MC3 – Dark Legion: 19) Niemand erwartet die Bruderschafts-Inquisition!

SPOILER: Nachfolgender Spielbericht stellt sozusagen einen „Live-Mitschnitt“ dar, der während dem Spiel angefertigt wurde. In der Hitze des Gefechts achtet natürlich niemand darauf korrekt und stilsicher zu schreiben. Und, wie es sich für einen Spielbericht gehört, sind Spoiler unvermeidlich.

Diemansland, 27. 10. 1291 YC

Und jetzt naht das Ende,
Und vor mir liegt der letzte Vorhang.
Mein Freund, ich stelle klar,
Und lege meinen Fall, dessen ich mir sicher bin, dar

Geteiltes Leid, doppeltes Leid

1:00

Nur noch eine Stunde, bis der Großinquisitor eintrifft.

“AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!!!!!!!!!!!!!” – Spencer

“Ich bin in einem kleinen Raumschiff mit einem IRREN und einer MUTANTIN auf dem Weg nach Brannaghan’s Island. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!!!!!!!” – DiMonti

Kommt zu Luna PD haben sie gesagt. Ruhiger Job und gute Bezahlung haben sie gesagt.

Things to do in Diemansland when you’re (soon to be) dead

Im Shuttle nach Brannaghans Asteroiden ist wenig los, denn der Hinflug dauert ca. 6 Tage.

Auf Diemansland, hingegen, wird es dramatisch!

Am Raumhafen

Der Kampfkreuzer JUDAS ISCHARIOT, ein sehr großes, schwerbewaffnetes Schiff, hat auf Diemansland angedockt.

Während des Andockmanövers ist am Hafen schon die Hölle los, weil viele Gläubige sich das Andocken anschauen wollen. Zwielichtiges Gesindel hingegen verschwindet aus dem Gebiet und taucht ab.

Spencer und Schwester Eva schauen sich das aus den hinteren Reihen an.

Es gibt dort einen musikalischen Empfang durch eine Missionarskapelle.

Die weißen Mystiker, die rote Elitegarde und einige normale Inquisitoren kommen von Bord, sowie einige Zivilisten, die in Ketten geschlagen vorgeführt werden. Diese sollen einen Frachter als Piraten überfallen haben.

Dann tritt der Großinquisitor Waldemar von Weilburg Tholus auf. Die Schaulustigen erzittern vor der geballten Macht dieses knallharten Mannes ohne Erbarmen.

Spencer versucht sich einen Eindruck von dem Großinquisitor zu verschaffen, wie er sich so gibt, wie man mit ihm so umgehen könnte. Nicht, würde DiMonti ihm empfehlen. So aber kann er sich ebenfalls kein klares Bild machen. Er ist geheimnisvoll und unergründlich.

Ein kleines Kind wird vorgeschickt, dass mit einem Körbchen Blumen ein Gedicht aufsagen soll. Der Großinquisitor ignoriert es größtenteils und schiebt es einfach zur Seite.

Dann tritt ein Abgesandter von Lord Ronan Bruce auf, will ihm die Hand geben, doch der Großinquisitor nimmt diese nicht nur nicht, sondern wischt den Mann mit der Linken zur Seite.

Dann redet er mit einem der Priester der Bruderschaftsdelegation hier, sie flüstern leise, dann wird der Priester in Handschellen gelegt und jammert, dass er nichts dafür könne.

Der Wagen der Bruderschaft wartet schon auf den Großinquisitor. In einer Kolonne fahren sie zur Kathedrale.

Die örtlichen Imperial-Adeligen fahren dann etwas indigniert der Kolonne hinterher.

Bis zum abendlichen Empfang ist es noch ein paar wenige Stunden hin.

Der Abendempfang

Spencer kleidet sich ein in schlichte, elegante Kleidung. Er bereitet sich mit Schwester Eva vor zum Empfang zu gehen und fragt schon mal nach Formalien im Umgang mit Inquisitoren. Sie empfiehlt im voller Respekt und Unterwürfigkeit vorzugehen. Sie selbst hat sich eine Bruderschaftstracht besorgt.

