Taysals Abenteuerland

Für und über Rollenspiele und Rollenspieler

  • Meta

  • Sollte man lesen

  • Wolkenflug

    Abenteuer (26)
    Allgemein (52)
    Cthulhu (11)
    Deadlands: Reloaded (15)
    Die Vergessenen Reiche (7)
    Dungeons & Dragons (37)
    Dyskengaard (4)
    Eberron (15)
    Erwachte Welt (26)
    Funky Colts (10)
    Humor im RSP ist … (10)
    Material (49)
    Meta-Gaming (108)
    Moloch (2)
    Opus Anima (6)
    Ratten! (2)
    Rezensionen (92)
    Savage Flyerbooks (9)
    Savage Worlds (160)
    Shadowrun 4 (31)
    Spielberichte (149)
    Sundered Skies (60)
    TERSP (2)
    Traveller (19)
    Traveller-Fallout (20)

    WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck requires Flash Player 9 or better.

  • Abonnieren

Archiv für die 'Spielberichte' Kategorie


Rippers Cardiff 14 - Auf nach Frankreich

Erstellt von Taysal am 31. August 2011

Nach einer etwas längeren Pause habe ich zwei Spielberichte zusammengefasst, um langsam wieder wieder aufzuholen. Es stand ein Reiseabenteuer mit dem Schiff an, dass ich ein wenig würzen wollte. Deswegen habe ich mir die Idee aus The Ship geklaut und eine Mörder-Organisation aufs Schiff gepackt. Die Organisation bekam von mir wiederum eine Verbindung zur Kabale verpasst. Und um die Rippers einzubeziehen, wurde einer von ihnen als Opfer auserkoren.

Um die Reise etwas besser auszugestalten, habe ich mir dann noch Deckpläne und Beschreibungen alter Passagier- und Postdampfer angesehen. Die Schiffe glichen ja kleinen schwimmenden Hotels und hatten bereits zur damaligen Zeit jegliche Annehmlichkeit - sofern es sich die Leute leisten konnten. Also flugs alle wichtigen Einträge herausgeschrieben, einen Überblick zum Abenteuer getippt und fertig. Als ich damit anfing hatte ich allerdings keine Ahnung, dass sich die ganze Sache über drei Spielsitzungen hinziehen würde. Vor allem hätte ich nie damit gerechnet, meine Spieler und ihre Rippers so oft in die Falle locken zu können. Es hat jedenfalls große Laune gemacht.

Nächste Woche sollte dann an dieser Stelle der finale Spielbericht zu “Das Schiff” erscheinen. Allerdings habe ich noch ein oder zwei Ideen, um die Sache weiter auszubauen. Vielleicht sollte ich diese Ideen aber für weitere Reisen in der Hinterhand behalten. Mal sehen, was die nächsten Spielsitzungen bringen …

landrouteTorchwood hatte sich tapfer geschlagen und den Anhängern der Kabale in Schottland einen ordentlichen Schlag versetzt. Zurück in Cardiff wandte sich die Loge wieder alltäglichen Arbeiten zu. Tagsüber unauffällige Bürger Wales, Nachts monsterjagende Helden. Just zu diesem Zeitpunkt erhielten die Mustangs von ihrem alten Freund Doktor Emil White eine Depesche aus Frankreich. Darin berichtete Doktor White, den Lord Roy Mustang bereits aus Studienzeiten kannte, von außergewöhnlichen Funden und bat die Mustangs, ihn doch alsbald in Frankreich zu besuchen. White schrieb, er würde den fachkundigen Rat seiner Freunde benötigen.

Lady Mustang war natürlich sofort Feuer und Flamme, um den alten Familienfreund zu unterstützen. Leider war Roy unabkömmlich, also bat die gute Lady einige der anderen Logenmitglieder, sie auf ihrer Reise zu begleiten. Lord Huntington, Lady Autum, Ian, Paddy und Dakhil sagten natürlich sofort ihre Hilfe zu. Davon ganz angetan erklärte Lady Mustang, sie würde für das einfache Volk die Reisekosten übernehmen, so, dass ihre Freunde ebenfalls via erster Klasse nach Frankreich gelangten. Standesgemäß nahmen die Lady und ihre Begleitung Passage auf der Jauqeline, einem luxuriösen Dampfer. Mit dem Schiff war es eindeutig angenehmer zu Reisen und binnen einer Woche sollte das erste Etappenziel erreicht sein: Marseille.

Die SMRP (Société Maritime Rapide Perte) Jaqueline - ein französisches Schiff mit französischer Besatzung - würde an der Westküste Europas entlangfahren, um Portugal herum, durch die Straße von Gibraltar, ins Mittelmeer hinein und östlich an Spanien entlang bis nach Marseille. Von dort waren es dann nur noch 324 Kilometer bis nach Arques - über Land und mit einer Fährstation - und anschließend wenige Meilen bis zum Haus von Doktor White. Die Reise auf dem Schiff würde sechs bis sieben Tage dauern und war sicherlich um einiges angenehmer, als mit dem Zug die knapp 929 Kilometer über Land zu fahren - inklusive dem ein oder anderen Umstieg.

Torchwood schiffte sich nun auf der Jaqueline ein und die Reise ging los. Bereits am Abend saßen Lady Mustang und Lady Autum am Tisch von Kapitän Maxim Péra und genossen die angenehme Gesellschaft. Das Schiff war hervorragend in Schuss, die Reederei genoss einen guten Ruf und es gab an Bord allerlei Annehmlichkeiten. Auch das Essen war hervorragend und üppig. Deswegen verzichtete Lady Mustang auf ihren Nachtisch und reichte ihn an Lord Goodwin weiter, der sich gerne über die Nachspeise hermachte, um kurz darauf mit einem Erstickungsanfall umzukippen.

Doktor Dahkil sprang sofort auf, um dem armen Mann zu helfen. Ian erkannte die Gelegenheit, denn niemand achtete mehr auf die Nachspeise und Lord Goodwin würde seine nicht mehr aufessen können. Der fette Großwildjäger griff also zu und machte sich auch noch über die anderen Puddings her. Kaum hatte er vom Goodwin/Mustang-Pudding gegessen, kippte er ebenfalls um. Auch hier sprang Dahkil sofort herbei und sorgte im letzten Augenblick dafür, dass Ian das der Nachspeise beigemischte Gift erbrach. Denn eines stand für Torchwood fest - jemand hatte versucht Lady Mustang zu vergiften. Aber warum?

Die Rippers beschlossen zu ermitteln. Solange der Fall unaufgeklärt blieb, solange schwebte Lady Mustang schließlich in Gefahr. Und erst einmal schien jeder verdächtig. Sogar die Witwe von Lord Goodwin, Lady Goodwin. Allerdings ergab die Vernehmung keine weiteren Hinweise. Dafür entdeckte Lady Mustang einen Zettel, den ihr jemand zugesteckt haben musste. Darauf stand ein Name: K. Apiz.

Der Kapitän ließ die Leiche in der Kabine der Goodwins aufbahren. Torchwood zog sich zur Beratung zurück. Allerlei Vermutungen wurden ausgetauscht, doch niemand hatte eine Idee, was das alles zu bedeuten hatte. Als beschlossen sie, am nächsten Tag mit neuen Kräften ans Werk heranzugehen.

Der Morgen brach an und es war ein wunderbarer Tag zur See. Die Ladys frühstückten im Cafè und die Lords genossen das ihre im Salon, bevor sie sich zum Tontaubenschießen am Bug begaben. Ian ergriff sofort die Gelegenheit und zeigte, wie gut er mit einem Gewehr umgehen konnte. Und da plötzlich entdeckte Paddy eine Leiche, die am Schiff vorbeitrieb: “Mann über Bord!” gellte laut der Ruf.

Bei dem Toten handelte es sich um Eric Senac, einen französischen Ingenieur. Doktor Dahkil Thebens Untersuchung ergab, dass der Mann von einer Schrotladung im Rücken getroffen und dann über Bord gegangen war. All diese tragischen Umstände zusammen, hatten ihn schlussendlich ertrinken lassen. Die Sache wurde immer merkwürdiger. Deswegen durchsuchte Torchwood die Kabine Senacs. In seiner Schreibtischschublade entdeckten sie eine hochgiftige schwarze Mamba. Wie kam die dort bloß hinein?

Beinahe wurde Ian gebissen, aber Paddy ließ ein feuriges Geschoss in der Schublade hochgehen und verbrannte die Schlange zu Asche. Und damit auch den Zettel, der unter dem nun qualmenden Reptil lag. Scheinbar hatte der bastelfreudige Ire einen wichtigen Hinweis zerstört. Und obwohl Torchwood weiterhin nach Spuren suchte, gab es keine zu entdecken.

Zur Sicherheit bezogen Lady Mustang und Lady Autum eine gemeinsame Kabine. Somit begegneten sie auch den Gerüchten, die aufgrund von Ians Verhalten über Lady Mustang im Umlauf waren.

jaquelineDas Erwachen am nächsten Morgen erwies sich als sehr heikel. Zuerst schlug nämlich Lady Autum die Augen auf und fiel sofort in Ohnmacht. Auf ihrer Brust hatte es sich eine schwarze Mamba bequem gemacht. Das bemerkte auch Lady Mustang, als sie zu sich kam. Sie griff sich ein Kopfkissen und mit einem schnellen Griff war die Schlange darin gefangen. Und schwupps, ging das Reptil über Bord.

Torchwood war aufgeregt, denn ein unbekannter Serienmörder trieb an Bord sein makaberes Spiel. Und er hatte es auf Lady Mustang abgesehen. Ihre Person musste besonders bewacht werden. Lady Autum übernahm gerne diese Aufgabe, während die Männer auf die Jagd gingen. Die Ladys beschlossen bei einer Massage und einem Saunagang den Schrecken vom Morgen zu vergessen.

Ian, Dahkil und Paddy folgten nun jedem kleinen Hinweis, befragten Passagiere und achteten auf merkwürdige Gestalten. Aber sie machten keine Entdeckung. Auch eine erneute Befragung von Lady Goodwin ergab keine neuen Hinweis. Der Mörder verstand sein Handwerk. Und was machten die Ladys?

Die saßen nun in der Sauna und langsam wurde es immer heißer. Zu heiß! Also beschlossen sie die Sauna zu verlassen, aber die Türe war verschlossen. Jemand hatte sie von Außen verriegelt. Lady Autum versuchte den Riegel mit ihren telekinetischen Kräften zurückzuziehen, aber sie scheiterte. Und langsam rann der Schweiß an den schicklichen dicken Saunaanzügen herab. Die Ladys beschlossen um Hilfe zu rufen. Und Tatsächlich, ein Steward hörte die Rufe und rettete die Ladys.

Den Rippers war nun klar, dass sie auf der Hut sein mussten. Sie beobachteten Lady Mustang nun noch genauer, die sich mit Lady Autum aufs Sonnendeck zurückzog. Und prompt gab es einen weiteren Toten, den jemand im vorderen Schornstein zu entsorgen versucht hatte: Pascal Vidal. Der Name war den Rippers bereits untergekommen. Eine neue Spur! Die Männer ließen die Ladys auf dem Sonnendeck zurück und durchsuchten Vidals Zimmer.

Zu ihrer Überraschung befand sich auch in dessen Schublade eine Mamba und darunter ein Zettel. Darauf stand: C. Flameng. Ian hatte langsam einen Verdacht, um was es hier ging. Aber war der richtig?

Derweil genossen die beiden Damen die warme Sonne. Sie ließen sich von einem Italiener Tee reichen, dazu extra Zucker. Der Tee war köstlich, aber zu spät erinnerten sich die Ladys daran, dass an Bord ausschließlich Franzosen arbeiteten. Schon blieb Lady Mustang die Luft weg und Lady Autum setzte alles daran, ihre gute Freundin zum Kotzen zu bringen. Es war ein Giftanschlag!

Auf dem Deck herrschte nun Aufruhr. Die Passagier wurden unruhig. Da kamen Ian, Dahkil und Paddy herbei. Sie konnten alle beruhigen und der gute Dahkil nahm eine Untersuchung vor. Es war das Gift, an dem auch Lord Goodwin gestorben war. Dahkils Ansehen bei den Passagieren stieg um ein vielfaches an und so bekam er die Einladung zu einem kleinen Konzert im blauen Salon. Dort würde eine gewisse Caroline Mustang auftreten, eine junge Sängerin aus New York. Den Rippers fiel es wie Schuppen von den Augen: Hier musste ein Missverständnis vorliegen. Der Mörder war sicherlich hinter der Sängerin her. Oder?

