenarien-Kampagne (ppc/ppk) für “Deadlands: Reloaded” macht “Die Meerjungfrau”. Das Abenteuer lässt sich aber auch ohne diesen Zusammenhang spielen. Es bietet eine wunderschöne Untote, die im Weird West mit ihren Ertrunkenen Toten für Angst und Schrecken sorgt. Am Ende hat das Aufgebot vielleicht sogar Angst sich zu waschen - man weiß ja nie …

Das Abenteuer steht als Download im PDF bereit, mit einer Dateigröße von 120 KB und einem Umfang von 2 Seiten: Klich mich, Marshal!

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Abenteuerdownload - Der Schatz im Silberberg

Erstellt von Taysal am 29. Oktober 2009

Der Titel “Der Schatz im Silberberg” lässt bereits erahnen, dass sich dieses “Deadlands: Reloaded”-Abenteuer ein wenig an Karl Mays “Winnetou I” anlehnt (adaptiert und verfilmt als “Der Schatz im Silbersee”). Auch hier dreht es sich um einen skrupellosen Gauner der davon ausgeht, dass jeder Indianer irgendwo einen großen Schatz verborgen hat. Um an diesen Schatz zu kommen geht der Schurke über Leichen. Hier betritt nun das Aufgebot die Bühne. Im Idealfall stehen sie den Indianer bei, aber vielleicht wollen sie auch selber den Schatz im Silberberg finden und so verdammt reich werden …

Das Abenteuer steht als Download im PDF bereit, mit einer Dateigröße von 112 KB und einem Umfang von 2 Seiten: Klick mich, Marshal!

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Emergenz - Digitales Erwachen

Erstellt von Taysal am 1. Oktober 2009

EmergenzEmergenz - Digitales Erwachen
Kampagnenbuch für Shadowrun

Pegasus Press, 136 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-939794-79-0
Redaktion: Rob Boyle, Peter Taylor
Deutsche Chefredaktion: Tobias Hamelmann
Coverbild: Arndt Drechsler
www.pegasus.de

Die vierte Edition des Rollenspiels „Shadowrun“ katapultierte die Spielergemeinde in das Jahr 2070 und offenbarte neue Möglichkeiten, um tief in die erwachte Welt einzutauchen. Viele Neuerungen basierten dabei auf dem großen Matrix-Crash im Jahre 2064, der die Geburtsstunde von etwas Neuem war, etwas Einzigartigem. Im Laufe der nächsten Jahre gewannen Künstliche Intelligenzen an Einfluss in der Matrix und waren Menschen plötzlich in der Lage, nur mittels ihrer Gedanken die neu aufgebaute Matrix zu nutze und zu manipulieren. Sechs Jahre nach dem großen Crash offenbaren sich die KIs der Öffentlichkeit und erfährt die Welt von den Technomancern, die nur mit der Kraft ihres Geistes Dinge vollbringen, die an Magie grenzen.

Doch wie genau sahen die Anfänge aus? Wie reagierte die Menschheit auf die neuen Phänomene? Was wollten die KIs? Was sind Technomancer überhaupt? Und wie können Runner ihren Profit daraus ziehen? Viele Fragen, die natürlich im Regelwerk ihre Antwort finden. Aber hey, Chummer, spannender ist es doch dabei zu sein!

Genau an diesem Punkt setzt „Emergenz – Digitales Erwachen“ an. Es handelt sich um ein Kampagnenbuch, dass genau diese spannende Ära der Spielwelt unter die Lupe und detailverliebt auseinander nimmt. Die Spieler sind nicht nur dabei, sondern mittendrin. Zu was für einem Zeitpunkt es genau losgeht, dass kann jede Spielgruppe selbst entscheiden. Um den zeitlichen Einstieg zu vereinfachen, wurden die Ereignisse in drei zeitliche Etappen gegliedert.

Zuerst gibt es den typischen „Jack Point“, der auf das folgende Material einstimmt. Dabei handelt es sich um einen Punkt in der Matrix, den Runner anspringen können. Die Seite ist wie ein Kommlink gestaltet, mit dem man Zugriff auf die Matrix hat. Das sieht sehr schick aus und erzeugt sofort die richtige Stimmung, um in die Welt von „Shadowrun“ einzutauchen.