Die Sicherheitsvorkehrungen im Imperial Tower sind deutlich erhöht, weil ja unter anderem einer der Bombenleger nicht gefasst wurde.

Spencer wird zu Lord Ronan Bruce geführt, der ihm sagt, dass er schon einiges über Spencer dem Großinquisitor gegenüber erzählt habe. Er führt ihn zum Bruderschaftler und stellt ihn vor. Der Großinquisitor nimmt die Verneigung Spencers huldvoll entgegen und spricht ihn auf die Verdienste an, die Spencer auf Diemansland geleistet hat.

Immerhin habe er eine Ketzerzelle entdeckt, wenn auch nicht vollständig vernichtet.

Der Inquisitor fragt nach den anderen Helfern bei dieser Anti-Ketzer-Aktion. Spencer sagt, dass Brannaghan in dringenden Familienangelegenheiten auswärts reisen musste, die anderen begleiten ihn.

Der unerbittliche Inquisitor schaut Spencer seltsam an und meint, dass ihn diesem das LICHT der guten Kräfte stark brennen würde. Er schaut genauer hin.

VERDAMMT GENAU! Spencer kann dem nichts entgegensetzen und fügt sich in sein Schicksal.

Der Großinquisitor nimmt ihn zur Seite und spricht mit ihm näher. Er fragt ihn, warum er sich jetzt auf Diemansland befindet. Spencer sagt ihm, dass er vorher bei der Polizei gearbeitet hatte, nur wollte er mal das Weltall sehen und hat einen Frachter gemietet. – Auf die Frage, woher das LICHT in ihm stammt, wird es spannend: Spencer sagt, dass er durch einen Kollegen zum Glauben gefunden habe und nun regelmäßig in die Kathedrale geht und die Bücher der Bruderschaft liest.

Das lässt sich der Großinquisitor nicht erzählen – er spricht ihn direkt auf die Gabe des INNEREN LICHTS (TM) an. Er fragt Spencer, ob er ihm ALLES sagen würde, auch seine dunkelsten Geheimnisse? Spencer macht einen auf Kooperation, doch wird er von den Leibwachen des Großinquisitors festgesetzt.

Sie nehmen ihn fest. Lord Ronan ist entsetzt, daß Spencer grob abgeführt wird.

Eine halbe Stunde später findet er sich in der gleichen Zelle wie der Priester, den man am Raumhafen festgenommen hat.

Der Priester berichtet, dass er gefehlt habe. Er hatte Wache zu halten und das Eigentum der Bruderschaft zu beschützen. Doch während er wegen des Rennens abwesend war, wurde eingebrochen und einige der heiligen Gegenstände gestohlen. – Wahrscheinlich haben die Ketzer der lokalen Ketzerzelle die Waffen gestohlen und die Bücher entwendet.

Der Priester bemerkt, daß in Spencer ein starkes LICHT leuchtet. Er wundert sich, dass Spencer nicht zur Bruderschaft gehört. Eigentlich sollte Spencer das bemerkt haben, dass er über die Gabe des LICHTS verfügt.

Mystical Pursuit

Nach einem Tag wird der Priester zur Vernehmung abgeholt.

Nach zwei Tagen kommen sie Spencer abzuholen. (29. Oktober)

Man hat alles für die Befragung vorbereitet.

Auch Schwester Eva ist anwesend, die sehr geknickt den Blick gesenkt hat.

Spencer wird in Fesseln auf einen unbequemen Hocker gedrückt und dort angekettet.

Der Großinquisitor verkündet, dass Spencer angeklagt der Aussage von Unwahrheit gegenüber der Inquisition sei. – Spencer sagt, dass er keine Ahnung hat, worum es geht. – Das nimmt der Inquisitor als Geständnis.

Spencer windet sich wie ein Aal, jammert und fragt immer wieder, was der Inquisitor eigentlich will.

Das sei eine Lüge! – sagt der Inquisitor.

Dieser gibt Spencer eine letzte Gelegenheit zu gestehen, die Wahrheit zu sagen oder für immer zu schweigen.