Torchwood beschloss nun zu handeln. Während Dahkil und die beiden Ladys an Deck blieben und die Leute beruhigten, machten sich Paddy und Ian auf den Weg, um mit der Sängerin zu reden. Die war erst einmal verwirrt, dann aber glaubte sie den fremden Männern und zeigte sich ängstlich. Ihr war ganz Bange zumute und sie versprach vorsichtig zu sein und sich eine andere Kabine zu nehmen. Die beiden Männer waren zufrieden und machten sich auf den Weg zu ihren eigenen Kabinen. Dort wollte sich Torchwood treffen.

An Deck wurde Dahkil nun von einem verängstigten alten Mann angesprochen, der sich Sorgen machte, er könne das nächste Opfer sein. Dahkil beruhigte den Mann und der bat darum, zu seiner Kabine gebracht zu werden. Dahkil half natürlich gerne und ließ den Ladys ausrichten, er sei in zehn Minuten wieder zurück. Er wurde nie wieder gesehen.

Der nette Alte stellte sich als Mörder heraus, der Dahkil in die Falle lockte. In seiner Kabine zog er eine Pistole und bedrohte den Araber. Der sollte in die Schublade greifen, aber Dahkil ahnte, dass darin eine Schlange war. Er tat er so als würde er den Befehlen folge leisten, dann riss er die Schublade auf, damit die Schlange den Alten biss. Aber die Schlange machte nichts. Und der Alte drückte die Schublade wieder zu. Es kam zu einem Gerangel, dann schoss der Mann. Dahkil riss die Schublade nun ganz heraus und schleuderte die Schlange durchs Zimmer. Die Mamba landete irgendwo auf den Boden, fühlte sich bedroht und biss zu. Und zwar Dahkil. Dem gelang es nun die Kabine zu verlassen und die Türe von Außen zuzuhalten. Er hatte den Alten in der Falle, aber das Gift der schwarzen Mamba raffte den Araber dahin.

Noch waren die Rippers ahnungslos, doch nachdem Dahkil fernblieb, befürchteten sie das Schlimmste. Eine Suchaktion ergab keinen Erfolg. Also durchsuchte Torchwood nochmals alle Zimmer der Verdächtigen. Da plötzlich klopfte Claudette Flameng an die Türe eines der Toten. Paddy gab vor der Gesuchte zu sein, aber keine Zeit zu haben. Ein Brief wurde halb unter der Türe durchgeschoben und der Ire bückte sich, um ihn an sich zu nehmen. Schon kam es zur Schießerei, denn die Attentäterin wusste nun, wo sich ihr Opfer hinter der Türe befand. Doch Ian schoss die Türe aus den Angeln und alle stürzten sich auf Claudette Flameng.

Mit ihr marschierten die Rippers zum nächsten Zeugen, um ihn zu befragen. Der Mann war hilfsbereit und bot Torchwood Handschellen an, um die Gefangene zu sichern. Lady Mustang nahm das Angebot gerne an. Doch der Mann entpupptes ich als Kompagnon von Madame Flameng. Die Handschellen lösten sich problemlos und es kam zu einem erneuten Kampf. Waren denn alle an Bord verrückt geworden?

Während Paddy den Zeugen ausschaltete, erwischte Lady Mustang die Gefangene mit einer vergifteten Haarnadel. Claudette Flameng fiel zu Boden, wo sie im minutenlangen Todeskampf zuckte. Paddy ertrug das nicht länger und brannte der Frau mit einem Flammenschlag den Kopf weg, um der Sache ein schnelles Ende zu machen. Doch irgendwie fühlte sich das falsch an …

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »

Rippers Cardiff 13 - Schottland

Erstellt von Taysal am 17. August 2011

Die letzte Spielsitzung pausierte, als die Rippers das Dörfchen Rosslyn erreichten, um die dortige Kapelle (Rosslyn Chapel) genauer zu untersuchen. Diese Ermittlungen gehören zum Abenteuer “Broken Masonry”, das sich um die Kapelle und die Freimaurer dreht. Spezifische Informationen bietet hier übrigens Wikipedia. Leider hatte ich keine Gelegenheit einige dieser Informationen anzubringen, da meine Spieler wiederum die Gelegenheit versäumten, um informierte Gefangene zu machen. Allgemein entwickelt die Spielgruppe gerade Mechaniken, um möglichst kreativ die Bösewichter auszuschalten, ohne sich selbst in große Gefahr zu begeben. Aber alles der Reihe nach.

rosslyn-kapelleTorchwood war in Rosslyn eingetroffen und hatte in einer kleinen Scheune Quartier bezogen. Paddy wurde abgestellt, um auf die Gefangenen aufzupassen und das Gepäck zu verstauen. Die anderen Rippers nutzten die Zeit aus, um sich umzusehen. Im langsam stärker werdenden Regen stapfte Torchwood zur Kapelle.

Die Rosslyn-Kapelle war abgeschlossen. Deswegen gingen Ian und Dahkil zum Pfarrhaus hinüber, um dort vorzusprechen. Die Haushälterin, Miss Ella Abott, öffnete die Türe und erklärte, Pfarrer Joseph Ellwood sei derzeit unterwegs. Als sie Dahkil sah, wurde sie sofort misstrauisch. Ians Gehabe trug Sorge, dass sie den Rippers mit äußerster Vorsicht begegnete. Auch Lord Huntingtons und Lady Autums Anwesenheit stimmte die gute Frau nicht um. Zudem hatte sie auch Angst vor Vigor, den Lord Huntington als irischen Wolfshund ausgab.

Also schloss Miss Abott wieder die Vordertüre und verschwand durch die Hintertüre, um im Regen ins Dorf zu eilen. Ian und Dahkil bemerkten das. Dahkil ging um das Haus herum, öffnete ein Fenster und stieg ein. Er fand den Schlüssel zur Kapelle und schloss diese auf. Ian und der Araber sahen sich in der Kapelle um. Sie konnten nichts ungewöhnliches entdecken. Beide verließen die Rosslyn Kapelle und Dahkil brachte den Schlüssel zurück ins Haus. Ob das eine gute Idee war?

Derweil hatten nämlich Lord Huntington und Lady Autum einige Gestalten im Regen bemerkt, die auf dem Weg zum Pfarrhaus waren. Sie folgten ihnen im sicheren Abstand, Vigor stets bei Fuß. Bei den Gestalten handelte es sich um Constable Joseph Abott, Pfarrer Joseph Ellwood und die Haushälterin Ella Abott. Dahkil konnte im letzten Augenblick aus dem Haus schlüpfen und so einer Entdeckung entgehen.

Pfarrer Ellwood und Constable Abott knöpften sich nun die Rippers vor, die sich für ihr Auftreten entschuldigten. Sie kamen mit dem Pfarrer ins Gespräch und erfuhren, dass van Helsing vor einigen Tagen vorgesprochen und sich den Schlüssel zur Kapelle ausgeliehen hatte. Danach war er abgereist. Was Abraham van Helsing in der Rosslyn Kapelle gewollt hatte, war dem Pfarrer unbekannt.

Der gute Mann war auch gerne bereit, den Rippers die Kapelle aufzuschließen. Er war ziemlich erstaunt, dass die Türe bereits offen war, schob das allerdings auf seine Vergesslichkeit. Die Rippers bedankten sich bei dem Pfarrer und machten sich gemeinsam erneut auf die Suche nach Hinweisen, während Miss Abott im Pfarrhaus erst einmal eine Kanne heißen Tee aufsetzte.

Die Rippers waren nun alleine in der Kapelle. Lord Huntington und Lady Autum beteiligten sich emsig an der Suche und kurz darauf entdeckte Lady Autum, dass die Freimaurer-Runen an einer der Säulen eingedrückt werden konnten. Lady Autum drückte die Symbole, die sie in den Notizen van Helsings gesehen hatte, und die Säule glitt zur Seite. Ein Geheimgang?

Bevor diese Frage beantwortet wurde, betraten fünf mit Roben bekleidete Gestalten die Kapelle, in ihren Händen scharfe Schwerter. Pfarrer Ellwood war entsetzt, denn augenblicklich brach ein heftiger Kampf aus. Lautes Gebrüll und Todesschreie erfüllten die Kapelle. Die Rippers waren natürlich kampferprobt und es gelang ihnen, die Angreifer niederzustrecken.

Zwei hatten überlebt und entpuppten sich als Kultisten. Sie verweigerten zuerst jegliche Auskunft, doch Vigor und Ians zorniges Verhalten brachten sie zum Reden. Aber die beiden hatten nur wenige Informationen zu bieten, denn sie waren nur einfache Kultisten. Constable Abott fesselte die beiden und nahm sie mit zum Pfarrhaus.

Torchwood untersuchte nun den geheimen Gang nach unten. Ein monotoner Gesang drang empor, scheinbar war ein finsteres Ritual im Gange. Immer wieder drang der Name “Baphomet” empor. Die Rippers waren entsetzt. Würden sie noch rechtzeitig kommen?

Lord Huntington und Lady Autum kamen nun auf die Idee, die Roben der Angreifer überzuziehen. Torchwood verkleidete sich, nahm die Schwerter der Angreifer an sich und stapfte nach unten. Tatsächlich: Auf einem unheiligen Altar lag der steinerne Kopf des Baphomet, umringt von einem Dutzend Kultisten. Unauffällig traten die Rippers in die zweite Reihe. Nur Lady Autum gesellte sich zu den Männern, die vor dem Altar standen und das Ritual vollführten. Keiner von ihnen bemerkte den gerade geplanten Hinterhalt.

Dann ging alles ganz schnell. Torchwood ließ die Tarnung fallen und griff an. Die Kultisten waren überrascht und die Rippers nutzten den Umstand aus. Lady Autum setzte ihre telekinetischen Fähigkeiten ein und ließ den Kopf zu sich fliegen, um ihn dem Zugriff der Kultisten zu entziehen. Nun war das Geschrei besonders groß und wurde nur vom Waffenfeuer der Rippers unterbrochen. Die verzweifelten Kultisten versuchten einige Tricks, um wieder in den Besitz des Kopfes zu gelangen. Doch Lady Autum wich den Angreifern stets gekonnt aus. Als ihr dann doch der Kopf aus den Händen glitt, war es für die Kultisten bereits zu spät.

Kaum war der Kampf beendet, da kümmerte sich Dahkil um die Verletzten. Für ihn gab es keine Ausnahme, also versorgte er auch den letzten überlebenen Kultisten, den Anführer. Der riss plötzlich ein Messer hervor, um den Arzt zu erstechen. Der Araber wich dem Angriff aus und sah entsetzt zu, wie der Mann die Waffe quer durch den Raum warf und Pfarrer Ellwood im Rücken traf. Der Pfarrer sackte schwer verletzt über dem unheiligen Altar zusammen. War der Pfarrer wirklich tot?

Ian schoss dem Angreifer den Kopf weg, während Dahkil augenblicklich zu Pfarrer Ellwood rannte. Unter Aufbietung seines ganzen Könnens gelang es ihm, das Leben des Mannes zu retten. Ian schwor, ab sofort keine Gefangene mehr zu machen. Komme was da wolle und egal was Lord Huntington sagen würde.

Torchwood ging zum Pfarrhaus zurück. Obwohl Ian den Steinkopf lieber zerstört hätte, beschlossen Lord Huntington und Lady Autum das Artefakt und die Gefangenen nach London zu bringen und in die Obhut der dortigen Loge zu übergeben. Ian, Dahkil und Paddy wollten noch einen Tag in Rosslyn bleiben, um vielleicht weitere Spuren zu finden. Sie hatten zwar herausgefunden, dass van Helsing sicher abgereist war, doch sein Ziel lag im Dunkeln, ebenso wie der Grund seines Aufenthalts in Rosslyn …

Bildquelle: Wikipedia/Thomas Duesing

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »

Rippers Cardiff 12 - Die van Helsings

Erstellt von Taysal am 7. August 2011

freimaurerNachdem die Rippers nun Fortgeschrittene sind, habe ich das Abenteuer “Broken Masonry” in Angriff genommen. Eigentlich startet die Plot-Point-Kampagne ja mit “Hyde Park Horror”, aber das Szenario hatte ich schon einmal und wollte eine kleine Änderung. Deswegen baute ich die Hydes über einen Umweg ein. Doch der Reihe nach.

Torchwood war wiedervereint, das Hauptquartier weiter ausgebaut und die letzten Verwundungen auskuriert. Die kleine Loge war stolz darauf, dass die berühmten van Helsings sie eingeladen hatten. Es wurden alle nötigen Reisevorbereitungen getroffen, dann waren die Rippers auf dem Weg nach London.

Das Anwesen der berühmten Vampirjäger war imposant und die große Londoner Loge imponierte den Cardiff-Rippers. Leider war Abraham van Helsing abwesend und die Rippers wurden von seinem Sohn Johann empfangen. Der junge Mann entschuldigte sich für die Abwesenheit seines Adoptivvaters und erklärte, dass dieser vor einigen Tagen mit unbekanntem Ziel aufgebrochen sei. Seitdem hatte es kein Lebenszeichen mehr von dem alten Mann gegeben und Johann machte sich  Sorgen. Leider war er unabkömmlich, denn die Loge plante einen schweren Schlag gegen die Kabale. Für Torchwood war es eine Ehrensache ihre Hilfe anzubieten und Abraham van Helsing zu suchen.

