Taysals Abenteuerland

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Archiv für die 'Allgemein' Kategorie


Würfel, Waffen, Weisheitswurf

Erstellt von Taysal am 20. Januar 2012

Würfel, Waffen, Weisheitswurf ist eine satirische “Dokumentation” über das Thema Rollenspiel und Rollenspieler; also einfach nur nerdiger Quatsch mit so vielen Insidergags, dass die kaum noch einer versteht. Höchstens Elite-Nerds …

Viel Spaß damit!

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Savage LOST! - Was zu gucken

Erstellt von Taysal am 15. November 2011

savage-lost-coverMein kleines Savage LOST! gewinnt doch etwas an Fahrt. Letzte Spielsitzung konnte ich zumindest einen Spieler mit der Entwicklung überraschen. Allerdings war ich müde und deswegen mangelte es mir ein wenig an Konzentration. Trotzdem lief die Sache überraschen gut. Ich habe mir aber vorgenommen, beim nächsten Mal ausgeschlafener zu sein. Oder mir vorher einen Kaffee zu genehmigen, der fiel diesmal leider weg.

Bei Durchsicht meiner Unterlagen und Notizen fiel mir auf, dass ich mehr Material habe, als ich je verwursten kann. Würde ich die Sachen mal ordentlich Korrektur lesen und - vor allem - meine Notizen und Anmerkungen aus den spielen einpflegen, es käme etliches an spielbarem Material zusammen. Aber ehrlich gesagt, dass Zeug für lau in meiner Freizeit zu überarbeiten und dann online zu stellen, anstatt an neuem Material für meine Spielsitzungen zu werkeln, da fehlt mir meistens die Motivation. Deswegen poste ich hier vor allem die Krumen, die vom Tisch fallen. Und vermutlich könnte ich auch da ein wenig sorgfältiger sein.

Auf jeden Fall liebe ich es meine Notizen schön aufzubereiten, denn immerhin spielt das Auge mit und ich möchte ja auch etwas zu sehen bekommen. Deswegen hier mal einige Bilder aus dem PDF, dass ich für Savage LOST! einsetze. Dank Tablet PC spare ich ja die Druckkosten und die Zettelwirtschaft. Mein Laptop hat mich ja immer genervt, aber das Archos liegt bequem in der Hand und stört kaum. Ist halt wie ein Buch. Ich muss nur noch an der Optimierung für den Bildschirm arbeiten.

Die Grafiken zeigen jedenfalls, was auf meiner Insel los ist und sicherlich dürfte klar sein, was für meine Spielgruppe überraschend daherkam. Und nebenbei: Janica, der Käsekuchen war lecker!

savage-lost-kreaturen-1

savage-lost-ddr

Ursprüngliches Bildmaterial: Wikipedia.de (Benedict Kwok; Radomil; Pixel23; emijrp; Matt Martyniuk; Nobu Tamura; Ian Sewell; Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-R0518-182)

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Die großen Alten

Erstellt von Taysal am 31. August 2011

Hier ein kleiner Clip von unserem FilmFestSpiel - mit cthuluoidem Inhalt. Denn auch die großen Alten müssen heutzutage auf ihre Figur achten.

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BSEntertainment FilmFestSpiele 2011 – Kleinkunst im Westerwald

Erstellt von Taysal am 12. August 2011

Manchmal hat man einfach so viel kranken Scheiß fabriziert und auf Kamera gebannt, da will man den einfach auf der großen Leinwand sehen. Bevor ich es komplett vergesse, poste ich dann dann mal hier auf den letzten Drücker den Kinotermin.

Mein Film ist übrigens der beste Beitrag im Streifen - jedenfalls bilde ich mir das gerne ein. Vor allem ist WWW – Würfel, Waffen, Weisheitswurf ein Fest für Rollenspieler mit gutem und mit schlechtem Geschmack. Und keine Bange, wer Morgen keine Zeit hat, der kann den Film später noch online sehen. Allerdings gibt es den Cinema Cut nur im Rahmen der BSEntertainment FilmFestSpiele 2011.

Insgesamt 80-90 Minuten Ich-habe-’ne-Kamera-Spaß wird im Cinexx über die Leinwand flimmern. Da gibt es sicherlich einiges zu sagen, aber wen kümmern schon Geschichten über besorgte Senioren, die dachten wir würden einen Bankraub planen oder Anekdoten über fliegende Schnitzel, die versehentlich den fließenden Straßenverkehr trafen? Niemanden! Mich kümmert nur mein kleines Film-Baby: WWW – Würfel, Waffen, Weisheitswurf.