Der Inquisitor wirft ihm vor die Unwahrheit in Bezug auf seine Gabe, auf das LICHT und in Bezug auf seine Freunde gesagt habe. – Während er das sagt, bemerkt Spencer, wie Schwester Eva versucht mit Fingerzeichen ihm etwas mitzuteilen. Bei den ersten Anklagepunkten bewegt sie die Finger von links nach rechts, beim dritten Punkt von oben nach unten.

Spencer will vom Inquisitor wissen, was der Inquisitor nun eigentlich von ihm hören will. Dieser sagt: die Wahrheit.

Alle warten schweigend auf die Aussage Spencers.

Man könnte ein Haar fallen hören, so leise ist es im Saal.

Dann sagt der Großinquisitor, dass sie ein Urteil fällen werden basierend auf dem, was er zuletzt gesagt hatte. Dieses Urteil wird nicht gut ausfallen, verspricht er ihm.

Der Großinquisitor sagt aufgrund des Hinhaltens Spencers, dass er sich dem obersten Großinquisitorengerichts gegenüber respektlos verhalte.

Nach etwas Überlegen gibt Spencer zu Protokoll, dass er mit seinen Gefährten auf einem Asteroiden waren (High Hythe), wo Kreaturen der Dunklen Symmetrie am Werke waren. Im Kampf gegen diese habe er ein LICHT gesehen und die Kreaturen der Finsternis sind umgefallen. Er habe sich nicht viel dabei gedacht, im Nachhinein. (Diese Lüge wird besonders glaubhaft aufgetischt: 9 Momentum!)

Der Großinquisitor und seine Beisitzer notieren die Aussage. Dann wird Spencer wieder in seine Zelle geführt, bis die Aussagen durch Zeugenbefragungen und dergleichen überprüft werden können.

Zwei weitere Tage später (31. Oktober) ist diese Überprüfung beendet.

Die letzte Befragung

Spencer wird zu einer weiteren Befragung geführt. Dort ist auch Lord Ronan Bruce anwesend, der ihm sagt, dass der Großinquisitor sich wohl auch mit einer Geistlichen unterhalten habe.

Es sei das “finale Gespräch”, bevor der Großinquisitor eine Entscheidung treffen wird.

Lord Bruce hatte auch seinen Einfluss beim Yard geltend gemacht, da unser Schiff ja etwas “Probleme” hatte. Er möchte aber den Einfluss von Cybertronic nicht der Bruderschaft unter die Nase reiben. Das Involvieren von Cybertronic konnte jedenfalls nicht auf das Haus Bruce zurückgeführt werden, sondern nur auf Spencer und seine Kumpane.

Lord Bruce ist die gesamte Sache etwas unangenehm.

Der Großinquisitor hatte sich um all die Leute gekümmert, die von den Pflanzen betroffen waren. Einige haben das tatsächlich überlebt und wurden nur hart bestraft, andere hingegen…

Lady Annabelle wurde auch zur Fahndung ausgeschrieben und in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Der letzt Bombenleger wurde aber aufgespürt.

Lady Agathas Fall ist einer der Industriespionage und geht die Bruderschaft nichts an.

Auf dem Weg zum Befragungszimmer sieht Spencer Schwester Eva den Gang entlang gehen. Sie kann ein kurzes Gespräch mit ihm führen und sagt, dass DiMonti schon recht hatte, es war keine gute Idee den Großinquisitor zu holen.

Sie hat versucht ein gutes Wort beim Großinquisitor einzulegen, ohne die gemeinsame gute Sache (sie meint die Nekromakina-Suche) offenzulegen. Als seine Ausbilderin belastet sie die Situation besonders, sie kann es nicht offen bekennen Spencer zu unterrichten, da es unter Strafe steht außerhalb der Bruderschaft jemandem die Mächte des LICHTS zu vermitteln.

Es könnte sein, dass er “nur” in ein Bruderschafts-Bootcamp gebracht wird und komplett gehirngewaschen und umerzogen wird. Alternativ könnte man ihn gleich exekutieren, weil er schon so alt ist und eventuell der Dunklen Symmetrie anheimfallen könnte.

Letzte Alternative wäre: Flucht.