Kurz darauf standen die Logenmitglieder in der gut sortierten Bibliothek der van Helsings. Sämtliche Geheimnisse der Rippers befanden sich hier irgendwo, verbotenes Wissen aus der Vergangenheit und schreckliche Informationen über die Kabale. Und hier waren auch die Unterlagen von Abraham van Helsing. Einfach so offen auf dem Tisch?

So wie es aussah, war van Helsing nach Schottland gereist, um dort die Kapelle von Roslyn zu untersuchen. Der alte Mann war auf Schriften der Freimaurer gestoßen und hatte entdeckt, dass wohl auch Doktor Jack ein Interesse an der Kapelle hatte. Für van Helsing schien es ein Wettlauf mit der Zeit, deswegen wohl auch sein überstürzter Aufbruch. Die Rippers informierten Johann kurzerhand über ihre Entdeckung, besuchten die Waffenkammer der Loge und machten sich dann auf den Weg nach Schottland.

Lord Hunington, Lady Autum und Lady Mustang beschlossen standesgemäß zu reisen und benutzten ihren Privatwagon, den sie auch für den Weg nach London eingesetzt hatten. Das versprach die höchste Bequemlichkeit und auch ihre Freunde von niederem Stand durften den Wagon benutzen.

Die letzten Tage waren ohne große Schwierigkeiten vergangen. Doch nun schlug das Schicksal erbarmungslos zu. Der Wagon wurde plötzlich langsamer. Paddy wagte einen Blick nach vorne. Eisenbahnräuber hatten einige der Wagen während der Fahrt abgehängt. Mit Pistolen bewaffnet zwangen sie die Fahrgäste Geld, Schmuck und Papiere in einen großen Sack zu werfen. Es waren vier Gauner und die Rippers waren  zuversichtlich, es mit den Halunken aufnehmen zu können.

Paddy setzte seine Fogwatch ein, seine Freunde machten sich kampfbereit. Auch Vigor, der sibirische Tiger von Lord Huntingon - ein wildes und bösartiges Tier. Paddy rief mit verstellter Stimme, dass im letzten Wagen besonders wertvolle Beute zu finden sei. Zwei der Gauner kamen auch sofort herbei, die beiden anderen Halunken blieben ein Stück zurück und warteten ab. Ob das gutgehen würde?

Kaum waren die Verbrecher im Luxus-Wagon, da bliesen die Rippers zum Angriff. Vigor sprang vor und riss einen der Männer zu Boden. Waffen knallten und dann schrie der zweite Gauner wütend auf. Vor den Augen der Rippers schwollen seine Muskeln an und er mutierte zu einem grässlichen Monster - ein Jekyll, wie Paddy schlussfolgerte. Von einem Augenblick zum anderen wurde die Situation bedrohlicher. Doch die Rippers behielten einen ruhigen Kopf. Ohne mit der Wimper zu zucken, erledigten sie die Hydes. Immerhin waren sie erfahrene Monsterjäger. Doch was hatten die Hydes im Zug gewollt?

Keiner der Rippers glaubte an einen Zufall. Und dann entdeckte Paddy eine junge Frau, die zu fliehen versuchte. Der Ire setzte der Frau nach und stellte sie schlussendlich. Es kam zu einem Gerangel, dann schleppte Paddy die Frau zum Zug zurück. Hier sollte sie verhört werden. Ian war für eine möglichst brutale Vorgehensweise, doch Lord Huntington setzte sich für eine sanfte Art der Befragung ein. Schlussendlich fasst die junge Frau, Abigail Quinn, sich ans Herz und erzählte den Rippers ihre Geschichte.

Abigail war die Tochter eines Handwerksmeisters aus London, der im Auftrag eines mysteriösen Mannes an einer schnellen Dampfyacht gearbeitet hatte. Nach Fertigstellung der Arbeiten, war es zwischen den beiden Männern zu einem Streit gekommen, den Abigail zufällig beobachtete. Der mysteriöse Auftraggeber hatte auf ihren Vater geschossen und war dann gegangen, um seine Leute zu holen. In dieser kurzen Zeit war Abigail zu ihrem sterbenden Vater geeilt. Der hatte ihr befohlen London zu verlassen und sich irgendwo zu verstecken. Abigail hatte Geld und Papiere vom Schreibtisch in ihre Tasche geräumt und war in den erstbesten Zug gestiegen, der London verließ. Zufall?

Die Rippers baten nun darum, die gestohlenen Papiere lesen zu dürfen. Abigail händigte ihnen die Schreiben aus. Darunter der Brief eines J, der von “Omega” und einer “Biosphäre” schrieb. Mysteriös. Die Rippers waren sich einig: Die Kabale steckte hinter der Sache.

Zwischenzeitlich war der Zug wieder eingetroffen und die Wagons wurden angehängt. Dann ging die Reise weiter nach Rosslyn, einem kleinen und beschaulichen Dorf inmitten Schottlands …

Bildquelle: http://www.freimaurer-wiki.de

Abgelegt unter Allgemein, Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »

Rippers Cardiff 11 - Setmosis erwache!

Erstellt von Taysal am 28. Juli 2011

Wie schnell die Zeit dahin rauscht. Bereits elf Spielsitzungen, mir kommt das viel kürzer vor. Jedenfalls ist es nun geschafft und “The Black Ankh” wurde abgeschlossen. Ich muss sagen, das Finale steckte voller Überraschungen. Und genau das hat großen Spaß gemacht.

Die Rippers hatten die Grabkammer von Setmosis erreicht und sahen sich genauer um. Im Schein ihrer Lampen entdeckten sie den Sarkophag des Pharaos. Vorsichtshalber ließen sie ihn erst einmal in Ruhe und erkundeten die anliegenden Räumlichkeiten, um deren Geheimnisse zu erkunden. Auffällig war eine Felswand mit dem versenkten Relief Setmosis’. Scheinbar konnten dort Gegenstände eingepasst werden.

Ian stieß auf eine lebensgroße Statue des Seth aus schwarzem Stein. Sie hatte etwas majestätisches an sich und der Jäger entdeckte, dass die Statue nur auf dem Sockel stand - so als könne sie jederzeit lebendig werden und herabschreiten. Paddy lockerte den Krummstab der Statue aus deren Griff, aber nichts geschah. Hatten etwa alle die Gefahr überschätzt?

In einem weiteren Raum fanden die Rippers Ubashtis, kleine Statuen aus Stein, die alt-ägyptische Arbeiter darstellten. Es gab hunderte von den Figuren. Außerdem eine weitere Statue des Seth. Auch hier konnte der Krummstab entfernt werden, was Ian tat. Plötzlich hörten die Rippers Sand rieseln. Ian hatte einen Mechanismus ausgelöst, den Paddy nun schnell reparierte. Das Geräusch verstummte und die Rippers machten sich auf die Suche nach der Herkunft des Rieselns.

Hinter einem Regal entdeckten sie drei weitere Ubashtis, die bereits halb von Sand bedeckt waren. Der Auslöser hatte also dafür sorgen sollen, dass diese Figuren vor den Augen von Grabräubern versteckt wurden. Paddy und Dakhil untersuchten die Statuen genauer und der Araber entzifferte die Schriftzeichen. Es handelte sich um Beschwörungsformeln. Paddy wagte ein Experiment. Er stellte eine der Statuen auf den Boden und sprach die Formel. Tatsächlich, der Ubashti wuchs auf Lebensgröße heran und bot untertänig seine Dienste an. Die Rippers hatten drei magische alt-ägyptische Arbeitergolems in ihren Besitz gebracht.

Ian stöberte ebenfalls weiter und entdeckte die Schatzkammer. Er bleib am Eingang stehen und war begeistert von der Pracht, die sich ihm bot. Allerdings verschwieg der dicke Mann vorläufig seinen Fund. Lord Hunting fand den Zugang zur Schatzkammer ebenfalls und im Kopf überschlug er den Wert dieser Sammlung. Endlich hatten sich seine Investitionen einmal gelohnt und er konnte den bisherigen Verlust mehr als wett machen. Die Schätze waren sicherlich ein bis zwei Millionen englische Pfund wert. Doch würde all das Gold den Lord glücklich machen?

Das Grabmal von Setmosis war nun erkundet und die Rippers wandten sich wieder der Grabkammer zu. Außer dem Sarkophag des Pharaos standen zwei kleine Sarkophage neben den Treppen, die in die Grabkammer führten. Ian nutzte die Gelegenheit aus, um sich einen der Gegenstände aus der Schatzkammer zu stibitzen. Das war natürlich gegen den ausdrücklichen Befehl von Lady Autum, die eine Falle witterte. Ian achtete natürlich auf sämtliche Vorsichtsmaßnahmen, aber das Betreten der Schatzkammer löste bereits die Falle aus. Eine schwere Steinplatte fuhr am Eingang der Grabkammer hinab und die Rippers waren eingesperrt.

Paddy hatte Ian beobachtet und war ziemlich erbost wegen dem Diebstahl. Der Ire aktivierte sein Fogwatch und schon war er unsichtbar. Als Ian in Richtung Sarkophag ging stellte er ihm ein Bein und verkündete mit verstellter Stimme, dass der Fluch des Pharaos Ian treffen würde. Prompt stolperte der Großwildjäger nach vorne. Dabei stellte er sich dermaßen ungeschickt an, dass er mit den Händen voran gegen die Deckplatte des Sarkophags kam und diese wegstieß. Und mit der Platte fielen auch die Bannsprüche vom Sarkophag und Setmosi erwachte aus seinem langen Schlaf. War hier das Ende der Rippers?

Torchwood war eine eingeschworene Loge und hatte bereits mehrere schlimme Situationen gemeistert. Also behielten alle einen ruhigen Kopf. Während sich Setmosis im Sarkophag aufrichtete, machte Ian einen Schritt zurück und zog seine Schrotflinte. Es gab einen lauten Knall und die Bandagen der Mumie bildeten einen morbiden Nebel. Setmosis fiel nach hinten in den Sarkophag zurück. Mit seinen Händen umklammerte er das schwarze Ankh. Der Pharao versuchte erneut aufzustehen, während aus den beiden anderen Sarkophagen seine Hohepriester traten. Doch bevor diese etwas unternehmen konnte, stieß Lady Mustang Setmosis ihren Schirm in die letzten verbliebenen Bandagen, wickelte sie auf und zog feste. Die Bandagen schnitten heftig in den Schritt des Pharao.

Der versuchte erneut sich aufzurichten und wurde Opfer von Lady Autums telekinetischem Angriff. Obwohl der Pharao versuchte mit seiner eigenen Magie dagegen anzugehen, entriss ihm die junge Lady das schwarze Ankh und bekam die Kontrolle über beide Hohepriester-Mumien. Während Ian noch ein wenig an Setmosis zündelte, befahl Lady Autum den Hohepriestern den Pharao zu erledigen. Und schon war Setmosis wieder Geschichte. Nun drohte das Grabmal einzustürzen und die Rippers bangten um ihr Leben.

Glücklicherweise erwies sich einer der Krummstäbe als Schlüssel, um die Steinplatte wieder anzuheben. So gelang den Rippers im letzten Augenblick die Flucht aus der einstürzenden Grabkammer. Für Lord Huntington ein schwerer Schlag, denn die gesamten Schätze lagen unter Tonnen von Geröll begraben. Oder?

Einige Handvoll Schmuck hatte Ian noch einstecken können, Paddy hatte das Schwert von Setmosis erbeutet und Lady Autum besaß das schwarze Ankh. Mit dieser Beute erreichten die Rippers nach einer weiteren Woche wieder Kairo. Doch am Stadttor erwartete sie eine böse Überraschung.

Doktor Stewart erwies sich als Schurke übelster Sorte. Er hatte Kultisten um sich geschart und hielt Daphne und Boy als Geisel. Paddy und Ian wollten sofort gegen ihn vorgehen, doch Lord Huntington hielt seine Freunde zurück. Ihm war klar, dass ein Angriff auf Stewart den Tod zweier Unschuldigen bedeuten könnte. Stattdessen überzeugte der Lord Doktor Stewart davon, dass die Mission der Rippers fehlgeschlagen sei. Und Stewart glaubte den Rippers.