Das Kapitel „Systemanomalien“ enthält sämtliche Spielinformationen, die zum Verständnis von „Emergenz – Digitales Erwachen“ nötig sind. Hier wird offenbart, was es mit den KIs und den Technomancers auf sich hat und wie man das Team langsam mit dieser neuen Art von Hackern bekannt macht. Dann geht es auch schon weiter mit „Enthüllungen“.

„Enthüllungen“ beinhaltet die ersten Anzeichen, das etwas Neues passiert, berichtet über mysteriöse Fehlfunktionen im System und über die ersten Technomancer, die von sich Reden machten. Auch hier stehen die passenden Spielinformationen zu den Hintergründen und drei Abenteuervorschläge: „Heißes Eisen“, „Ein wenig Ablenkung“ und „Aufstieg und Fall der Joey D.“. Außerdem gibt es noch drei kurze Abenteuerideen. Die Vorschläge selbst gestalten sich derart, dass nach einem kurzen Überblick das Setup folgt, dann einige Szenen und schlussendlich die sogenannten Nachwirkungen, um die Auswirkungen bei Erfolg oder Misserfolg festlegen zu können. Fixe Werte oder Bodenpläne gibt es leider keine.

Flugs geht es mit „Hexenjagd“ weiter. Die Technomancer sind nun ein bekanntes Phänomen, aber niemand weiß genau wer oder was sie sind. Also reagiert die Welt panisch und beginnt die „neue Bedrohung“ auszuschalten. Auch hier gibt es die passenden Spielinformationen, die Klarheit bringen. Immerhin sind die grundlegenden Ereignisse in jedem Kapitel als leicht verwirrender Shadowtalk aufgemacht, der Protokolle von Audioaufzeichnungen präsentiert, Meinungen darstellt, Mitschnitte von Trideo-Shows zeigt oder Kopien von Matrixmeldungen. Dazu die unterschiedlichen Meinungen der Hacker und Runner der sechsten Welt. Natürlich hat das Medium Buch seine Grenzen, trotzdem wirken in „Emergenz – Digitales Erwachen“ selbst die protokollierten Audio-Mitschnitte sehr stimmig. Spielleiter die keine Arbeit scheuen, können die Dialoge ja selbst vertonen. Das ganze Material eignet sich jedenfalls hervorragend, um stimmige Handouts zu präsentieren. Manche Texte ähneln schon kleinen Drehbüchern.

Nach den Spielinformationen kommen drei weitere Abenteuervorschläge („Zwei Wochen Kündigungsfrist“, „Verdrehte Liebe“ und „Tlalocs Pocken“) und eine paar Abenteuerideen, in der bekannten Aufmachung. Dabei sticht übrigens der Abenteuervorschlag „Verdrehte Liebe“ besonders hervor. Ein kleines Mädchen, ein MMORPG in das auch Charaktere eintauchen können - die eigentlich keine Affinität zur Matrix haben - sich selbstständig machende Reinigungsdrohnen, ein Konzern-Sicherheitsteam und vieles mehr, sorgen für viel Spaß und Spannung. Allerdings ist es ziemlich knifflig, die Mission erfolgreich zu beenden.

Weiter geht es mit dem Kapitel „Die Seele einer neuen Maschine“. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Menschheit halbwegs mit den Technomancern abgefunden. Man kann sie nicht vernichten, also muss die Welt besonders wachsam sein und diese dubiosen Gesellen gut im Auge behalten. Zwangsregistrierung heißt das Zauberwort. Im Abschnitt mit den Spielinformationen erfährt man natürlich, was genau vor sich geht und jetzt ist vielleicht der richtige Zeitpunkt, dass ein Technomancer ins Team einsteigt oder sich dem Team offenbart. Und natürlich gibt es wieder drei schicke Abenteuervorschläge, um auch die passenden Abenteuer zu bieten: „Willkommen in der Maschine“, „Extraktion“ und „Wiederbeschaffung“. Die Abenteuerideen runden auch diesmal das Kapitel ab.

Im Kapitel „Nachwehen“ gibt es nun einen abschließenden Bericht über die aktuelle Situation im Jahre 2070, der gleichzeitig auch einen guten Überblick gibt. Hier wird offengelegt wer die Fäden im Hintergrund und seinen Nutzen aus der Situation zieht, wie das Schicksal der Technomancer aussieht und was wirklich vor sich geht. Denn auch dieses Kapitel platzt vor Shadowtalk und der kann schnell mal in die Irre führen. Doch die Autoren sorgen dafür, dass Spielleiter immer wieder in die richtige Richtung geführt werden.