Schwester Eva sagt, dass sie dem Großinquisitor berichtet hat, dass sie sich unserer Gruppe angeschlossen hat, um gegen die Dunklen Legionen vorzugehen. Da sie zur Bruderschaft gehört und “allgemein als verrückt gilt”, hat der Großinquisitor ihr das abgekauft.

Da wird er von hinten gepackt und ins Büro des Großinquisitors geschoben.

Der Großinquisitor schaut Spencer streng an und fragt ihn, wie es nun endlich mit der Wahrheit wäre. Spencer wiederholt seine Aussage von vor zwei Tagen.

Doch sagt der Großinquisitor, dass seine Aussage zwar zum großen Teil stimmt, doch nicht ganz. Es haben sich viele Leute für ihn eingesetzt. Zu viele. Verdächtig viele. Daher geht der Inquisitor davon aus, dass etwas in ihm steckt, das bisher noch nicht offenbart wurde – und er sei noch nicht sicher, ob dieses gut oder böse sei.

Der Inquisitor geht zwar nicht davon aus, dass die Dunkle Seele ihn berührt hat, den das LICHT brennt in ihm. Aber die Geschichte mit der Polizei stimmt nicht, denn es gibt keine Unterlagen von ihm. Da sagt Spencer, dass er oft als Privatermittler gearbeitet habe.

In welchem Verhältnis stehe er zu Schwester Eva, fragt der Inquisitor und ergänzt, dass er weiß, dass sie ihn angelogen hat.

Der Inquisitor beharrt darauf, dass Spencer ihn anlügt. Der Grund, warum er bislang noch nicht auf dem Scheiterhaufen gelandet ist, ist, dass die Gabe in ihm stark ist. Nur weiß er nicht warum.

Der Inquisitor schiebt seine Unterlagen auf die Seite – Spencer bemerkt, dass da ein paar Unterlagen liegen mit Spencers Namen drauf, unter anderem ein Begnadigungsschreiben. Doch zieht er jetzt erst einmal ein Formular für ein Todesurteil hervor. Das Todesurteil schiebt er aber auch zur Seite. Er zieht ein weiteres Dokument hervor: Verurteilung in ein Bruderschaftsbesserungsarbeitslager bis zum Lebensende.

Der Füller senkt sich auf das Papier. Spencer gehen lauter Beleidigungen durch den Kopf, die er aber erst einmal für sich behält.

Das Formular wird unterzeichnet. Spencer wird von den Leuten der Inquisiton abgeführt.

Auf dem Weg ins Lager

Draußen wartet Lord Ronan Bruce auf ihn und sagt, dass es ihm unendlich leid tut, was mit ihm geschieht.

Er wird an Bord der JUDAS ISCHARIOT gebracht, die dann zur Venus fliegen wird.

Schwester Eva kommt ebenfalls für ein letztes Gespräch hinzu. Sie sagt ihm, dass es nicht gut für ihn aussieht. Sie fragt nach dem Urteil – Besserungslager. Das habe noch nie jemand lange überlebt. Wenn er Glück hat, dann darf er Frontdienst auf der Venus leisten.

Sie bietet ihm an zu versuchen zu fliehen. Oder sie könnte nochmal mit dem Großinquisitor reden, auch wenn das nicht so viel Aussicht auf Erfolg hat.

Spencer überlegt, was er über den Großinquisitor so weiß. Er ahnt wohl, dass da irgendwas im Busch ist. Er reagiert sehr allergisch auf Lügen, er mag nicht angelogen werden. Er ist ein harter Hund, aber er schätzt den Kampf gegen die Dunkle Seele höher ein als alles andere – und nimmt Kollateralschäden in Kauf. Er geht nicht davon aus, dass Spencer ein Ketzer ist, daher will er ihn nicht als Feind vernichten, sondern nur wegen der Lügen bestrafen.

Spencer will nun doch noch mal umdrehen und mit dem Inquisitor reden. Er versucht die Wachen, die ihn abführen, dazu zu bewegen ihn nochmals zurück zu bringen.

Im Büro hat der Großinquisitor eine Tasse Tee auf dem Schreibtisch stehen und meint: Eigentlich waren wir hier fertig.