Schlussendlich wurde die Vereinbarung getroffen, dass die Rippers Kairo am Abend verlassen würden. Stewart versprach seine Geiseln freizulassen, sobald die Rippers am Hafen waren. Tochwood hielt sich natürlich an das Versprechen, doch Stewart kam nicht. Hatte er sie hereingelegt?

memphisDie Rippers machten sich auf den Weg und suchten nach ihm. Es bedurfte einiger Recherche, dann verriet ihnen jemand, das Doktor Stewart nach Memphis aufgebrochen war und dort in einem der alten Tempel ein Ritual abhalten wollte. Die Rippers heuerten mit Dakhils Hilfe einige bewaffnete Einheimische an, dann ritten sie in die alte Stadt der Könige.

Tatsächlich entdeckten die Rippers den alten Tempel. Sie kamen gerade noch rechtzeitig, denn Stewart war im Begriff das Ritual zu vollenden. Er hob den Opferdolch und - die Rippers bliesen zum Angriff. Stewart war erstaunt, doch sein Erstaunen hielt nur wenige Augenblicke an. Dann stand er in Flammen und verbrannte qualvoll. Seine Untergebenen sahen sich einer großen Übermacht gegenüber und ergaben sich. Ian erschoss noch einen der Kultisten, dann hinderten ihn die anderen an weiteren Morden.

Am nächsten Tag reisten die Rippers aus Kairo ab. Sie verabschiedeten sich von Daphne und dem Mon General, denn die Heimat rief. Nur drei Wochen später standen die Rippers wieder auf walisischem Boden, sie waren zurück in Cardiff. Lord Cedrick hatte jedoch schlechte Nachrichten, denn zwei Mitglieder der Loge waren im Kampf gegen die Kabale getötet worden. Die mitgebrachten Schätze wurden deswegen dringend gebraucht, um die Loge wieder auf Vordermann zu bringen und auszubauen. Der Alltag hatte die Rippers wieder. Und just in diesem Augenblick traf ein Schreiben aus London ein. Die van Helsings luden zum Treffen ein.

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »

Rippers Cardiff 10 - Im Tal des Todes

Erstellt von Taysal am 20. Juli 2011

Und weiter geht es mit “The Black Ankh”. Bewaffnet mit Käsewürstchen, Chili-Fleischwurst und Mineralwasser, sollte die Spielsitzung kein großes Problem sein. Einer der Spieler - ein Fresh-Savage - merkte vor der Spielsitzung noch an, dass er genug Bennies hätte und er gar nicht wüsste, wofür er sie ausgeben solle. Ach ja, die Jugend von heute, naiv und unbekümmert …

Das Abenteuer nutzt ja etliche Klischees und ist zeitweise sehr voraussehbar. Diesmal stand der Überfall der Grabwächter an. Laut Abenteuer lagen die im Hinterhalt. Einfach so einen Hinterhalt mit Auslöser zu legen, fand ich zu abgeschmackt. Die Gruppe vielleicht gefahrlos vorbei marschieren zu lassen, widerstrebte mir ebenfalls. Also habe ich mir was einfallen lassen und das Abenteuer um etwas Treibsand erweitert. Doch der Reihe nach …

Die Rippers hatten also endlich das Tal des Todes erreicht. Sie waren ihrem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen und brannten darauf, das Grabmal von Setmosis zu betreten. Doch erst einmal mussten sie in das kleine Tal hinein, dass sich tief in Mauqed Safah Allah schnitt. Bereits nach den ersten Metern kamen die Rippers ins Schwitzen, denn Chaur el Masra erwies sich als natürliche Sonnenfalle. Also drehte Torchwood um und verließ das Tal. Niemand hatte Lust tagsüber hinein zu gehen. Also wartete die Expedition die Nacht ab, bevor sie einen weiteren Vorstoß wagte.

Die Temperaturen waren zwar um dreißig Grad gefallen und die starke und schnelle Wärmeabnahme ließ die Rippers erst einmal frösteln, trotzdem lagen die Temperaturen noch immer bei knapp dreißig Grad Celsius. Also dennoch ein angenehmes Arbeitsklima. Oder?

Die Expedition betrat also erneut das Tal des Todes. Die Rippers schritten mit Dakhil an der Spitze voran, dann kamen die Arbeiter und den Abschluss bildeten die Fremdenlegionäre. Nach knapp achthundert Metern erreichte die Gruppe einen großen Felsen, der den Weg ein Stück weit teilte. Dakhil entschied sich rechts entlang zu gehen, über eine feine Sandfläche. Dank Lady Autum erkannten die Rippers aber rechtzeitig, dass sich hier Treibsand befand. Dakhil suchte zwar nach einem Weg hindurch, fand aber keinen. Also drehte die Expedition um und versuchte ihr Glück links herum, zwischen großen Felsbrocken hindurch. Alle sahen dabei immer besorgt nach oben, stets die Angst im Nacken weitere Felsen könnten hinabstürzen oder von Beduinen hinabgeworfen werden. Hatten die Rippers etwa eine Ahnung, was da kommen würde?

Vielleicht. Trotzdem liefen sie in einen Hinterhalt weiterer Beduinen. Vier von ihnen hatten sich hinter den Felsen verschanzt und eröffneten mit ihren Musketen das Feuer. Dakhil wurde in der Brust getroffen und ging sofort zu Boden, wo er blutend liegenblieb. Lord Huntington hatte hinter dem Araber gestanden und wurde ebenfalls getroffen. Das machte ihn zornig, denn er war der festen Überzeugung, alle hätten es stets auf ihn abgesehen.

Lord Huntington stürmte nach vorne, während sich zu den Seiten der Expedition weitere Beduinen aus dem Sand erhoben und mit schwingenden Krummsäbeln in den Nahkampf gingen. Glücklicherweise hatten sich dort die Legionäre positioniert und deckten die Flucht der panischen Arbeiter.Ein weiterer Beduine, mit vornehmen Aussehen und von edler Gestalt, erhob sich aus dem Sand und stellte sich den französischen Soldaten. Kunstvoll wirbelte er sein Schwert herum und setzte seine Feinde außer Gefecht.

Lady Autum und Ian machten ihre Feuerwaffen bereit und scherten zur linken Flanke aus. Sie nahmen die Nahkämpfer und den offensichtlichen Anführer der Beduinen aufs Korn. Eiskalt schossen sie die einfachen Beduinen über den Haufen, während Lord Huntington zwischen die Felsen sprang. Er hatte seine Ripperklaue ausgefahren und schnetzelte nun wild herum. Lady Mustang war zu Dakhil gelaufen und kümmerte sich um den am Boden liegenden Araber. Die Verletzungen waren schwer und das Blut einfach nicht zu stoppen. Zeit und Leben rannen aus dem Körper des Arztes. Zu allem Unglück hatte einer der Heckenschützen seine Muskete fallen gelassen und den Krummsäbel gezogen, mit dem er nun auf Lady Mustang losging. War die Situation vielleicht aussichtslos?

Derweil hatte der Beduinenanführer den letzten Legionär niedergstreckt und stand jetzt ohne Deckung da. Ein Fehler, wie sich schnell herausstellte. Im Kugelhagel seiner ungläubigen Feinde ging er in die Knie. Er musste mit ansehen, wie Lord Huntington die letzten Kumpanen regelrecht enthauptete, da stand er ein letztes Mal auf und warf seine Waffe weg. “Friede!” kam es über seine blutigen Lippen, doch Ian sah rot und jagte dem Beduinen eine Kugel zwischen die Augen.

Von den Angreifern hatte niemand überlebt, aber auch die Rippers hatten Verluste hinnehmen müssen. Zwei der Legionäre, der Sergant und ein Arbeiter waren tot. Dakhil hatte zwar überlebt, war aber verletzt. Er spritzte sich Morphium gegen die Schmerzen und begann die Verletzten der Expedition zu versorgen. Dann ging es weiter ins Tal des Todes hinein. War das eine kluge Idee?

Die Expedition erreichte tief in der Nacht den auf der Karte angegebenen Punkt und schlug ihr Lager auf. Der Eingang des Grabmals Setmosis’ war von Sand verschüttet. Also wurde der Plan entwickelt Nachts zu graben und am Tage zu ruhen. Dakhil beaufsichtigte die Arbeiter und schon ging es los. Zwei Nächte lang wurde gegraben, dann waren Sand und Kies abgetragen. Nur noch eine Ziegelmauer versperrte den Eingang zur Grabkammer. Die Mauer war mit der Warnung vor einem Fluch versehen. Das setzte die Arbeiter in helle Aufregung, aber Dakhil konnte die Leute beruhigen.

eingang-zum-grabIan, ziemlich ungeduldig, begann die Mauer einzureißen. Dakhil unterstützte ihn, doch vor dem endgültigen Durchbruch ging er aus dem Loch, um etwas zu trinken. Kaum hatte der Großwildjäger im Alleingang die Mauer durchbrochen, schien der Wind eine Warnung zu flüstern, die erneut alle in Aufregung versetzte und Dakhils Überredungskünste forderte. Tatsächlich war es ein Fluch, der über die Rippers strich. Aber nur Lord Huntington wurde davon berührt und er war deswegen ziemlich niedergeschlagen.

Während die Legionäre den Eingang sicherten und sich die Arbeiter ausruhten, stiegen die Rippers, mit Lampen ausgerüstet, in die Tiefe. Sie durchschritten erst einen langen Gang, der mit Hieroglyphen versehen war. Der Text löste Ehrfurcht in Dakhil aus, der beeindruckt anfing zu schlottern. Paddy verlangte eine Übersetzung und der Araber gab sie ihm auch. Der Ire ließ die Worte wirken, dann war er ebenfalls erschüttert ob der Warnungen und Flüche, die an der Wand standen.

Am Ende des Ganges hatten sich alle wieder gefasst. Lord Huntington ging vor, Dakhil dahinter. Als der Araber die Warnung vor einer Falle las, da war es für den Lord schon zu spät und er stürzte in die Tiefe. Glücklicherweise überlebte er und wurde mit einem Seil wieder hochgezogen. Die dunkle Grabkammer war voller Gefahren. Würden die Rippers sie lebend überstehen?

Vorsichtig meisterte Torchwood auch dieses Hindernis und gelangte in einen großen Raum mit Säulen, die beschrieben waren. Erneut waren Dakhils Fähigkeiten gefragt und der Araber übersetzte die Texte. Das dauerte natürlich seine Zeit, doch dann konnte er den Ungläubigen vom Leben und vom Tod des Pharao Setmosis berichten. Lord Huntington achtete sehr genau auf die Worte und zählte sich an allen fünf Fingern ab, wie viele potenzielle Feine im Grab eingemauert waren. Sein Gesichtsausdruck war saurer als eine Zitrone.

Es ging weiter und die Rippers erkundeten die Räume, die allesamt mit Hieroglyphen versehen waren. Auffällig waren die vielen Platzhalter und leeren Stellen in den Schriften. Ian vermutete, dass es sich bei dem Grabmal um eine unvollendete Baustelle handelte, die durch Setmosis gewaltsamen Tod für den Pharao benutzt wurde. Lag er mit dieser Vermutung vielleicht richtig?

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »

Rippers Cardiff 09 - Sand, überall nur Sand

Erstellt von Taysal am 13. Juli 2011

Endlich geht es weiter mit “The Black Ankh” und langsam füllt sich auch mein kleines Kampagnenheft mit allerlei Informationen. Bisher ist das Abenteuer voller Klischees und ich glaube, das beeinflusst auch ein wenig das Spiel meiner Gruppe. Überall vermuten sie Feinde, Verschwörungen und Hinterhältigkeiten. Dabei bin ich doch harmlos.

Der Sommerferien wegen haben wir jedenfalls einen guten Ersatz für den fehlenden Arzt der Loge gefunden. Bis zum Schulanfang ist so wenigstens die ärztliche Versorgung gesichert und Paddys Spieler hat auch aufgehört zu jammern. Stattdessen werkelt er nun an einer Art Verbesserung, um den fehlenden Konstitutionspunkt auszubessern, den eine seiner Verletzungen mit sich brachte. Immerhin ist Paddy ein verrückter Wissenschaftler und ich denke, das wird schon klappen. Spieltechnisch lasse ich das über Eigenschaft stärken/schwächen laufen, mit Tokens zur Erforschung der einzelnen Bauteile. Vielleicht sieht das später dann wie ein Steampunk-Iron-Man aus.

An alle Leser dieses Artikels die des Arabischen mächtig sind: Ich bin es leider nicht und entschuldige mich im Vorfeld für meine Eigenkompositionen. Dazu zählt auch eine von mir erstellte Ausrüstungsliste, die ich auf meine Gruppe angepasst habe. Die ganze Liste basiert auf der Rippers-Liste. Allerdings habe ich bei der Schutzkleidung probeweise den Schutzwert verändert und die panzerbrechende Wirkung der Schusswaffen ebenfalls. Sinn und Zweck der Sache ist es den auf die SW:GE angepassten Schaden (W4 statt +1 etc.) etwas mehr auf den Mittelwert der Schadenswürfel anzupassen, und dem die panzerbrechende Wirkung der Schusswaffen anzugleichen. Mal gucken, ob und wie sich das Spielgefühl verändert.