Das Projekt hat nun mehrere Jahre auf dem Buckel und irgendwie war immer etwas daran zu schrauben. Die grundlegende Idee war, im Stil einer TV-Doku der Privatsender, ein oder zwei Szenen zu drehen. Wie das mit Rollenspielgruppen so ist, will jeder irgendwie mitmachen. Und prompt entwickelte sich WWW – Würfel, Waffen, Weisheitswurf zu einem Film mit einer Lauflänge von mehr als zwanzig Minuten, der vielleicht noch als Reality-Doku-Satire durchgehen kann. Der Film ist von Nerds, mit Nerds, über Nerds und für Nerds - mit so vielen Gags, das der Zuschauer dafür einen Insider braucht. Ha, selbst das war ein Insider.

Gezeigt wird der normale Alltag einer Rollenspielgruppe, was ihr Hobby ausmacht, wie sie scheinbar an Realitätsverlust leiden (Schon mal einen echten Überfall ausgewürfelt, hä? Eben!), neue Spieler für ihre Gruppe casten und schlussendlich als geheime Superhelden agieren. Halt der normale Alltag von Quotenspielerinnen, Powergamern, sexuell Gestörten und nervenden Nerds - und der smarte Spielleiter als ruhender Pol. Testvorführungen mit Zuschauern aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten haben ergeben, dass einige Scherze wohl jeder versteht, andere sich nur Rollenspielern eröffnen und manches so speziell ist, dass es wohl keiner versteht. Also ein rundes Paket!

Beim Cast handelt es sich um ausgesuchte Rollenspieler und Freiwillige, die sich nicht schnell genug verstecken konnte. Wir überstanden manch brenzlige Situation (”Hast du die Waffen dabei?”), meisterten auch Nachtaufnahmen (”Sind wir eigentlich alle auf dem Friedhof wenn nur du auf dem Friedhof bist?”) und belustigten das Volk (”Ehrlich, hier fährt sonst nie ein Auto lang.”). Da einige Leute aus dem Staff zur Crew gehörten die damals das Dance-with-me-Video drehten, konnte Backstage sogar ein in der Szene bekannter Sänger für eine kurze Synchro verpflichtet werden. Den Link zum Video gibt es unten. Außerdem gibt es eine Hommage an Monkey Island, Indiana Jones und das Stroh aus dem beliebten Stroh-Video. Ein professioneller Sprecher der ARD (ich war ja für eine professionelle Stripperin, aber irgendwie waren alle anderen dagegen) und Leute, die gar keine Ahnung hatten, was wir von ihnen wollten - aber einen Riesenspaß am Dreh hatten.

Wer Lust auf den Film hat oder ein neues Opfer fürs Riffing braucht, der kann sich Morgen im Cinexx einfinden (wie kurzfristig, das steigert die Spannung) oder wartet auf die Onlinefassung. Bis dahin ein wenig Spaß mit den Reitern und dem Original-Video …

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Rippers Cardiff 12 - Die van Helsings

Erstellt von Taysal am 7. August 2011

freimaurerNachdem die Rippers nun Fortgeschrittene sind, habe ich das Abenteuer “Broken Masonry” in Angriff genommen. Eigentlich startet die Plot-Point-Kampagne ja mit “Hyde Park Horror”, aber das Szenario hatte ich schon einmal und wollte eine kleine Änderung. Deswegen baute ich die Hydes über einen Umweg ein. Doch der Reihe nach.

Torchwood war wiedervereint, das Hauptquartier weiter ausgebaut und die letzten Verwundungen auskuriert. Die kleine Loge war stolz darauf, dass die berühmten van Helsings sie eingeladen hatten. Es wurden alle nötigen Reisevorbereitungen getroffen, dann waren die Rippers auf dem Weg nach London.