Spencer kriecht zu Kreuze und sagt, dass er ein paar Sachen ausgelassen habe. Nachdem er das LICHT gesehen hatte, hat Schwester Eva das natürlich auch bemerkt. Sie gibt zu, daß sie gegen die Regeln der Bruderschaft verstoßen hat und Spencer unterrichtet habe. Es waren Ketzer unterwegs, sagt Spencer, so dass es sinnvoll erschien ihn zu einer Waffe gegen die Dunklen Legionen zu machen.

Der Großinquisitor versucht Spencer mit einer Macht des LICHTS zu durchleuchten, doch Spencer widersteht dieser Analyse (8 Momentum gegen die 7 Momentum des Machtanwenders).

Der Inquisitor merkt nicht, dass Spencer den Versuch seine Gedanken zu lesen, abgelenkt hat.

Er kauft Spencer die Geschichte ab, obwohl die Macht des LICHTS stark in diesem da ist.

Spencer belabert den Großinquisitor, dass alles, was er und Schwester Eva getan habe, zum Wohle der Menschheit und der Bruderschaft war, somit im Rahmen der Güterabwägung gerechtfertigt sei.

Spencer sagt, dass er sich der Bruderschaft anschließen wolle, dabei im Rahmen seiner Ausbildung bei Schwester Eva mit ihr auf ihre Missionen mitgehen darf.

Somit bekommt er keine Strafe, sondern der Großinquisitor erwartet ihn und Schwester Eva in einem halben Jahr in einer der Kathedrale der Bruderschaft vorstellig zu werden.

Da steht der Inquisitor ruckartig auf und entschuldigt sich, da seine Blase drückt. Spencer schaut sich die Unterlagen an, stößt dabei aber gegen die Teetasse, doch kann er sich im letzten Moment so wegdrehen, dass die Tasse nicht auf die Papiere kippt!

Die Unterlagen sind in Bruderschafts-Latein abgefasst. Spencer zieht ein paar der Unterlagen heraus, möchte sie eigentlich Schwester Eva zeigen, die meint, dass das alles unwichtiger Kram sei, der nichts mit der Mission zu tun habe. Als beide die Unterlagen noch in den Händen halten, kommt der Großinquisitor wieder heraus und erwischt sie inflagranti.

Spencer versucht sich da herauszureden, was ihm gelingt. Der Inquisitor füllt ein Dokument aus, mit dem Spencer in den Dienst der Bruderschaft eintritt. Er muss sich dann noch in der Kathedrale vorstellen, was den dortigen Priestern mitgeteilt wird. In zwei Tagen bekommt er seine Ausstattung dort ausgehändigt.

Die Wachen nehmen ihm die Handschellen ab. Spencer kann wieder frei das Gebäude verlassen. Schwester Eva meint: “Willkommen in der Bruderschaft”.

Sie schläft vor sich in die Annehmlichkeiten des Modiphius Ressorts zu stürzen, um sich zu regenerieren.

Brannaghan’s Asteroid

Im Shuttle 13 bemerken DiMonti und Brannaghan als Pilot bzw. Co-Pilot stärkere Interferenzen im Funkverkehr. Je näher man abseits der normalen Flugrouten fliegt, desto stärker werden diese Störsignale. Brannaghan meint, dass es so aussieht, als ob ein Störsender aktiv auf diesen Frequenzen strahlt – nicht wie die erratischen Signale der Dunklen Symmetrie. (1. November)

Dann taucht der persönliche Felsen von Brannaghan, Corgaff Rock, auf:

Der Felsen wurde Brannaghan vor vielen Jahrhunderten von seinem Vater, Cedric Brannaghan, als Geschenk gemacht.

DiMonti versucht trotz des Störsignals eine klare Verbindung hinzubekommen, was gerade so gelingt. Das Störsignal scheint direkt vom Felsen zu kommen.

Nach fünf Minuten meldet sich ein gewisser Angus Brannaghan, der Keeper von Corgaff Rock. DiMonti sagt, daß Shuttle 13 ein Familienmitglied der Brannaghans transportiert und sie um Landeprozeduren bitten.