Zusätzlich habe ich die Ausrüstung auf die Setzkasten-Idee von Zornhau angepasst, wie sie auf Savage Nights zu finden ist. Das ist etwas gröber, aber sicherlich auch schneller. Und damit es auch einige Beschreibungen gibt, habe ich Wikipedia durchstöbert. Zu guter Letzt noch ein wenig in “Red Sands” herumgewildert und das Ganze dann zusammengefügt. Mal sehen was diese Ausrüstungsmixtur so hergibt oder ob ich einfach wieder alles einstampfe.

Weil ich eh einen Hintergrund für meine Rippers-Dokumente haben wollte und der normale Charakterbogen irgendwie englisch ist, der offizielle deutsche Charaktebogen keine Rippers-Einträge hat und der Bernd-Charakterbogen zwar gut ist, aber nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht, hab ich auch einen Entwurf für einen eigenen Charakterbogen angefertigt. Der wird aber noch etwas überarbeitet, um einige Forderungen meiner Spielgruppe umzusetzen. Im Verbund mit den selbst gemachten Chip-Bennies ist das mal wieder eine ziemlich einzigartige Runde.

Als Nebenprodukt dieser Spielsitzung ist übrigens der Begegnungsgenerator für die Wüste entstanden, da mir das Ding aus dem Abenteuer doch zu klein und zu ungenau war. Doch nun zum Spielbericht:

Die Rippers standen nun in der Lobby ihres Hotels und überlegten, wie sie die Karte übersetzen sollten. Niemand von ihnen traute Stewart so recht über den Weg. Torchwood vermutete, er würde sie vielleicht hintergehen oder hätte unlautere Absichten. Glücklicherweise befand sich ein arabischer Arzt in der Nähe, der fließend mehrere Sprachen beherrschte und zudem mit dem Altägyptischen vertraut war. Die Rippers ahnten nicht, dass dieser Umstand darin begründet lag, dass der gute Mann seinem Schwager Jussuf oftmals einen Gefallen erwies - der ein schlitzohriger Grabräuber war.

Da die Rippers Davis’ Freund also misstrauten, sprachen sie den Araber an. Der Mann stellte sich als Dakhil vor und war den ungläubigen Ausländern gegenüber sehr aufgeschlossen. Nur zu gerne hörte er ihnen zu und war erfreut, als ihm englische Pfund in Aussicht gestellt wurden. Ob das eine gute Idee war einem Fremden so schnell zu vertrauen?

Dakhil hatte keine Probleme die Hieroglyphen zu übersetzen, doch um die Landschaftsmerkmale auf der Karte zuordnen zu können, war ein wenig Recherche notwendig. Deswegen verbrachten die Rippers den ganzen Nachmittag in der Stadtbibliothek. Gegen Abend hatte der Araber die Punkte auf der Karte zuordnen können und wusste, wo sich das Grab von Setmosis befand: Chaur el Masra - im Tal des Todes; in einem Gebiet namens Mauqed Safah Allah: Die Herdplatte Gottes.

Das klang nun nach einer Herausforderung, die von den Rippers gerne angenommen wurde. Die Loge bat Dakhal sich um Arbeiter, Tiere und Ausrüstung zu kümmern, um so schnell wie möglich aufbrechen zu können. Für den Araber kein Problem, kannte er sich doch durch Jussuf mit Expeditionen aus. Der Arzt überlegte die Expedition an seinen Schwager zu verpfeifen, entschied sich aber vorerst anders.

Die Rippers vermuteten also, dass ihnen jemand auf der Spur war und beschlossen bei der Fremdenlegion vorzusprechen. Vielleicht würde der Kommandant ihnen ein paar Soldaten mitgeben. Lady Mustang, Lady Autum und Paddy übernahmen die Aufgabe in der Garnison vorzusprechen. Général de corps d’armée der Légion Étrangère (Korpskommandeur der Fremdenlegion) war Paul Anté. Der Abstammung nach wohl Spanier, doch im Dienst der Legion zum galanten Franzosen und unnachgiebigen Soldaten gereift.

Mon Général Anté war erfreut sich den staubigen Alltag mit dem Besuch zwei reizender Engländerinnen zu versüßen. Er hörte sich das Anliegen seiner Besucher an und dachte darüber nach. Das Leben in Kairo war teuer, die Ladys charmant und so willigte der Kommandant ein einige seiner Legionäre für die Expedition freizustellen. Allerdings würde das einige Pfund kosten. Die Rippers verabschiedeten sich vorläufig und versprachen am Abend einen Boten mit der Antwort zu schicken. Bevor sie die Garnison verließen bemerkte Lady Autum, dass der gute Soldat ihr schöne Augen machte.

Beim Tee tauschten sich die Rippers aus und planten die bevorstehende Expedition. Vor allem Ian Atkins wies daraufhin, dass einige erfahrene Legionäre zur Sicherheit der Truppe beitragen würden. Lord Huntington monierte jedoch, dass die Kosten derzeit schon weit über den Spesen lagen, die ihnen Lord Cedrick in Cardiff ausgezahlt hatte. So war es wohl an Lady Autum den Général zu bezirzen und im Preis zu drücken. Lady Autum errötete natürlich, willigte aber ein. War das noch sittlich?

Général Antè ließ Lady Autum von seiner Kutsche zum Abendessen abholen. Sein Koch hatte auserlesene Spezialitäten der Region zubereitet, allerdings mit einer kultivierten europäischen Note und französischem schick. Antè wollte beeindrucken und das gelang ihm, doch gleiches galt für Lady Autum, die dem erfahrenen Recken ziemlich den Kopf verdrehte. Allerdings blieb sie dabei züchtig und gewährte nur ein paar tiefe Einblicke und die Aussicht, nach ihrer sicheren Rückkehr aus der Wüste erneut zu einem Abendessen zu erscheinen. Und daraus könnte sich ja vielleicht eine kleine Liebelei ergeben.

So waren die Rippers am nächsten Tag bereit zum Aufbruch. Gute ausgerüstet und bewaffnet, ein halbes Dutzend Arbeiter, ordentlich Ausrüstung und Kamele als Tragetiere dabei. Für die Sicherheit der Expedition würde Sergent (Gruppenführer) Frédèric Gilbert und seine vier untergebenen Legionäre sorgen. Die fünf Soldaten machten einen kompetenten Eindruck und waren sicherlich eine Bereicherung für die Expedition. Oder?

beduinenLaut Karte würde die Reise sieben Tage lang nach Westen in die Wüste führen. Die Mauqed Safah Allah sollte in sechs Tagen erreichbar sein und Dakhal hatte bereits darauf hingewiesen, dass es dort besonders heiß würde. Allen war mehr als bewusst, wie gefährlich die Expedition sein würde. Und tatsächlich, bereits am ersten Tag begegneten die Rippers Beduinen in der Wüste, die langsam auf sie zukamen.

Dakhal kam aus der Gegend und erkannte die Reiter in ihren blauen Gewändern. Es waren Reiter von Scheich Arif bin Laden, bekannt für ihre räuberische und kriegerische Art. Wer ihnen begegnete endet auf einem Sklavenmarkt oder mit durchschnittener Kehle. Den Rippers war klar, dass zwei europäische Ladys für solche Beduinen eine große Versuchung darstellten. Glücklicherweise waren die Beduinen noch weit genug weg. Alle warfen sich in den Sand, legten ihre Waffen an und warteten. Als die Reiter nahe genug waren, eröffneten die Rippers das Feuer und mähten die Beduinen gnadenlos nieder. Dieses Gefecht war scheinbar nur der Auftakt, denn die Reiter des Scheichs setzten den Ungläubigen nach und es kam während der nächsten fünf Tage zu weiteren Überfällen. Doch stets blieben die Rippers siegreich und die Beduinen wurden im Vorfeld in die Flucht geschlagen. Das sorgte im Zelt des Scheichs natürlich für schlechte Laune.

Weitaus dramatischer als die Überfälle der Beduinen, entpuppte sich eine kleine Giftschlange, die Ian ins Bein biss. Glücklicherweise kannte sich Dakhal mit Schlangenbissen aus und versorgte den Großwildjäger schnell. Es gelang ihm sogar das Bein des dicken Mannes zu retten, so, dass Ian humpelnd weiter an der Expedition teilnehmen konnte. In der Gluthitze der Wüste erreichten die Rippers dann, am Morgen des siebten Tags, Chaur el Masra …

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »

Rippers Cardiff 08 - Was für ein Wahnsinn

Erstellt von Taysal am 5. Juli 2011

Und weiter geht es mit dem Abenteuer “The Black Ankh”. Dabei handelt es sich übrigens um ein Abenteuer von Paul “Wiggy” Wade-Williams und bedient sich an bekannten Abenteuerfilmen und Klischees. Gegenwärtig dürfte der Film “Die Mumie” am besten als Vorlage passen. Das Abenteuer zu leiten macht bisher großen Spaß, wenn ich auch den ein oder anderen Punkt glattbügeln muss, damit er mir passt. Scheinbar haben Kaufabenteuer noch immer das Problem ein anständiges Personen- und Ortsregister zu führen. Das fand ich damals an den Darksun-Abenteuern von TSR immer schick. Die hatten nämlich ziemlich brauchbare Personenregister.

Die staubige Wüste Ägyptens ist jedenfalls ein toller Kontrast zu “The Templar Legacy”, das im schönen Südfrankreich spielt. Auf das Abenteuer freue ich mich schon und überlege, ob und wie stark meine Gruppe eigentlich der Plot-Point-Kampagne folgen soll. Immerhin gibt es verdammt viele Ecken, in denen die Rippers aktiv sein könnten. Aber erst einmal schauen, wie weit die Loge überhaupt kommt.

Die Mitglieder von Torchwood hatten in der letzten Spielsitzung viel und hart einstecken müssen. Den armen Paddy hatte es besonders schlimm erwischt. Also brachten ihn seine Kameraden ins Krankenhaus, um dort seine Wunden versorgen zu lassen. Der behandelnde Arzt verlangte von den ungläubigen Ausländern natürlich eine viel zu hohe Behandlungsgebühr, doch zähneknirschend zahlten die Rippers die verlangte Summe. Der Arzt war sein Geld auch wert und konnte die Wunden von Paddy behandeln, aber die Berührung der Mumie war auf dessen Lunge geschlagen und hatte seine Konstitution stark angegriffen. Paddy war erschüttert und verzweifelt. Er hatte mit allem gerechnet, doch im Kampf gegen die Kreaturen der Finsternis so schwer verletzt zu werden, das hatte er stets weit von sich geschoben. Doch auch Lord Huntington und Lady Mustang hatten bereits schwere Opfer bringen müssen.

Die Rippers versuchten neuen Mut zu schöpfen und machten sich nun auf den Weg zum Hotel zurück. Sie waren müde und angeschlagen. Die Knochen schmerzten und das Atmen fiel einigen schwer. Es war ein bedauerlicher Zustand. Doch nach einer guten Nacht und einem fürstlichen Frühstück, waren die Rippers bereit zu neuen Taten. Sie beschlossen zur Nervenheilanstalt Kairos zu fahren, um Davis zu besuchen. War das klug?

Im El-Mahdy angekommen, machten die Rippers die Bekanntschaft von Doktor Jules de Patrie, dem Leiter der Anstalt und ein geborener Franzose. Der Arzt erklärte, dass Davis nach dem Einbruch eingeliefert wurde, da er durch seine Bluttat den Verstand verlor. Nun saß er in einer kleinen Zelle und starrte die Wand an. Zudem neigte er zu Wutausbrüchen, deswegen hatten ihn die Pfleger in eine Zwangsjacke gepackt.

Die Rippers versprachen vorsichtig zu sein. Während Paddy und de Patrie draußen stehen blieben, gingen die anderen in die Zelle hinein. Dann schloss der Doktor hinter den Rippers die Türe. Davis war kaum ansprechbar, dennoch lockte ihm Torchwood einige Hinweise aus der Nase. Doch als das Wort Mumie fiel, geriet Davis in Raserei. Er sprang auf und stürzte sich auf Ian, um den dicken Großwildjäger mit bloßen Händen zu zerfleischen. Zur Überraschung aller, gelang es ihm auch beinahe.

In der kleinen Zelle kam es nun zu heftigem Tumult. Doktor Jules de Patrie versuchte so schnell wie möglich die Zelle aufzuschließen und die Rippers herauszulassen, während er nach den Pflegern rief. Schlussendlich war es aber ein Betäubungspfeil von Lady Mustang, der Davis schlafen schickte. Um einige Prellungen und Verletzung reicher, verließen die Rippers erst einmal das Krankenhaus. Müde und zerschunden riefen sie eine Kutsche und fuhren nun zu Ibrahim ibn-Gaza. Diesen Namen hatte Davis fallen lassen und glücklicherweise wusste de Patrie, dass es sich um einen bekannten Astrologen handelte.