Das Anwesen der berühmten Vampirjäger war imposant und die große Londoner Loge imponierte den Cardiff-Rippers. Leider war Abraham van Helsing abwesend und die Rippers wurden von seinem Sohn Johann empfangen. Der junge Mann entschuldigte sich für die Abwesenheit seines Adoptivvaters und erklärte, dass dieser vor einigen Tagen mit unbekanntem Ziel aufgebrochen sei. Seitdem hatte es kein Lebenszeichen mehr von dem alten Mann gegeben und Johann machte sich  Sorgen. Leider war er unabkömmlich, denn die Loge plante einen schweren Schlag gegen die Kabale. Für Torchwood war es eine Ehrensache ihre Hilfe anzubieten und Abraham van Helsing zu suchen.

Kurz darauf standen die Logenmitglieder in der gut sortierten Bibliothek der van Helsings. Sämtliche Geheimnisse der Rippers befanden sich hier irgendwo, verbotenes Wissen aus der Vergangenheit und schreckliche Informationen über die Kabale. Und hier waren auch die Unterlagen von Abraham van Helsing. Einfach so offen auf dem Tisch?

So wie es aussah, war van Helsing nach Schottland gereist, um dort die Kapelle von Roslyn zu untersuchen. Der alte Mann war auf Schriften der Freimaurer gestoßen und hatte entdeckt, dass wohl auch Doktor Jack ein Interesse an der Kapelle hatte. Für van Helsing schien es ein Wettlauf mit der Zeit, deswegen wohl auch sein überstürzter Aufbruch. Die Rippers informierten Johann kurzerhand über ihre Entdeckung, besuchten die Waffenkammer der Loge und machten sich dann auf den Weg nach Schottland.

Lord Hunington, Lady Autum und Lady Mustang beschlossen standesgemäß zu reisen und benutzten ihren Privatwagon, den sie auch für den Weg nach London eingesetzt hatten. Das versprach die höchste Bequemlichkeit und auch ihre Freunde von niederem Stand durften den Wagon benutzen.

Die letzten Tage waren ohne große Schwierigkeiten vergangen. Doch nun schlug das Schicksal erbarmungslos zu. Der Wagon wurde plötzlich langsamer. Paddy wagte einen Blick nach vorne. Eisenbahnräuber hatten einige der Wagen während der Fahrt abgehängt. Mit Pistolen bewaffnet zwangen sie die Fahrgäste Geld, Schmuck und Papiere in einen großen Sack zu werfen. Es waren vier Gauner und die Rippers waren  zuversichtlich, es mit den Halunken aufnehmen zu können.

Paddy setzte seine Fogwatch ein, seine Freunde machten sich kampfbereit. Auch Vigor, der sibirische Tiger von Lord Huntingon - ein wildes und bösartiges Tier. Paddy rief mit verstellter Stimme, dass im letzten Wagen besonders wertvolle Beute zu finden sei. Zwei der Gauner kamen auch sofort herbei, die beiden anderen Halunken blieben ein Stück zurück und warteten ab. Ob das gutgehen würde?

Kaum waren die Verbrecher im Luxus-Wagon, da bliesen die Rippers zum Angriff. Vigor sprang vor und riss einen der Männer zu Boden. Waffen knallten und dann schrie der zweite Gauner wütend auf. Vor den Augen der Rippers schwollen seine Muskeln an und er mutierte zu einem grässlichen Monster - ein Jekyll, wie Paddy schlussfolgerte. Von einem Augenblick zum anderen wurde die Situation bedrohlicher. Doch die Rippers behielten einen ruhigen Kopf. Ohne mit der Wimper zu zucken, erledigten sie die Hydes. Immerhin waren sie erfahrene Monsterjäger. Doch was hatten die Hydes im Zug gewollt?

Keiner der Rippers glaubte an einen Zufall. Und dann entdeckte Paddy eine junge Frau, die zu fliehen versuchte. Der Ire setzte der Frau nach und stellte sie schlussendlich. Es kam zu einem Gerangel, dann schleppte Paddy die Frau zum Zug zurück. Hier sollte sie verhört werden. Ian war für eine möglichst brutale Vorgehensweise, doch Lord Huntington setzte sich für eine sanfte Art der Befragung ein. Schlussendlich fasst die junge Frau, Abigail Quinn, sich ans Herz und erzählte den Rippers ihre Geschichte.