Der Keeper fragt nach, welchen Brannaghan wir transportieren. DiMonti stellt auf Brannaghan im Co-Sitz durch.

Auf die Frage, warum Joseph Brannaghan jetzt diesen Asteroiden besuchen will, sagt dieser, dass er gerade in der Gegend sei und sich mal umschauen wollte. Der Keeper sagt, dass sie keine Führungen oder Museumsbesuche veranstalten. Brannaghan versucht den Keeper zu überreden, indem er darauf hinweist, dass der alte, originale Joseph Brannaghan ein sehr gastfreundlicher Geselle war.

Der Keeper meint, dass Brannaghan wohl eine der Biographien mit allerlei Heiligen-Unfug und Übertreibungen gelesen haben muss.

Brannaghan versucht den Keeper zu überreden uns mindestens mal neue Lebenserhaltungsressourcen tanken zu lassen, das sei ja grundlegende Imperial-Höflichkeit.

Das Argument zieht offenbar. Wir dürfen andocken und uns für eine halbe Stunde auf dem Asteroiden umsehen.

Jenseits der Luftschleuse kommt uns ein älterer Imperial mit einem Sturmgewehr im Anschlag entgegen. Er flucht über die Touristen, die hier vorbeikommen.

Brannaghan sagt Angus, dass er wohl öfter in Kämpfen gegen die Dunkle Symmetrie gewesen sei als Angus.

Angus hat sich freiwillig gemeldet, um hier alleine und in aller Ruhe zu existieren. Er verabscheut die Touristen, die hier ab und an vorbeikommen.

DiMonti fragt Brannaghan, ob es hier so aussieht, wie er es zurückgelassen hat. Im Grundriß sieht es gleich aus.

Brannaghan kennt noch die geheimen Verkleidungen, hinter denen er Geheimgänge und Waffenlager hatte.

Der Keeper lebt hier seit 40 Jahren, hat vielleicht den einen oder anderen schon gefunden. Brannaghan sagt dem Keeper, dass er sich hier sehr gut auskennen würde, und fragt ihn, ob er ihm hier ein paar Geheimgänge zeigen soll.

DiMonti fragt, was es mit dem Störsender hier auf sich hat. Da zeigt der Keeper auf eine Tafel im Eingangsbereich: die Lady of Corgaff Rock. Deren Geschichte begann vor 1200 Jahren. Es sei eine geisterhafte Gestalt, die wohl den Verlust des Heiligen Brannaghan betrauert. Niemand weiß, wie diese Gespenstergestalt den Funkverkehr stören sollte.

Brannaghan fragt, ob es sich bei dem Geist um eine gewisse Bonnie Abercrombie handelt. Wohl nicht. Man vermutet jedoch, dass dieser Sender eine verzerrte Frauenstimme übermittelt. Die interne Kommunikation auf dem Asteroiden hat tatsächlich den Anschein einer Frauenstimme oder Kinderstimme.

DiMonti versucht die Stimme zu entzerren, in Form einer Wette mit dem Keeper: klappt das Entzerren, dann dürfen wir 24 Stunden auf dem Felsen bleiben, sonst bekommt er eine Pulle Whisky. – Das Entzerren klappt nicht, daher bekommt der Keeper den Whiskey.

DiMonti versucht das Signal zu entschlüsseln, was nicht auf Anhieb gelingt. Das Signal scheint durch einen Codierer gespeist zu werden, kommt aber direkt vom Felsen selbst.

Leute vermuten, dass es codiert sei mit dem privatem Schlüssel von Joseph Brannaghan. Dieser kann im privaten Büro von Joseph Brannaghan eingegeben werden. Brannaghan möchte ihn dazu bewegen das Gerät zu holen.

Er sagt: niemand kommt ins Büro. – Nach Nachhaken: niemand kommt ins Büro, weil es gesichert ist. Der Heilige Joseph hat keine Nachkommen hinterlassen, es gibt niemanden aus der direkten Blutlinie, niemand kann die Blutcodierung aufheben.