Da niemand von ihnen Arabisch konnte und Ian Doktor Stewart misstraute, überredeten sie den Kutscher zu übersetzen. Der musste aber lange überredet werden, bevor er seinen Karren Ian anvertraute. In der dunklen Hütte machten die Rippers dann auch die Bekanntschaft von Ibrahim ibn-Gaza, dem berühmten Astrologen.

Die Übersetzung verlief recht zäh. Während im Arabischen minutenlang Wörter ausgetauscht wurden, kamen dem Kutscher im Englischen nur wenige Wörter über die Lippen. Paddy biss beinahe in seinen neuen Hut und setzte sich lieber zu Ian auf die Kutsche. Die Rippers gaben sich mühe höflich zu bleiben und verstehen, was Ibrahim ibn-Gaza sagte. Schlussendlich bekamen sie heraus, was auch Davis erfahren hatte: Der Weg liegt zu Füßen des Seth. Das hätten sich die Rippers tatsächlich sparen können, denn die Karte aus der Sethstatue hatten sie bereits in ihrem Besitz.

Der Assassine der Torchwood folgte, war über den Besuch des Astrologen sicherlich glücklicher, denn so konnte er sich im Tumult der Masse problemlos an den Karren anschleichen, sich in den Rücken der beiden Rippers bewegen und Ian seinen Dolch tief ins Herz rammen. Das dicke Fettpolster bewahrte den Großwildjäger aber vor Schlimmeren und so lag der Assassine wenige Sekunden später auf dem Boden - von Paddy mit einigen feurigen Geschossen gegrillt.

kairo-1880Nach dem Gespräch mit Ibrahim ibn-Gaza, kamen die Rippers nun auf die Idee, sich in Davis Hotelzimmer umzusehen. Immerhin hatte der Amerikaner für einige Monate im voraus bezahlt und das Hotel hielt das Zimmer auch für diese Zeit reserviert. Deswegen waren Davis’ Besitztümer auch noch alle da. Lord Huntington schickte Boy los, um den Zimmerschlüssel zu holen. Kaum war der dürre indische Junge zurück, da sollte er auch schon nach Bösewichten Ausschau halten. Auch das tat Boy gerne für seinen Sahib.

Die Rippers schlossen nun Davis’ Zimmer auf und traten ein. Es herrschte Chaos. Schränke und Truhe waren aufgezogen und durchsucht, Kleidungsstücke durcheinandergeworfen und Kissen aufgeschlitzt. Da die Rippers einen Teil der Karte bereits in ihrem Besitz hatten, waren die Einbrecher wohl auf der Suche nach der zweiten Karte. Waren die Schurken erfolgreich?

Torchwood machte sich nun selbst auf die Suche nach Hinweisen. Lady Mustang steckte einige persönliche Bilder von Davis ein. Sie überlegte, ob er damit vielleicht zur Normalität zurückfinden könnte. Lord Huntington sah mistrauisch auf den Flur hinaus, aber alles war still. Für seinen Geschmack zu still. Vom Hof her war der Ruf einer walisischen Schleiereule zu hören. Ein Zeichen von Boy. Ian betrat vorsichtig den Balkon des Hotels und sah zwei Beduinen über den Innenhof auf den Haupteingang des Hotels zukommen. Von den Angestellten oder den anderen Gästen keine Spur. Verdammt, war das ein Überfall?

Lord Huntington sah auf dem Flur ebenfalls zwei Beduinen und schloss wieder die Türe. Er hörte auf dem Balkon Ian wütend etwas rufen und anschließend zwei Schüsse. Derweil versuchten die Männer vom Flur her ins Hotelzimmer zu kommen, aber die Rippers setzten zum Gegenschlag an. Während Lord Huntington versuchte mit seiner Ripperklaue den Gaunern beizukommen, pfiffen ihm plötzlich Kugeln, Giftnadeln, Wurfmesser und Flammengeschosse um die Ohren. Der gute Lord hatte Glück, dass ihn niemand seiner Kameraden versehentlich traf. Das alles hätte schief gehen können.

Die Angreifer waren überwältigt und wurden der schnell eintreffenden Polizei übergeben. Der Hoteldirektor war froh, dass keinem seiner Gäste etwas passiert war. In den letzten Tagen geschahen einfach zu viele schlimme Dinge in seinem Hotel.

Nach diesem erneuten Angriff beschlossen die Rippers wieder zur Irrenanstalt zu fahren und dort ein weiteres Gespräch mit Davis zu versuchen. Lady Mustang erhoffte sich anhand der Bilder neue Erkenntnisse, wo denn der andere Kartenteil zu finden sei. Die Rippers wurden von Doktor de Patrie erneut in die kleine Zelle gelassen.

Peter Davis kauerte in der Ecke und wimmerte vor sich hin. Als Lady Mustang ihn ansprach, murmelte er etwas von Sally, seiner Frau. Sie möge wegrennen und er hätte ihr die Karte gegeben. Doch Davis’ Worte ergaben keinen Sinn. Die Rippers vermuteten nun, dass Davis die Karte mit der Post nach Amerika zu seiner Frau geschickt haben könnte. Deswegen dachten die Rippers darüber nach, eine Passage in die Staaten zu nehmen. Zuvor erkundigte sich aber Paddy im Hotel, ob Davis vor seiner Verhaftung einen Brief aufgegeben habe. Der Hotelangestellte verneinte. Der Ire dachte kurz nach, dann nahm er die Fotografie von Sally aus dem Rahmen und hielt prompt den fehlenden Teil der Karte in seinen Händen. Der Weg führte in die Wüste …

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »

Rippers Cardiff 07 - Auf nach Ägypten

Erstellt von Taysal am 30. Juni 2011

Nach den Erlebnissen aus dem One-Sheet “Ernteheim”, steht nun das Kaufabenteuer “The Black Ankh” auf dem Plan. Nach diesem Abenteuer sollten alle Rippers Fortgeschritten sein und ich kann mit den Plot-Points beginnen. Allerdings, wenn ich mir das so recht überlege, es gibt in Ägypten ja noch weitere Abenteuer zu erleben. “Pyramid Power” ist zwar Bestandteil der Plot-Point-Kampagne, aber mit “The Scarab” böte sich ein weiterer Ausflug innerhalb Kairos an.

Unter diesem Spielbericht findet sich übrigens eine Auflistung der Figuren, die als Miniaturen zur Verfügung stehen sollten. In meiner schluderigen Art habe ich es bisher verschlafen, entsprechende Miniaturen selber zu erstellen und mich mit den normalen Flats begnügt, die ich für Rippers habe. Die offiziellen Flats sind übrigens nur gerade so brauchbar, aber das war es auch schon. Ehrlich gesagt hätte ich mir auch eine Factory innerhalb des PDF gewünscht, aber glücklicherweise gibt es ja Grafikprogramme.

Die Mitglieder von Torchwood waren noch immer ein wenig ratlos, warum sich die Vogelscheuchen gegen den letzten Herrn von Sifby Hall stellten. Doch die Loge hatte ein Unglück verhindert und das war alles, was schlussendlich zählte. Zurück in Cardiff wurde also erst einmal ausgeruht, die Wunden versorgt und Finanzgeschäfte abgewickelt.

Paddy nutzte die Zeit, um die gefangenen Kleinen Leute genauer zu untersuchen. Der Ire experimentierte ein wenig mit ihnen und überredete Lord Huntington, sich einer komplizierten Operation zu unterziehen. Paddy wollte die Muskelstränge von einem der kleinen Leute Lord Huntington transplantieren. Der Lord sagte nach anfänglichem Zögern zu und alle waren sehr gespannt.

Im Labor der Loge wurde Lord Huntington also auf den Tisch geschnallt und im düsteren Schein der Gaslaternen, begann Paddy mit der Operation. Lady Mustang leistete ihm dabei Hilfe und nach einigen Stunden äußerst blutiger Chirurgenarbeit, war die Sache erledigt. Und Lord Huntington hatte sogar überlebt. Allerdings war seine geistige Gesundheit angeschlagen und er musste von Lady Mustang psychologisch betreut werden. Auch die Geschäfte des Lords litten darunter. Just zu diesem Zeitpunkt rief Lord Cedrick die Loge zusammen, um eine dringende Angelegenheit zu besprechen. Was war geschehen?

Nun, ein Bekannter von Lord Cedrick, ein amerikanischer Ripper namens Peter Davis, war an Informationen über das Schwarze Ankh gelangt, das sich einst im Besitz des eher unbekannten Pharao Setmosis befand. Alten Schriften nach, handelte es sich bei diesem Ankh um einen mächtigen magischen Gegenstand. Davis und seine Loge hatten sich nun auf den Weg gemacht, um in Ägypten nach dem Ankh zu suchen. Die letzte Nachricht von Davis stammte aus Kairo und lag einige Wochen zurück. Lord Cedrick bat deswegen die Loge, einige Rippers nach Kairo zu schicken, um dort nach Davis zu suchen. Natürlich meldeten sich sofort alle freiwillig, doch nur die besten Rippers wurden entsandt. So bestiegen Lord Huntington, Lady Mustang, Lady Autum, Paddy und Ian ein Schiff und fuhren damit nach Ägypten.

Die Reise dauerte einige Wochen und verlief recht ereignislos. Immerhin erlebten die Rippers so ein Weihnachtsfest auf hoher See, bevor sie in Alexandria von Bord gingen, den Nil hochfuhren und schlussendlich Kairo erreichten. Ein gewisser Doktor Stewart würde sie erwarten, ein guter Freund von Davis. Allerdings hatte Stewart keine Ahnung von den Rippers und ging davon aus, bei Torchwood würde es sich um Archäologen handeln.

Doktor Stewart und seine Assistentin Daphne Munroe begrüßten die Rippers freundlich, hatten aber schlechte Nachrichten: Davis und seine Kollegen waren ins Museum eingebrochen und hatten versucht eine Seth-Statue zu stehlen. Offensichtlich kam es dabei zu Streitigkeiten und Davis hatte seine Kumpanen getötet, bevor er von der Polizei festgenommen wurde. Nun saß der Amerikaner in der Irrenanstalt Kairos, denn sein Verstand hatte wohl durch diese Tat erheblichen Schaden genommen. Aber war das die ganze Wahrheit?

Doktor Stewart fühlte sich jedenfalls schuldig an Davis Zustand und machte sich Vorwürfe, er hätte besser auf seinen Freund achten sollen. Deswegen bot er Torchwood seine uneingeschränkte Hilfe als Führer und Übersetzer an. Gleiches galt für seine hübsche Assistentin, Daphne. Doch zuerst sollte die Reise ins Mena House Hotel führen, um dort die Koffer unterzubringen und weitere Pläne zu schmieden.

Lord Huntington hatte seinen Diener Boy mitgenommen, was sich als gute Idee herausstellte. Boy war sehr findig im Umgang mit Kriminellen und wurde abgestellt, im Hotel die Augen aufzuhalten. Immerhin fühlten sich die Rippers verfolgt und jemand hatte bei zwei von ihnen die Zimmer durchsucht und Wertgegenstände gestohlen. Torchwood war alarmiert und achtete nun besonders auf die Umgebung. Von den Dieben aber keine Spur.

Bei einem guten Abendessen unterhielten sich die Rippers über die anstehenden Aufgaben. Sie beschlossen am nächsten Tag im Museum nach Spuren zu suchen. Anschließend wollten die Ladys ins Spa des Hotels und Ian überlegte, an einer Nilsafari teilzunehmen. Er hatte Lust einige Krokodile zu schießen. Auch Lord Huntington fand das eine gute Idee. Paddy plante dagegen sein Zimmer in eine kleine Werkstatt umzubauen und weiter an den Plänen seiner neuen Maschine zu werkeln. Zudem hatte Ian um ein Zielfernrohr für seine Jagdbüchse gebeten.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück los. Torchwood nahm sich eine Kutsche und fuhr zum Museum. Sie wollten sich dort zuerst umschauen und dann Davis gezielt Fragen stellen. Außerdem fanden sie auch die anderen Ausstellungen spannend und sahen dort vorbei. Der Tatort selber war schon aufgeräumt, so dass es keine verwertbaren Spuren mehr gab. Während Lord Huntington und Lady Autum bereits auf die Straße gingen, um die Kutsche zu besteigen, sahen sich Lady Mustang, Ian und Paddy die Seth-Statue genauer an, die oberhalb der Treppe stand.

sethNiemand von ihnen konnte Arabisch oder gar die Hieroglyphen am Sockel der Statue entziffern. Deswegen fertigte Paddy eine Abschrift an. Die Rippers gingen davon aus, dass Davis einen Grund gehabt hatte, um die Statue zu stehlen. Also untersuchten sie das gute Stück genauer und siehe da, in einem geheimen Fach lag der Teil einer Karte. Leider hatte der Fund auch eine magische Sicherheitsvorrichtung ausgelöst und zwei nahe stehende Mumien wurde erweckt. Mit steifen Schritten verließen sie ihre Sarkophage und eilten auf die Rippers zu. Diese reagierten zu langsam und schon waren die Mumien heran. Würde Torchwood nun erlöschen?