Abigail war die Tochter eines Handwerksmeisters aus London, der im Auftrag eines mysteriösen Mannes an einer schnellen Dampfyacht gearbeitet hatte. Nach Fertigstellung der Arbeiten, war es zwischen den beiden Männern zu einem Streit gekommen, den Abigail zufällig beobachtete. Der mysteriöse Auftraggeber hatte auf ihren Vater geschossen und war dann gegangen, um seine Leute zu holen. In dieser kurzen Zeit war Abigail zu ihrem sterbenden Vater geeilt. Der hatte ihr befohlen London zu verlassen und sich irgendwo zu verstecken. Abigail hatte Geld und Papiere vom Schreibtisch in ihre Tasche geräumt und war in den erstbesten Zug gestiegen, der London verließ. Zufall?

Die Rippers baten nun darum, die gestohlenen Papiere lesen zu dürfen. Abigail händigte ihnen die Schreiben aus. Darunter der Brief eines J, der von “Omega” und einer “Biosphäre” schrieb. Mysteriös. Die Rippers waren sich einig: Die Kabale steckte hinter der Sache.

Zwischenzeitlich war der Zug wieder eingetroffen und die Wagons wurden angehängt. Dann ging die Reise weiter nach Rosslyn, einem kleinen und beschaulichen Dorf inmitten Schottlands …

Bildquelle: http://www.freimaurer-wiki.de

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Humor im RSP ist … den Spielern mal die Initiative zu überlassen

Erstellt von Taysal am 17. Juni 2011

humor-rsp-01

Wenn es sein muss auch mehrmals und kurz hintereinander.

humor-rsp-02

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Humor im RSP ist … einen normalen Tod zu sterben

Erstellt von Taysal am 11. Juni 2011

… keine Bennies mehr zu haben.
(Nix da mit Wurf wiederholen!)

… ein zugewuchertes Schild am Straßenrand zu übersehen.
(”Straße endet!”)

… zu spät auf die Bremse zu treten.
(Freiflug!)

… langsam im Fluss abzusaufen.
(”Blubb! Blubb!”)

… im ruhigem Gewässer zu melden, Nichtschwimmer zu sein.
(”Ich dachte, das ist für die Antarktis unwichtig.”)

P.S. Dank der göttlichen überrascht-entsetzten Mimik des Spielers hatte der Spielleiter ein Einsehen und wandelte den Tod in nach einem Glückswurf in ein schweres Handicap um - was die Dramatik des Abends mehr steigerte, als ein profaner Charaktertod.

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Humor im RSP ist … Omnipräsenz

Erstellt von Taysal am 10. Juni 2011

cthulhu-buch

cthulhu-tv

cthulhu-girl

Das ein oder andere Motiv eignet sich auch hervorragend für Handouts.

Leider funktioniert bei Cthulhu keine Gesichtserkennung.

PhotoFunia

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Humor im RSP ist … ein aufrechter Kultist zu sein.

Erstellt von Taysal am 31. März 2011

Sonntag, Warhammer-40.000-Rollenspiel “Deathwatch”. Obwohl Space Marines keine Eier haben, haben sie dicke Eier bewiesen und befinden sich an Bord einer Festung der Doom Legion, die gerade vom Chaos überrannt wurde. Noch immer gibt es überall Gefechte, die Truppe will sich orientieren und befragt den Kultisten, der sie für Chaos Space Marines hält - was übrigens eine andere Geschichte ist.

Aus Angst niedergemäht zu werden plaudert der Kultist - Frachterpilot und Lagerarbeiter - aus dem Nähkästchen und weist sicherheitshalber darauf hin, was für ein toller Chaos-Kultist er doch ist: “Ich diene dem Chaos aus ganzem Herzen. Ich habe keine einzige der Kisten beschriftet.”

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Resorbium 07 - Aufstieg der Toten

Erstellt von Taysal am 15. März 2011

Um an die letzte Spielsitzung in diesem Zombie-Survival-Szenario anzuknüpfen: Natürlich gab es keine spontane Mutation Johanns in einen Zombie. Trotzdem hielten alle erst einmal den Atem an und beobachteten den Karatelehrer. Alles sah ganz normal aus, also kümmerte sich Marcel um die Verletzung und legte einen Verband an. Nachdem Johann aufhörte zu bluten und ihn die Wunde nicht mehr behinderte, ging es also weiter.

