HoE:R – Des Wurms Zug #14 – Carson City

Beim letzten Mal hatte sich die Gruppe auf den Weg nach Carson City gemacht. Mit einem fahrbaren Untersatz schrumpfen die Entfernungen enorm und aus einem Marsch von einem Monat, wird eine Autofahrt von gerade einmal wenigen Stunden. Langwierige Reiseabenteuer sind somit schwerer zu gestalten und kommen auch mit weniger Ereignissen aus.

Jedenfalls waren die tapferen Ödlandbewohner bis nach Carson City gefahren, um sich dort umzuschauen. Tja, gut sah die Sache nicht aus, denn Mutanten und Unheilsprediger waren auf den Straßen, hier und da zeigte sich sogar ein muskelbepackter Trog. Silas und sein Kult hatten die Stadt übernommen!

Aus dem TANZ DER KRÄHEN
Aus dem Nest blicken hungrige Augen.
Die Straße hinab nach Westen.
Staub, Tod und Atom.

Das war eine schlimme Sache. Aber was war genau geschehen? Und was hatten die Mutanten in der Stadt vor? Die Blue Eagles beschlossen der Sache nachzugehen und schlichen sich nach Carson City rein. Jedenfalls einer von ihnen, der erst vor kurzem hinzugekommene Wummen-Willy. Die anderen verkleideten sich als Mutanten. Und dann ging es los…

Tatsächlich waren keine normalen Menschen mehr zu sehen. Irgendwie schienen sie alle verschwunden, dabei galt Carson City als Vorzeigestadt, was das Zusammenleben von Menschen und Mutanten anging. Aber offensichtlich hatten die Leute des Mutantenkönigs ordentlich aufgeräumt. Und die Mutanten die ursprünglich die Stadt bewohnten, die hielten sich bedeckt. Natürlich waren für die Blue Eagles derartige Probleme keine Hindernisse, sondern nur Herausforderungen. Und so dauerte es nicht lange und die Charaktere standen in der Wohnung von Alexander Taylor.

Der junge Mann war blind, besaß aber beinahe übernatürliche Sinneswahrnehmungen. So hielten ihn die Anhänger Silas‘ für einen Mutanten. Tatsächlich aber war Alexander ein normaler Mensch und bereit, die Blue Eagles zu unterstützen. Diese planten eine Patrouille zu überfallen, deren Kleidung an sich zu nehmen und sich als Wachen auszugeben. Denn in der Gemeindehalle sollte es eine Bombe geben – und zwar eine große. Daranzukommen, das würde kein leichtes Unterfangen.

Aber bereits der Hinterhalt war ein logistisches Problem. Und wie es im Rollenspiel nun einmal ist, lief die Sache irgendwann aus dem Ruder und es kam mit einigen Charakteren zu einer Verfolgungsjagd. Schlussendlich gelang es der Gruppe dennoch, zur Gemeindehalle zu kommen. Und einer von ihnen, Spirf, mischte sich sogar unter die Mutanten. Na ja, schlussendlich war Spirf tatsächlich einer. Allerdings gab er sich als Joanna aus (irgendwie jedenfalls, was wohl eher Outgamegründe hatte) und eroberte das Herz des Mutantenkommandanten. Der und seine Leute waren gerade dabei eine Geistersteinbombe zu verladen und zu satteln, das heilige Relikt von Carson City! Genau deswegen waren Silas‘ Leute in der Stadt. Und sie hatten bereits was sie wollten. Und kurz darauf ging es auch schon los. Und Spirf und der irre Kommandant ritten auf der Bombe gen Junkyard…

Aus dem TANZ DER KRÄHEN
In fremden Nestern.
In fremden Straßen.
Schwingen, die den Teufel reiten.

Die restlichen Blue Eagles rannten zu ihrem Wagen und Annika bretterte parallel zum Konvoi der Irren durchs Gebüsch. Zwar wollte niemand das Junkyard in die Luft fliegt, aber Carson City sollte auch unbeschadet bleiben.

Auf einer halb zerstörten Brücke schritt Spirf dann zur Tat über und jagte einen EMP in Bombe und Truck – die Technik gab den Geist auf. Spirf sprang von der Bombe und nutzte seine Fähigkeit, um mit dem Boden zu verschmelzen (es gibt übrigens eine Klarstellung zu diesem Coup des Wurms: die Bewegung beträgt genau 5″). Annika trat auf die Bremse und dann legten die Blue Eagles auf die Mutantenirren an. Bevor sich diese versahen, waren sie mausetot oder weggelaufen. Was notwendig war, denn durch den EMP war die Geistersteinbombe nicht mehr zu kontrollieren und drohte zu explodieren. Die Manitus in der Bombe rasten bereits vor Freude ein Deadland zu erschaffen.

Die Blue Eagles versuchten erst einmal die Elektronik wieder zu reparieren, um den Manitu der in der Steuereinheit werkelte hinter eine Firewall zu drücken. Aber Spirs EMP hatte gesessen und somit fiel diese Möglichkeit aus. Also ließen sich die Charaktere auf ein gefährliches Spiel ein und boten dem Manitu einen mächtigen Toten (den irren unheilspredigenden Mutantenkommandanten), um zu einem Verdammten zu werden. Es war nicht ganz einfach, aber der Manitu ließ sich austricksen. Kaum war er im Körper des Toten, da legten ihn die Blue Eagles im letzten Augenblick um.

Annika machte sich jetzt dran den Truck zu reparieren, was glücklicherweise gelang. Dann gaben die Blue Eagles Gas und rasten gen Heimat. Spirf ritt dabei die Bombe in den Sonnenuntergang…

Nachts rastete die Gruppe dann auf halbem Weg. Eigentlich hätte es etwas Lagerfeuerromantik sein können, aber eine heranrauschende Windhose machte den Charakteren einen Strich durch die Rechnung. Lucy und Wummen-Willy schnappten sich das Auto, die anderen fuhren mit dem Truck – oder saßen auf der Bombe. Und dann stellte sich heraus, dass die Windhose ein Staubteufel war. Und dieses Monster hatte sich entschlossen den Truck anzugreifen.

Es kam nun zu einem wilden Feuergefecht, während der Truck durch die Nacht raste, verfolgt von einem Auto, während auf der Bombe ein Unheilsprediger ritt und unter ihm die Manitus vor Freude tanzten. Schlussendlich wurde der Staubteufel zerlegt und auch hier gab es einen Coup, den Lucy für sich entscheiden konnte (Bewegungsweite +2″). Puh, Glück gehabt.

Doch bereits am nächsten Tag ging es wild weiter (immerhin spielen wir ja auch Savage Worlds), denn ein echter, gigantischer Sandsturm kam auf. Und der schob sich auf Junkyard zu. Also gaben die Blue Eagles Gas, um die Stadt vor dem Sturm zu erreichen. Lucy und Wummen-Willy im Auto gelang das auch, aber der Truck mit der Geistersteinbombe wurde von den Ausläufern des Sturms ziemlich durchgerüttelt. Ach du Scheiße! Annika bot alles auf was sie hatte und mit letzter Kraft raste der Truck durch das Stadttor Junkyards und somit auf den sicheren Parkplatz…

Das waren soweit (14 Berichte für 15 Sitzungen) die Spielsitzungen des Jahres 2015. Es war spannend, lustig, dramatisch und cool. Auf jeden Fall einen fetten Dank an meine Spieler, die den ganzen Spaß bisher mitgemacht haben.

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