Leser des deutschen Kampagnenbuchs haben an dieser Stelle den Hauptgewinn gezogen, denn Pegasus Press hat es sich nicht nehmen lassen und mal wieder Bonusinhalt gestaltet. Somit dreht sich im Kapitel „Vogelscheuchen und schwarze Männer“ alles um die Technomancer und KIs in der ADL. Aufgemacht wie die vorangegangenen Kapitel, mit den passenden Spielinformationen und einigen kurzen Abenteuerideen, bekommt man alles in die Hand, um auch in der ADL mit den Neuentwicklungen Schritt zu halten. Die Texte fügen sich dabei harmonisch in das Gesamtbild ein.

„Emergenz – Digitales Erwachen“ ist ein schickes Kampagnenbuch. Das Hardcover ist hervorragend verarbeitet, die Gestaltung durch die deutsche Chefredaktion um Tobias Hamelmann erstklassig. Das saubere Layout überzeugt auf der ganzen Linie und die etlichen Schwarzweiß-Illustrationen sind stets passend und sehen gut aus. Das gilt auch für das Coverbild von Arndt Drechsler, der mal wieder erstklassige Arbeit geleistet hat. „Emergenz – Digitales Erwachen“ ist eine gelungene „Shadowrun“-Lektüre zum Thema Matrix, künstliche Intelligenz und Technomancer, die man ruhig als Kampagne umsetzen sollte, aber keineswegs muss. Ein klasse Produkt!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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Warhammer 40.000: Schattenjäger - Mit Feuer und Schwert

Erstellt von Taysal am 1. Oktober 2009

Mit Feuer und SchwertT. S. Luikart
Mit Feuer und Schwert
Schattenjäger – Abenteuerband

Warhammer 40.000
Feder und Schwert;
Heidelberger Spieleverlag; Hardcover, 02/2009
143 Seiten, ISBN 978-3-86762-037-6
Übersetzung: Oliver Hoffmann, Michael Römer und Mirko Schmittinger

„Mit Feuer und Schwert“ ist der erste auf Deutsch erschienene Abenteuerband für das „Warhammer 40.000“-Rollenspiel „Schattenjäger“. Der Verlag Feder & Schwert hat dabei ganze Arbeit geleistet und aus dem ursprünglichen Softcover ein schickes Hardcover gezaubert. Insgesamt drei, in sich abgeschlossene Abenteuer, warten darauf gespielt zu werden.

„Schattenjäger“ basiert darauf, dass die Spieler eine Gruppe von Akolythen der Inquisition darstellt, die im Auftrag des Imperators und ihrer Vorgesetzten Ketzer jagt und zur Strecke bringt. „Mit Feuer und Schwert“ ist genau darauf abgestimmt und so fällt die lineare Struktur der Abenteuer kaum ins Gewicht, denn die Gruppe folgt einfach ihrem Auftrag. „Schattenjäger“ ist kein Rollenspiel für zartbesaitete Individualisten, sondern für harte Soldatenseelen. Genau in diese Kerbe schlägt auch der vorliegende Abenteuerband und liefert damit genau das, was man sich wünscht.

„Mit Feuer und Schwert“ wird durch das Abenteuer „Freue dich, denn du bist wahrhaftig“ eröffnet. Das Abenteuer schließt an „Erleuchtung“ aus dem Grundregelwerk an. Die Gruppe untersteht dem Inquisitor Vaarak. Die Nichte seines alten Freundes Laurent Strophens – Saia genannt - ist verschwunden. Also entsendet Vaarak die Gruppe in die Makropole Sibellus, um die junge Frau zu suchen. Saia gehörte zur Sekte des Freudvollen Chors und die zuerst harmlos anmutenden Ermittlungen, führen schon bald auf die Spur von verbotener Xeno-Technologie.

Spannend und zugleich brisant wird das Abenteuer vor allem dadurch, dass sich die Gruppe unauffällig bewegen soll und deswegen inkognito ermittelt – als Verwandtschaft der Strophens und dessen Gefolge. Das kann zu humorvollen oder kritischen Situationen führen. Die Charaktere müssen sich mal unter den Adel Sibellus’ mischen, dann wieder in den schmierigen Ecken der Makropole schnüffeln. Das ergibt eine ausgewogene Mischung aus sozialer Interaktion und kampfbetontem Charakterspiel.