Die bandagierten Monster waren zähe Gegner und teilten kräftig aus. Paddy wurde von einem heftigen Schlag erwischt und gegen die Wand geschleudert. Dort wo ihn die Mumie getroffen hatte, verfaulte das Fleisch innerhalb weniger Wimpernschläge. Bewusstlos sackte der Ire in sich zusammen. Ian und Lady Mustang hielten die Angreifer auf Distanz. Mit einem Schlag seiner Machete hackte der Großwildjäger eine der Mumien entzwei, doch die andere Kreatur der Nacht setzte ihm nach. Nun wurde auch Lady Mustang heftig getroffen und versuchte sich einige Schritte zurückzuziehen. Glücklicherweise eilte just in diesem Augenblick Lord Huntington herbei, ausgestattet mit den neuen Waffen des am Boden liegenden Waffenmeisters.

Der tapfere Lord ließ seine Klauen hervorschnellen und fuhr sein Schild aus, dann drang er mit aller Gewalt auf die Mumie ein. Die hervorragende Bewaffnung und die neuen Muskeln hatten aus ihm eine Kampfmaschine gemacht, die vom Gegner nur noch ein paar Fetzen Bandage übrig ließ. Irgendwo im Museum wurden gleichzeitig auch Rufe laut und Torchwood beschloss zu verschwinden.

Lady Mustang kümmerte sich um die Verletzungen, doch diese waren einfach zu schwer. Vor allem Paddy war schlimm verletzt, der nur noch röchelnd atmete. Der Hieb der Mumie hatte offenbar zu inneren Verletzungen geführt, während Ian über einen angebrochenen Arm klagte. Würden die Rippers dermaßen angeschlagen ihre Mission beenden können?

Figurenliste

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | 1 Kommentar »

Rippers Cardiff 06 - Spektakel auf Sifby Hall

Erstellt von Taysal am 22. Juni 2011

Na, das war mal eine Spielsitzung. Ich hatte die Woche ja schon ordentlich Spaß mit Pathfinder - Legacy of Fire und einer Runde Realms of Cthulhu - Tag der Rache gehabt, aber Rippers - Ernteheim hat die ganze Sache prima abgerundet. Ich habe natürlich kleinere Anpassungen vorgenommen, um das Abenteuer auf meine Vorlieben anzupassen. Vor allem bei den Namen musste ich etwas nachbessern. Einmal wegen einer Dopplung mit einem Charakter und dann war der Name von Miss Lang einfach zu doof. Außerdem fand ich den Namen der Deutschen unpassend. Zumal ich die Figuren vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmals einbringen werde und dann lieber Namen habe, die einfach sind und bei denen keine Verwechslungsgefahr besteht.

Torchwood befand sich nun auf Sifby Hall, um an der Hochzeit von Allison Lang teilzunehmen. Lady Mustang und Lady Autum hatten ernste Zweifel, was die Hochzeit von Allison anging. Für sie war Edgar ein ekliger und unhöflicher Mensch, den es zu meiden galt. Und dieser Mann sollte die liebliche Allison heiraten?

Bis zur Hochzeit war es ja noch etwas hin und die Rippers legten sich zur Ruhe. Früh am nächsten Morgen begaben sich die Männer auf die Entenjagd, die Frauen plauderten beim Frühstück über die anstehende Vermählung und die Dienerschaft bereitete die Hochzeit vor.

Die Jagd verlief sehr gut. Die Männer taten ihre Pflicht und Ian Atkins bewies eindrucksvoll, was für ein guter Jägersmann er war - trotz erheblicher Leibesfülle. Edgar war der Entenjagd jedoch fern geblieben, er wollte andere Beute erlegen. Das beobachteten die Torchwood-Ladies beim Frühstück, denn Edgar marschierte an ihnen vorbei ins Heckenlabyrinth des Parks, bewaffnet mit Schmetterlingsnetz und Fliegenkäscher.

Blossom Graham (wie gesagt, ich habe den doofen Namen geändert) machte sich nun ebenfalls auf den Weg in den Park des Anwesens, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Sie wurde von Reverend Gardener begleitet, der sich von der Entenjagd ferngehalten hatte. Auch Lady Mustang und Lady Autum beschlossen im Park spazieren zu gehen, während sich die beiden Mütter über die Hochzeit unterhielten. Vom jungen Terence Whitmore war nichts zu sehen, doch die Damen gingen davon aus, dass er mit auf Jagd war. Zudem gab es ganz andere Themen zu besprechen.

Lady Autum und Lady Mustang waren auf der Suche nach Allison, um sich mit ihr über die bevorstehende Hochzeit zu unterhalten. Zudem hatte einer der Dienstboten merkwürdige Bemerkungen über Sir Edgar, einen Topf Honig und Bienen gemacht. Das beunruhigte die Torchwood.Ladies. Tatsächlich fanden sie Allison auch, die mit Honig beschmiert auf einer Parkbank saß und von Bienen umschwirrt wurde. Edgar hatte sich hinter einem Busch versteckt und wartete auf die Bienenkönigin, um sie zu fangen. Lady Mustang und Lady Autum waren entsetzt. War Edgar noch ganz bei Trost?

Sie erlösten Allison aus deren misslichen Lage und schickten sie zum Haus zurück. Die Ladies beschlossen, sich mit der Brautmutter - Blossom Graham - zu unterhalten. Es musste doch eine Möglichkeit geben, das arme Kind vor seinem Schicksal an Edgars Seite zu bewahren. Tatsächlich entdeckten die beiden Damen auch Miss Lang und Reverend Gardener. Beide waren in ein Schäferstündchen vertieft, was Lady Mustang und Lady Autum schier entsetzt.

Beschämt trollte sich der gute Reverend zum Haus, während sich Miss Lang mit hochrotem Kopf mehrfach entschuldigte. Ihr war die Angelegenheit hochpeinlich, doch die beiden Rippers hatten wichtiger Dinge zu bereden. Sie erkundigten sich nun genau, warum Allison Edgar heiraten wollte. Immerhin schien sie ihn ja zu verabscheuen und - mit Verlaub - Edgar Lang war eine reine Zumutung von Mann.

Es stellte sich nun heraus, dass die Grahams Geldprobleme hatten und dringend eine Möglichkeit suchten, um ihre Firma vor dem Ruin zu retten. Schuld an der Miesere war vor allem Wilton Grahams ehemaliger Kompagnon John Finkelstein. Allison hatte sich des Geldes wegen bereiterklärt, den Antrag von Edgar anzunehmen. war das nicht traurig?

Lady Mustang und Lady Autum hatten eine Idee. was, wenn Lord Huntington sich am Geschäft der Grahams beteiligen würde? Der Lord war seit Wochen auf der Suche nach einer guten Investition und hier bot sich eine gute Möglichkeit an. Da die Männer von ihrer erfolgreichen Jagd zurückkehrten, konnten sich die Rippers auch bequem über die Probleme und Lösungen unterhalten. Lord Huntington war von der ganzen Sache recht angetan, zumal er eine tiefe Abneigung gegen Edgar hegte. Er zeigte sich gerne einverstanden, wollte aber noch Wilton Grahams guten Bekannten Karl Wilhelm ins Boot holen. Immerhin hielt der deutsche Ingenieur ein paar wertvolle Patente in der Hand und wäre mit seinen Erfindungen sicherlich eine Bereicherung für Graham Steel.

Während sich Lord Hunting auf den Weg machte, um mit Karl Wilhelm zu sprechen, befand sich Ian Atkins auf dem Weg in den Ballsaal. Die Langs kamen ihm merkwürdig vor, was auch für ihre Dienstboten galt. Für die Hochzeit waren auch Leute aus dem Dorf angeworben worden, die allerdings kurz vor der Hochzeit nach Hause geschickt wurden. Dazu Edgars Verhalten und eine Bemerkung von Baron Albert Lang. Ging hier alles mit rechten Dingen zu?

Ian beschloss auf Nummer sicher zu gehen. Er schnappte sich seine Tasche mit dem Gewehr und marschierte zum Ballsaal, in dem die Hochzeit stattfinden sollte. Der erfahrene Jäger zog seine Waffe hervor und wollte sie unter einer der Sitzbänke verstecken. Doch da steckte schon ein Schwert. Also ging er zur nächsten Bank. Darunter war ebenfalls eine Waffe. Ian war überrascht. Flugs sammelte er alle Waffen ein und brachte sei heimlich zur Kutsche. Er gab Lord Huntington einen kleinen Hinweis auf die Waffen, dann ging er zum Ballsaal zurück, klemmte sein Gewehr unter die Bank und setzte sich. Ian hatte beschlossen, bis zur Hochzeit nicht mehr vom Platz zu rücken.

ballsaal4Lord Huntington war entsetzt. So viele Waffen. Die mussten alle erst einmal verschwinden. Also befahl er seinem indischen Diener Ranschid mit der Kutsche abzufahren und sich bis kurz nach der Hochzeit im Dorf aufzuhalten. Leider hatte Ranschid keine Ahnung wo Boy war, der kleine indische Junge aus Kalkutta, der ebenfalls in den Diensten des tapferen Lords stand.

Lord Huntington Gespräch mit Wilton Graham war von Erfolg gekrönt und so war es für Torchwood an der Zeit, einen Plan zu schmieden. Allison sollte zum Schein vor den Traualtar treten, schlussendlich aber mit “Nein!” antworten. Auch Allisons Eltern wurden über den Plan informiert. Da die Grahams ganz aufgeregt waren schlussfolgerten die Rippers, sie hätten lieber geschwiegen. Kurz bevor die Hochzeit begann, tauchte auch noch Boy auf. Wo war er nur geblieben?

Nun, er hatte Terence Whitmore in den Wald geführt und dort mit dem Sahib aus London nach einem indische blauen Elefanten gesucht. Die Suche hatte sich Boy gut vergüten lassen. Leider hatten sie keinen Elefanten gefunden - was Boy keinesfalls in Erstaunen versetzte - und hatten sich auf den Weg ins Dorf gemacht. Dort war Ranschid, der Mitleid mit dem armen Whitmore hatte. Deswegen sorgte er dafür, dass der junge Mann einen über den Durst trank und sich anschließend in die Arme der hübschen Wirtstochter flüchtete. Das die Rippes geplant hatten die Hochzeit platzen und Allison mit Whitmore zu verheiraten, davon hatten weder Ranschid noch Boy etwas gewusst. Lord Huntington schickte den kleinen Inder zurück ins Dorf, um ihn aus der Schusslinie zu halten. Dann betrat er den Ballsaal. Wie würde die Sache enden?

Die Zeremonie wurde von Reverend Gardener abgehalten, der eindrucksvolle und emotionale Worte fand. Und das, obwohl ihm der Vorfall vom Morgen noch immer höchst peinlich war. Als Allison endlich die große und alles entscheidende Frage gestellt wurde, fiel sie vor Aufregung beinahe in Ohnmacht. Alle Augen ruhten auf ihr und sie vergaß, was sie eigentlich sagen wollte. Da konzentrierte sich Lady Autum und drang in Allions Kopf ein, um sie ein energisches “Nein!” sagen zu lassen. Doch o weh, Lady Tiffany Lang verfügte ebenfalls über übernatürliche Kräfte und erkannte was vor sich ging. Wütend sprang sie auf und befahl ihre Dienerschaft zu den Waffen. Doch diese waren ja weggeschafft!

Ein Tumult brach aus. Die Diener gingen mit bloßen Fäusten auf die Rippers los, Lord und Lady Lang zogen ihre Messer. Die einfach Gäste flüchteten an die Wand und überall war lautes Geschrei zu hören. Das die Waffen fort waren, erwies sich nun als Glücksfall. Denn immerhin war die Dienerschaft in der Überzahl. Lady Mustang bekam einen schweren Schlag ab und fiel beinahe Ohnmächtig zu Boden, während ein Hieb Lady Autum am Kopf traf und sie taumeln ließ. Lord Huntington und Ian stellten sich mutig der Bedrohung entgegen. Doch die Diener kämpften mit allen Tricks, zu denen auch eine entblößte Oberweite gehörte. Und zu allem Übel wurde die Türe aufgestoßen und drei mit Sensen bewaffnete Vogelscheuchen stürmten herein. Es wurde immer schlimmer. Würden die Rippers den Kampf überleben?