Die Überlebenden hatten tatsächlich einen Busschlüssel in ihren Besitz gebracht. Dank des aufgedruckten Nummernschildes war es ein leichtes herauszufinden, zu was für einen Bus der Schlüssel gehörte. Jedoch hatte Tina in einem der Busse eine Bewegung bemerkt. Flugs zog Richard seine Waffe und schlich vor. Waren es vielleicht Zombies? Unwahrscheinlich, denn die konnten sich nicht verstecken. Und tatsächlich - es waren zwei Kinder, die sich im Bus vor den Zombies versteckt hatten.

Die Überlebenden beruhigten die Kinder. Richard schloss den zweiten Bus kurz, dann wurde der Plan weiterverfolgt. Erst einmal sollten die Zombies von der Schule weggelockt werden. Mit kurzem Gehupe und brummendem Motor zogen die Überlebenden die Zombies hinter sich her und gaben nach einigen hundert Metern Gas, um die wankende Masse abzuhängen. Es würde sicherlich etwas dauern, bis sich eine neue Meute zusammenrottete.

Mit den beiden Bussen fuhren die Überlebenden von hinten an die Schule und so an die Fenster vom ersten Stock heran. Auch hier hatten sich Schüler und Lehrer verschanzt. Von Marcels Vater aber keine Spur. Herr Hansen befand sich im Musikzimmer, über den Flur auf der gegenüberliegenden Seite. Doch zuerst wurden die Kinder über das Dach des Busses eingeladen. Dann kletterten Marcel, Tina und Johann in die Schule hinein.

Marcels Spieler hatte sich an diesem Abend übrigens seinen Charakter als Trifold erstellt. Dazu benutzte er den Kopf von einem uns bekannten Marcel, den Körper von Jesse Eisenberg aus “Zombieland” und die Abbildung eines Schwerts aus dem Internetz - “Ja, das Internetz!”. Damit erschuf er seinen Nerd. Für einige andere Rollen hatte ich selbst ebenfalls Trifolds erstellt, die nun  ihren Einsatz fanden: Tina und Richard. Erwin und Johann mussten noch etwas warten.

Im Klassenzimmer bauten Marcel, Tina und Johann erst einmal aus Tischen und Stühlen einen schmalen Zugang in die Klasse. Auf dem Flur waren die Zombies zu hören, und die mussten erst einmal ausgeschaltet werden. Kaum stand das Gerüst - Johann hatte gute Arbeit geleistet und ein stabiles Konstrukt erstellt - öffnete Marcel die Türe. Hier gab es übrigens ein kurzes Gespräch über die Beschaffenheit von Schultüren, in was für Richtungen sie aufgehen und ob sie nach Außen überhaupt noch Klinken haben. Wir entschieden uns für Knäufe und das die Türen in den Flur aufgehen.

Schon rissen die Zombies die Türe mit ihren Klauen auf und versuchten ins Zimmer zu stürmen, um an Frischfleisch zu kommen. Natürlich behinderten sich die Zombies dabei gegenseitig und kletterten gar übereinander. Für die Überlebenden war es Anfangs ein Kinderspiel die Zombies niederzustrecken. Anfangs, denn je mehr hineinstürmten, um so offensichtlicher wurde es, dass auf Dauer der Strom versiegen musste oder die Überlebenden von der Masse überwältigt würden. Da zog Johann eine alte Stielhandgranate, die er aus Kurts Waffenkiste mitgenommen hatte. Er machte das Ding scharf, ein Wurf und die Granate landete wie erhofft im Flur. Allerdings gab es keine Explosion.

Der Wurf war verdammt riskant, muss ich ganz ehrlich sagen. Die Granate stammte aus dem zweiten Weltkrieg und zudem hatte ich einige der Gegenstände aus Kurts Waffenliste mit kleinen Macken versehen. Bei der Granate war es so, dass diese zeitverzögert hochging und noch drei Runden brauchen würde. Wenigstens lag das Ding im Flur. Um die Dramatik zu steigern, wurde es also Zeit für eine Art Stargast.

Durch die Türe schob sich plötzlich eine der Lehrerinnen: Frau Klüngel. Frau Klüngel war Marcels ehemalige Klassenlehrerin und hatte den Jungen ins Herz geschlossen. Marcel war ihr Lieblingsschüler gewesen. Zudem waren die Klüngels und Hansens auch außerschulisch miteinander bekannt. In Frau Klüngels Augen flammte ein Stück Wiedererkennung auf und sie stürzte sich mit ihren zu Krallen verkommenen Händen auf Marcel, um ihn zu zerfleischen. Da schoss Tina auf die Granate im Flur und es gab eine laute Detonation.