Brannaghan nimmt ein Whisky-Glas, schneidet sich in den Finger und lässt Blut hineintropfen. Der Keeper soll mit dem Blut probieren, ob damit das Schloss zu öffnen ist. Doch der Keeper sagt, dass dies so nicht funktionieren wird, denn man muss seine Hand auflegen muss und in einen Scanner schauen. Daher nutzt das Blut nichts.

Brannaghan möchte daher jetzt vom Keeper zum Schloss geführt werden, nachdem er seinen Claymore abgelegt hat.

Der Keeper führt Brannaghan an der Küche vorbei, es riecht lecker nach Eintopf, vorbei an vielen leeren Whisky-Flaschen. Die Tür zum Büro ist tatsächlich noch versiegelt. Diese wurde so belassen als Attraktion.

Brannaghan legt die Hand auf und schaut in den Block für die Retina-Prüfung hinein. Die Versiegelung springt um auf grün, die Tür geht ein Stück auf und es riecht nach Brannaghans 1200 Jahre alten Socken.

Der Keeper fällt gerührt auf die Knie, “Master Joseph! Die Legende ist wahr, der Heilige ist zurückgekehrt!” Tränen laufen seine Wangen herab, das Herz scheint ihm fast zu versagen vor Rührung.

Und wieder ist es die Legende!

“Wo seid Ihr gewesen all die Jahrhunderte, in denen die Brannaghans Eure Hilfe so dringend und bitter nötig hatten. Wo wart Ihr in der Zeit der Clans-Kämpfe, der vielen Tode?” fragt er.

Brannaghan geht in sein altes Büro.

Dort sind lauter Bilder seiner Zeit bei den Wolfsbanes, Bilder der Familie, Memorabilia seiner Kampfeinsätze.

Sein alter alter Computer steht dort und blinkt – wohl seit Jahrhunderten.

Der Keeper holt Proll und DiMonti nach.

Brannaghan sitzt hinter seinem Schreibtisch. Der Computer könnte sehr anfällig für die Dunkle Symmetrie sein, da er ja aus einer lange vergangenen, zivilisierteren Zeit stammt.

Da überkommt es uns alle ein wenig. Unser Gespür für Übernatürliches gibt uns an, dass der Computer wohl von der Dunklen Symmetrie berührt wurde.

Brannaghan wippt auf seinem Bürostuhl herum, aber durch sein Gewicht kracht der Stuhl nach hinten durch und zerbirst, der Sturz könnte ihm förmlich das Genick brechen, wenn er sich nicht fängt. Aber Brannaghan hält sich am soliden Schreibtisch fest, so dass er nicht den Computer runterreißt.

Aus dem Lautsprecher kommt eine klare Frauenstimme, die Brannaghan bekannt ist, die wir anderen auch kennen. Wir haben sie schon lange nicht mehr gehört. Es ist eine Stimme aus der Vergangenheit…

Es ist Lady Maggie Kingsfield, die Brannaghan auf der Fuji-Station vor Ketzern gerettet hatte.

“Mister Brannaghan. Vor langer Zeit haben Sie mir bereits einmal geholfen. Jetzt bitte ich sie erneut, mir zu helfen. Bedauerlicherweise wurde unser Schiff, die THE LION OF THE MURDOCHS, nachdem wir Kurs auf Victoria setzten, in einen Riss hineingezogen. Laut Duke Sir Jason Murdoch sind wir dabei zu nahe an einem Ereignishorizont gelangt und wurden Opfer einer Zeitdilatation. Wir selbst sind nicht in der Lage unseren Weg aus dem Riss zu finden. In dieser Stunde der Verzweiflung wende ich mich an Sie, Mister Brannaghan, denn Sie haben mir bereits schon einmal beigestanden, als ich jegliche Hoffnung auf Rettung verloren gab. Helfen Sie mir, Mister Brannaghan, Sie sind meine letzte Hoffnung.”

Jetzt gilt es herauszufinden, woher genau das Signal auf diesem Felsen kommt.

DiMonti sagt ihm, dass man doch nicht jedem Weibsstück hinterherlaufen kann, das einen um Hilfe bittet. (Das werfen ja die anderen immer DiMonti vor, wenn er sich wie üblich als Gentleman verhält.)