Glücklicherweise fassten sich nach einigen Sekunden die anderen Gäste ans Herz und griffen in den Kampf ein. Die Herren nutzten ihre Stockdegen, Karl Wilhelm zog gar einen Gatling-Derringer - der jedoch schnell sein Pulver verschoss. Trotz dem mutigen vorgehen behielten die Langs die Oberhand. Einzig Reverend Gardener streckte einen Diener nach dem anderen nieder, bewaffnet mit dem Kreuz vom Altar. Aber auch der alte Mann ging irgendwann zu Boden. Es sah sehr böse aus.

Aber das Glück war Torchwood hold. Sie hielten lange genug aus, um einen Feind nach dem anderen zu erledigen. Es war ein langer und blutiger Kampf, der auf beiden Seiten Verluste forderte. Nachdem Lady Lang zu Boden ging und ihr Edgar schon bald folgte, kamen die Rippers in Vorteil. Und als die Uhr Punkt sieben schlug, da standen nur noch Lord Lang und zwei der Vogelscheuchen. Als diese den Schlag der Uhr hörten, wandten sie sich gegen Lord Lang und töteten ihn mit zwei wuchtigen Hieben ihrer Sense, bevor sie leblos zu Boden fielen. Torchwood hatte gesiegt!

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | 1 Kommentar »

Rippers Cardiff 05 - Die Hochzeit

Erstellt von Taysal am 15. Juni 2011

Nach einem schönen Klippenhänger in der letzten Spielsitzung, war der Einstieg in den Endkampf von “The Little People” kein großes Problem mehr. Einer der Spieler wanderte in den Pyrenäen herum und war somit abwesend, aber alle waren zuversichtlich, es auch ohne den Waffenmeister der Loge zu schaffen. Das war aber noch abzuwarten. Für die Fortsetzung hatte ich jedenfalls schon “Ernteheim” in der Hinterhand. Nach einem knackigen Kampf, würde die Einladung zu einer Hochzeit für eine verdiente Ruhepause sorgen. Doch erst einmal musste Torchwood - so der Name der Loge - den Kampf in der Höhle überleben.

Die kleinen Leute waren in der Bewegung erstarrt, da kreischte ihr König und sie rannten wütend auf die Eindringlinge zu. Noch in der Bewegung wurden sie unsichtbar. Die beiden Cottingley-Mädchen beachteten den Tumult nicht, sondern fuhren lächelnd mit ihrer Teezeremonie fort, während der König breit grinste. Er war sich seines Siegs sicher.

Padre Stefano erkannte zu seinem Entsetzen, dass die Kinder in einem finsteren Ritual gefangen waren. Blut in ihren Tassen und Fleisch auf ihren Tellern, beides stammte sicherlich von Menschen und sollte die Seelen der Kinder dem Teufel zuführen. Dem war sich der Padre sicher. Der kleine Italiener machte er erst einmal einige Schritte zurück und überließ es dem englischen Adel, sich dem Böse entgegenzustellen. Taktik oder Feigheit?

Lord Huntington kannte kein Zögern. Er zog seinen Revolver, legte an und schoss auf den König der kleinen Leute. Dem Veteranen war klar, dass die Fußtruppen nur so tapfer kämpften, wie es ihr Kommandant befahl. Auch Lady Mustang und Lady Autum machten sich zum Kampf bereit. Sie entfalteten ihre Fächer und ließen die scharfen Klingen ausfahren. Dann waren die ersten Unsichtbaren heran und stießen mit ihren Messern zu. Lady Mustang und Padre Stefano gingen im ersten Ansturm unter und schwer zu Boden. Mehrere Schüsse hallten durch die Höhle und der Klang ließ kleine Steine und Staub von der Decke rieseln.

Der König sprang wütend auf. Auf seinem Gesicht lag ein grimmiger Zug und kalt lächelnd strich er über die Köpfe der Kinder. Diese stopften sich gerade das blutige Fleisch in ihre Münder, dann fielen sie zu Boden, wanden und krümmten sich, bevor ihre Kleider zerrissen und die kleinen Körper sich schüttelnd aufbäumten, heranwuchsen und zu monströsen Formen verkamen. Die Cottingley-Mädchen verwandelten sich vor den Augen der Rippers in finstere Kreaturen der Dunkelheit und ihre unschuldigen Seelen waren verloren. Und Torchwood?

Auch für die Loge sah es finster aus. Lady Mustang war zu Boden gegangen und mit dem Kopf heftig aufgeschlagen. Ob tot oder lebendig, dass wusste niemand zu sagen. Auch Lady Autum war schwer verletzt, hatte sich ab an Lord Huntingtons Seite zurückgezogen und erwehrte sich der Angreifer. Da, endlich, bevor der König lachend in den Kampf eingreifen konnte, wurde er von einer Kugel des Lords tödlich getroffen und ging zu Boden. Der Angriff der kleinen Leute stockte kurz, dann schlugen sie zornig um so stärker zu. Durch den Lärm, den Krach, das Geschreie und das Geschieße lösten sich nun größere Brocken aus der Decke und stürzten zu Boden. Viele der kleinen Leute wurde von den herabstürzenden Steinen erschlagen und auch Padre Stefano wurde Opfer eines schweren Brockens. Mit einem letzten Zucken hauchte der Padre sein Leben aus.

Da stürmten nun auch die Cottingley-Monster heran, um Lord Huntington und Lady Autum zu zerreißen. Die beiden Kreaturen dürsteten nach Blut und Tod und Verdammnis, aber die beiden letzten Rippers erwehrten sich verzweifelt den Angriffen. Lord Huntington ließ seinen Revolver fallen und zog den Säbel, Lady Autum stand ihm zur Seite und hielt die zweibeinigen Kreaturen  auf Abstand. Da holte Lord Huntington mit der gebogenen Klinge aus und zog sie beiden Cottingley-Monstern über den Hals. Aus plötzlichen, klaffenden Wunden troff dickes Blut heraus und die Kreaturen gingen zu Boden. Ihre Blicke brachen, verloren den noch immer kindlichen Glanz und die Körper verwandelten sich zurück. War das der Sieg?

Tatsächlich. Verängstigt zogen sich die kleinen Leute zurück. Viele von ihnen waren tot, ihr König erschossen und die beschworenen Kreaturen vernichtet. Das brach die Moral der Überlebenden und sie ergaben sich. Lord Huntington und Lady Autum, beide schwer atmend und selbst am Rande ihrer Kräfte, akzeptierten und steckten ihre Waffen weg. Lord Huntington eilte zur Lady Mustang und hob sie hoch. Die Lady lebte, atmete aber nur noch flach. Die Rippers beschlossen so schnell wie möglich zu Doktor Cottingley zu eilen, um Lady Mustang ärztlich versorgen zu lassen.

Der Doktor war besorgt, als die Rippers eintrafen, doch Lady Autum beruhigte ihn, während Lord Huntington zum alten Steinbruch zurückeilte. Dort barg er die Leichen der beiden Mädchen und brachte sie inmitten des heftigen Gewitters zu ihrem Elternhaus zurück. Die Cottingleys waren entsetzt, voller Trauer und Wut. Sie hatten den Rippers geglaubt, ihnen das Leben ihrer Töchter anvertraut. Und nun das?

Torchwood suchte das Weite, sammelte Paddy im Pub ein und schlich sich wie ein getretener Hund aus Northfork. Zwar hatten sie den König der kleinen Leute töten und zwei Kreaturen der Nacht vernichten können, aber sie hatten das Leben der beiden Kinder verloren.

Die nächsten Wochen gingen dahin. Lady Mustang erholte sich schnell, doch sie hatte aufgrund ihrer schweren Verletzungen ein Auge eingebüßt, ebenso wie ihr Mann einst in Indien. Natürlich gab es in Cardiff entsprechendes Getuschel. So waren die Rippers allesamt sehr erfreut, als Torchwood von einem Mäzen der Loge zur Hochzeit dessen Tochter Allison eingeladen wurden. Die Rippers nahmen das Angebot gerne an und Lord Cedrick wies darauf hin an den Scheck zu denken, den Wilton Graham ausstellen sollte.

sifby-hallWilton Graham, Inhaber von Graham Steel, hatte anlässlich der Hochzeit auf das Anwesen von Baron Albert Lang eingeladen - Sifby Hall. Das Anwesen lag weit außerhalb Cardiffs und war recht abgelegen. Die Gäste sollten Freitags anreisen, Samstags würde im Ballsaal des Anwesens die Zeremonie stattfinden und Sonntags war Tag der Abreise. Das Wetter war gut uns sollte sich halten, also stand einem vergnüglichen Wochenendausflug nichts im Wege. Wirklich?

Auf Sifby Hall angekommen kümmerten sich Lady Mustang und Lady Autum erst einmal um Allison Graham, die durch ihre Heirat nun bald ebenfalls zum Adel gehören würde. Allison hatte bedenken ihres Bräutigams wegen – Edgar lautete sein Name -, da er ihr Langweilig und zu alt erschien, keinesfalls vereinbar mit ihren Jungmädchenträumen. Doch die beiden Ladys sprachen der jungen Braut gut zu und halfen ihr freundlich bei den Hochzeitsvorbereitungen.

Auch die anderen Gäste der Grahams trafen ein: Karl und Wilhelmine Wilhelm, John und Sarah Finkelstein, Terence Whitmore und Reverend Gardener. Die Wilhelms stammten aus Heidelberg und waren nette Zeitgenossen und erfreut, das einige der Rippers Deutsch sprachen. Die Finkelsteins kamen aus London und waren Industrielle. Während dem Dinner ließen sie Bemerkungen fallen, dass es um die Grahams wirtschaftlich wohl schlecht bestellt war. Bei Mister Whitmore handelte es sich um einen jungen Mann und Freund der Familie. Lady Mustang und Lady Autum erkannten bald, dass zwischen ihm und Allison wohl mehr als Freundschaft bestanden hatte. Gleiches galt auch für Reverend Gardener und - wie schockierend - Tiffany Lang, Allisons Mutter. Den Rippers fiel zudem auf, das nur Gäste der Grahams geladen waren. Die Langs schienen keine Freunde zu haben, was nach der Bekanntschaft von Edgard Lang, dem Sohn des Hauses, mehr als verständlich war.

Die Herren hatten bereits im Salon bei einem Bourbone und eine guten Zigarre festgestellt, dass es Edgar an wahrer Männlichkeit mangelte. Obwohl beinahe dreißig Jahre, verbrachte er seine Zeit mit dem jagen und sammeln von Schmetterlingen, Spinnen, Käfern, Eidechsen, Fröschen und Schlangen. Ian schüttelte nur den Kopf. Ian?

Nun, Ian Atkins war Großwildjäger und hielt sich derzeit in Cardiff auf. Er hatte es auf besondere Beute abgesehen und bereits seine Erfahrungen mit Kreaturen der Nacht gemacht. Er und Lord Huntington hatten sich bei Büchsenmacher Niles Fullton getroffen und waren ins Gespräch gekommen. Ian stellte sich als raubeiniger und patenter Kerl heraus, der seiner Sammlung gerne die ein oder andere Trophäe zufügen wollte. Für Lord Huntington die Gelegenheit, vielleicht einen neuen Ripper in Torchwood einzuführen. Also hatte Lord Cedrick vorgeschlagen, Ian mit nach Sifby Hall zu nehmen und dort seine Qualitäten genauer zu untersuchen.

runensteinLady Mustang, Lady Autum und Allison hatten sich zu einem abendlichen Spaziergang in den Park zurückgezogen. Beim Gespräch erfuhren die beiden adeligen Damen natürlich mehr über Allisons Zukünftigen. Sie hielten ihn zwar für einen Langweiler, aber er sicherlich würde Allison ihn lieben lernen.

Während einer kleinen Pause, entdeckte Lady Mustang einen seltsam geformten Stein seitlich einer hölzernen Bank. Fremdartige Runen waren in den Stein geritzt. Eine Merkwürdigkeit, die vielleicht später von Bedeutung sein könnte. doch nun ging es erst einmal wieder ins Anwesen zurück. Allison wollte versuchen noch ein wenig zu schlafen, immerhin würde der nächste Tag sehr aufregend werden. Oder?

Auf dem Flur trafen die Damen mit Edgar zusammen, der ihnen seine Sammlung toter Blindschleichen präsentierte. Lady Autum fiel sofort in Ohnmacht, was Edgar zutiefst verletzte. Er war der Meinung, ein jeder sollte seine Sammlung mögen, ja, gar lieben. Er gab Lady Autum wütend einen Tritt in die Seite und wollte weiterstapfen, doch Lady Mustang hielt ihn auf. Empört hielt sie ihm eine Standpauke, doch Edgar ging einfach weiter und zischte nur ein erbostes “Schlampe”. Und diesen Mann sollte Allsion bald ehelichen?

Abgelegt unter Meta-Gaming, Savage Worlds, Spielberichte | Keine Kommentare »