Trotz der scheinbaren Freiheiten in der Handlung, läuft im Hintergrund ein sechstägiger Countown, der eingehalten werden muss. Das führt dazu, dass die Gruppe stets wieder zurück zur Haupthandlung geführt wird. „Freue dich, denn du bist wahrhaftig“ eignet sich auch hervorragend, um etliche Facetten des gewaltigen „Warhammer 40.000“-Universum auszuleuchten und Neueinsteigern zu zeigen. Immerhin gibt es sehr viele Ecken und Löcher, in die man seine Nase stecken kann. Für Spieler die lieber auf Feuerkraft setzen, gibt es auch genug zu erleben. Auf der Gegenseite agiert immerhin der kampfstarke Theodosius, der mit seinen bionischen Verbesserungen stets eine Gefahr für die Gruppe darstellen wird. Höhepunkt des Abenteuers ist zum Ende hin der Besuch Ambulons, einer Stadt, die auf einem sich bewegenden Titanen erbaut wurde. Hier findet auch das heftige Finale des Abenteuers statt.

Das zweite Abenteuer heißt „Schatten im Zwielicht“ und spielt auf einem gewaltigen Space-Hulk namens – elciht zu erraten - „Zwielicht“. Bei einem Space-Hulk handelt es sich, kurz erklärt, um eine gewaltige Schatzkiste, die durchs All treibt und die jede Größe und Form haben kann. Durch die Unwägbarkeiten des Warp werden nämlich Asteoriden, Raumschiffe und anderes Zeug miteinander verschmolzen. Und genau solch ein Ding rast auf Scintilla zu und wird dort einschlagen. Kein Problem für die imperiale Streitkräfte. Die Pusten so einen Klotz einfach aus dem All. Aber halt, doch ein Problem! Der Space-Hulk sendet das Signal einer seit Jahrhunderten als verschollenen geltenden Inquisitorin aus. Und genau, die Gruppe hat fünfzehn  Stunden Zeit, um dem Signal nachzugehen und die Artefakte der Inquisitorin zu bergen. Wobei fünfzehn Stunden nur die Zeit sind, die das Imperium gibt. So ein Space-Hulk hat leider die Angewohnheit genauso plötzlich wieder im Warp zu verschwinden, wie er aufgetaucht ist.

Mit „Zwielicht“ präsentiert Todd Steven Luikart ein temporeiches Actionabenteuer. Sofort nach dem entern des Hulks präsentieren sich der Gruppe unterschiedliche Phänomene. Da spielen Anzeigen verrückt, gefrieren Wände oder gibt es seltsame Schriftzeichen zu entdecken. Zwar werden die Akolythen von einem sagenhaften Space Marine begleitet, aber das ist keine Garantie fürs Überleben. Man muss sich vor Augen halten, dass das Abenteuer an sich schon gefährlich ist. Aber falls am Ende was schief geht, sind alle Charaktere tot. Die Gefährlichkeit der Mission sollte den Spielern sehr schnell deutlich werden - denn der Space-Hulk verbirgt mehr als nur ein dunkles Geheimnis. Um die Spielgruppe am flanieren im Space-Hulk zu hindern, gibt es den Countdown von fünfzehn Stunden. Kleiner Tipp: Die restliche Zeit immer schön mit einer Uhr darstellen oder groß auf eine Karte schreiben und diese mittig aufstellen. So haben die Spieler immer im Blick, wann der Space-Hulk gesprengt werden soll.

Das Abenteuer ist spannend geschrieben und steckt voller Ideen, die man als Spieleiter noch ausbauen kann. Immerhin gibt es viel zu entdecken und kreative Köpfe können ruhig den ein oder anderen Fallstrick oder Nebenplot einbauen. Aber auch so wird genug geboten, denn immerhin sind ein paar Dark Eldar auf dem Space-Hulk unterwegs und stellen eine große Gefahr dar, der man kampfstark begegnen sollte. „Zwielicht“ setzt betont auf Action. Die wird neben entsprechenden Kämpfen und brenzligen Situationen, vor allem durch die schwindende Zeit geboten.

Wieder etwas ruhiger ist es dagegen in „Die Hoffnung des Barons“. Die Akolythen müssen in den Gorgonidenminen von Sepheris Secundus einer zerschlagen geglaubten Organisation nachspüren. Dabei hilft ihnen der ehemalige Anführer der Terroristen: Baron Ulbrexis. Dessen einstiger Anhänger Assod Morrir scheint die alte Zelle reaktiviert zu haben und verübt in den Minen nun Anschläge. Klingt zunächst einfach, doch Morrir ist angeblich seit Jahren tot. Ulbrexis selbst hat ihn vernichtet. Klingt noch immer einfach? Nun, Rebellenführer Ulbrexis selbst ist Gefangener der Inquisition und wurde vor zehn Jahren für tot erklärt.