SPOILER: Dieser Spoiler richtet sich alleine an die Spieler meiner Gruppe, da nachfolgend Dinge und Ereignisse von mir behandelt werden, die Geheimnisse offenlegen und den späteren Verlauf der Kampagne beschreiben. Meine Spieler wurden dahingehend angehalten frühstens nach Abschluss der Kampagne einen Blick hierauf zu werfen.

Wie im letzten Spielbericht angekündigt, hat sich die Spielgruppe geteilt. Ich habe mich entschieden den Schwerpunkt auf Harrison Spencer zu legen, denn immerhin waren die anderen drei Ermittler ja im Weltraum unterwegs. Klar, ich hätte vielleicht noch ein Nebenabenteuer einbauen können, aber das hätte nicht nur mehr Arbeit bedeutet, sondern auch eine ständige Unterbrechung des dramatischen Aufbaus und neu ansetzen, um die entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Also habe ich mich für ein fokussiertes Vorgehen entschieden. Solange die Spielgruppe das mitträgt und die passiven Spieler trotzdem ihren Spaß haben, kann das funktionieren. Und da mir alle mitgeteilt haben, dass sie die Spielsitzung sehr gut fanden, lag ich glücklicherweise richtig.

Was den Inquisitor und die Untersuchung anging, bin ich da ziemlich ergebnisoffen an die Sache herangegangen. Ohne Initiative der Spieler, wäre es zu keinem Gespräch gekommen, dass dann wiederum zur Festnahme führte. Aber auf dem Empfang schmiss der Inquisitor seinen Lügendetektor an und ich hatte im Roll20 einen verdammt guten Wurf: Jeder Würfel ein Treffer mit Fokus, dazu Bonusmomentum. Insgesamt kam ich da am Ende auf 8 Punkte. Und die habe ich dann quasi alle in das Erkennen der Wahrheit reingepustet. Wobei ich glaube, dass meine Spieler manchmal vergessen, dass meine NSC ihr generiertes Bonusmomentum ebenfalls für eine Verbesserung von Resultaten ausgeben können.

Bei der Untersuchung habe ich den Inquisitor dann einfach hoch pokern lassen, um Spencer zu einer Reaktion zu reizen, die ihn eventuell belastet. Da die „Ketzer“ der Gruppe nicht anwesend waren, sie im Vorfeld alle Beweise ihrer „Schandtaten“ beseitigten (unter anderem die gestohlenen Waffen und Bücher aus der Kathedrale), war das von Seiten Waldemar von Weilburg Tholus‘ mehr ein lustloses Herumstochern, da sich der Mann einfach zu Größerem berufen fühlt. Zudem hatten sich ja etliche Leute für Spencer eingesetzt – nur verhielt sich dieser ja (aus bekannten Gründen) widerspenstiger als vom Großinquisitor gedacht. Als Spencer dann am Ende aus dem Büro geführt wurde ging ich gedanklich schon das Befreiungs- und das Fluchtabenteuer durch. Aber es kam ja anders.

Was die JUDAS ISCHARIOT angeht, so gibt es noch das baugleiche Schwesternschiff JUDAS ISKARIOT. Bisher kam die Erwähnung nicht zum Einsatz, mal sehen was geht.

Was ich dagegen eingebaut habe, war die geplante Verknüpfung zum erstem Abenteuerband der Kampagne (Dark Symmetry), in Bezug auf Maggie Kingsfield. Das Verschwinden des Schiffs (für die Spieler und ihre Figuren ja bisher vermeintlich explodiert), wollte ich in der Zukunft der Kampagne (nun also die Gegenwart) schon immer thematisieren. Mit dem Ausflug nach Corgaff Rock bot sich mir dann die Gelegenheit, die Sache passend anzustoßen. Ich bin ja gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Zumindest müssen die Ermittler für diesen Handlungspunkt endlich Diemansland verlassen. Zudem, sie haben mal wieder über eine Woche Zeit hinter sich gebracht, da werde ich mir ab nächster Spielsitzung mal etwas gönnen – und zwar einen weiteren zusätzlichen Dark-Symmetry-Point zu Beginn jeder Sitzung.

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