Der junge Zivildienstleistende hob sein Schwert, um Frau Klüngel zu erschlagen, doch er war unfähig zuzuhauen. Tina und Johann sprangen ihm zur Seite und hieben die Lehrerin von Marcel weg. Mit einem letzten Seufzer versuchte die Lehrerin noch nach ihrem einstigen Liebling zu greifen, dann brach ihr Blick endgültig und sie war tot.

Ein gruseliger Schockmoment, der Marcels Spieler einen Bennie für gutes Rollenspiel einbrachte. “No risk, no bennie” ist das Motto. Hier mehr denn je, denn Frau Klüngel war ein Wildcard-Charakter und das hätte für Marcel leicht ins Auge gehen können. Zusätzlich gab es noch den Schuss von Tina, der auch sehr glücklich war. Trotz heftiger Abzüge (gezielt, viel Bewegung, schlechte Sicht) hatte die Polizistin getroffen, was vor allem dem Würfelglück und den Boni der Spielerin anzurechnen ist. Nebenbei, die Granate wäre in dieser Runde von alleine hochgegangen - aber das wusste natürlich niemand meiner Spieler.

Die Zombies im Klassenzimmer waren erst einmal ausgeschaltet, doch es war nur eine Frage der Zeit, bis weitere Zombies erscheinen würden. Immerhin war der Kampf ziemlich auffällig und die Explosion der Granate weit zu hören gewesen. Die meisten Schüler des Wilhelm-Gymnasiums hatten die Ablenkung aber auch nutzen können, um zu fliehen. Darunter scheinbar auch Marcels Vater.

Die Überlebenden stiegen nun wieder alle in die Busse um und gaben Gas. Ihr Weg führte sie erst einmal ins Imtech-Stadion, um dort die geretteten Schüler abzuliefern, nach den eigenen Leuten zu gucken und sich zu informieren. Da Richard Angehöriger der Bundeswehr war, erhielt er Informationen aus erster Hand. So wie es aussah war die Impfaktion am Abend nur eine große Beruhigungsaktion. Die Bundesregierung hatte zu wenig Informationen über die Seuche und hatte beschlossen, Hamburg weiterhin unter Quarantäne zu stellen und die Sache auszusitzen. Den Experten nach brauchten die Infizierten Nahrung. Würde diese versiegen, verhungerten die Kranken innerhalb weniger Wochen. Somit war es die Aufgabe der Bundeswehr überlebende Hamburger in Auffanglager zu bringen und dort auszuharren, bis die Situation wieder unter Kontrolle wäre.

Zudem hatte Stabshauptmann Rudolf Müller für Richard eine besondere Aufgabe. Immerhin hatte der Pilot die letzten beiden Tage in Hamburg überlebt und kannte die Situation. Müller traute ihm ohne weiteres zu, eine schwere Mission zu übernehmen. Eine Mission, an der einige von Richards Kameraden bereits gescheitert waren. Richard sollte ein Team zusammenstellen und auf die Suche nach einem Professor Wilhelm Schmidt gehen, um diesen ins Stadion zu bringen. Es handelte sich dabei um einen Forschungsleiter der Bayer Schering Pharma AG, der maßgeblich an der Entwicklung von Resorbium beteiligt war. Richard machte sich sofort daran die Ausrüstung zusammenzustellen. Allerdings verschwieg er, dass er für die Mission seine ganz eigenen Spezialisten mitnehmen würde …

Es hatte etwas länger gedauert als erwartet, aber nun waren die Überlebenden endlich im Stadion und hatten somit das erste Szenario abgeschlossen. Bis hierhin war es schon ganz schön spannend. Und es hatte einige schöne Überraschungen und Wendungen gegeben. Die Rettung von Schmidt - sollten es die Spieler und somit die Überlebenden durchziehen - sorgt hoffentlich für weitere Spannung und auch einige Enthüllungen. Vor allem bin ich gespannt, wie sich die Seuche weiter ausbreitet. Es gab und gibt ja einige Punkte in dieser Kampagne, die jederzeit für ein vorzeitiges Ende sorgen könnten. Das habe ich absichtlich so gestaltet, um so auch die Glaubwürdigkeit der Handlung zu erhalten. Ich freue mich jedenfalls schon auf “Resorbium - Ich bin Legende”.

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