Aufgabe der Charaktere ist es nun, Ulbrexis zur Mitarbeit zu bewegen und zu ermitteln, was es mit den Terroranschlägen und Morrir auf sich hat. Und das natürlich ohne den amtierenden Baron aufzuschrecken, der momentan dem Imperium wohl auch ein Dorn im Auge ist. Wie schön wäre es Ulbrexis wieder in Amt und Würden zu setzen. Immerhin kam der einstige Rebell mit der Mutantenbevölkerung wenigstens zurande. Nun, das sollte kompliziert genug für ein Abenteuer sein. Im Laufe der Handlung wird die Sache eh noch verzwickter. Glauben die Akolythen am Anfang noch sie müssten mal wieder aus dem Verborgenen ermitteln und sich mit einfachen Terroristen herumschlagen, entwickelt alles - langsam aber sicher - ein grausiges Eigenleben. Und am Ende gibt es einen gewaltigen Endkampf …

„Die Hoffnung des Barons“ ist erneut ein Abenteuer, wo der Gruppe irgendwann die Zeit wegläuft. Leute die ihren eigenen Weg suchen, dürften sich langsam etwas gegängelt fühlen, trotzdem ist der lineare Aufbau nachvollziehbar. Immerhin folgen die Bösewichte ebenfalls ihren Plänen. Wobei Morrir ein beinahe unsterblicher Gegner ist und die Spieler vor eine schwere Herausforderung stellt. Erneut also ein Finale, bei dem alle Charaktere ihr Leben aushauchen können.

Zusammengefasst bieten die drei Abenteuer kurzweilige Unterhaltung, die für sechs bis acht durchschnittliche Spielsitzungen anhalten sollte. Baut man viel soziale Interaktionen und Nebenhandlungen ein dauert es etwas länger, prügelt man die Handlung zügig voran geht es schneller. Und obwohl der Aufbau stets recht linear ist, können Spielleiter die ein oder andere Ablenkung einbauen. Ideen und Möglichkeiten gibt es viele. Aneinandergereiht ergeben die Abenteuer jedenfalls eine sehr brauchbare Minikampagne und vor allem massig Material. Immerhin ist das Buch vollgestopft mit Hintergrundinformationen, Spielwerten, Beschreibungen, Regeln, zusätzliche Ausrüstung, Karten und einiges mehr.

Überhaupt ist die ganze Aufmachung sehr gelungen. Das Hardcover ist vierfarbig und besitzt ein angenehmes Layout. Überall gibt es stilsichere Illustrationen und Textblöcke mit Daten und Werten. Einfach schick. An den Seiten sind oft zusätzliche Informationen untergebracht und im Anhang finden sich sehr viele Handouts zum Kopieren. Die Kopien sehen natürlich nicht so schick aus, wie die Originale aus dem Buch. Zum sofort Losspielen taugt der Abenteuerband übrigens nicht. Neben den ganzen Handouts, muss der Spielleiter erst einmal den Überblick bekommen und sollte pro Abenteuer einen Abend Lesezeit einplanen, um sich passend vorzubereiten.

Die deutsche Übersetzung ist sehr solide und einige Begriffe wurden im Original belassen. Außerdem wurde auch auf die Errata in „Schattenjäger“ Rücksicht genommen, Klarstellungen verfasst und offensichtliche Fehler ausgemerzt. Dagegen schlichen sich einfache Flüchtigkeitsfehler ein. So gibt es oft unnötig gesetzte Leerzeichen oder es wurde einfach mal der Nachbarbuchstabe getippt. Als Beispiel mag nur Seite 62, linke Spalte, untere Absätze dienen. Dort lesen sich humorvolle Sätze wie: „(…), einea kleinen Schiffa,(…)“. Nun, kleine Macken machen eine Sache ja bekanntlich erst richtig sympathisch.

Unterm Strich ist „Mit Feuer und Schwert“ eine gelungene Abenteuersammlung, die sich vor allem für Einsteiger eignet, temporeich voranschreitet, viel Action und Intrigenspiel bietet. Eine runde Sache.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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