MC3 – Dark Legion: 24) Mutantenstation

Nach den epischen Ereignissen aus der letzten Sitzung, geht es nun etwas ruhiger zu. Oder doch nicht? Immerhin stößt die Spielergruppe erneut auf die Fuji-Station, die zwar noch existiert, sich aber verändert hat. Wer sind nun die Machthaber und wie sind die Verbindungen zur Vergangenheit? Vor allem unsere Doomtrooperin wurde plötzlich mit ganz neuen Erfahrungen konfrontiert.

SPOILER: Nachfolgender Spielbericht stellt sozusagen einen „Live-Mitschnitt“ dar, der während dem Spiel angefertigt wurde. In der Hitze des Gefechts achtet natürlich niemand darauf korrekt und stilsicher zu schreiben. Und, wie es sich für einen Spielbericht gehört, sind Spoiler unvermeidlich.

Vor langer Zeit in ferner Zukunft, waren sie eine Kraft für das Licht.
Aber heute, in der Vergangenheit, schlachten sie im Namen der Dunklen Seele die Menschheit.

FUJI-STATION, 23. 11. 1291 YC

Fuji-Station, Zuflucht der Mutanten

Mitten drin im Mutanten-Nest, wo die (Bekloppten) Erleuchteten Dort, wo NIE die Sonne scheint, “Erleuchteten” an die Heiligkeit Brannaghans glauben.

Während des Flugs hatte Brannaghan Zeit gehabt sich mit den Imperials über die aktuelle Lage der Politik bei den Imperials ausgetauscht.

Vor der Schleusentüre wird das Außenteam in Empfang genommen. Sie stellen sich mit ihren realen Namen vor – jedoch Brannaghan nur als Joseph Brannaghan, nicht als den “Heiligen” Joseph Brannaghan.

Spencer gibt an, dass wir nur zum Ressourcenauffüllen hier angelegt haben.

Bruder Siegmar meint, dass Leute nur auf Empfehlung hier anlegen, da hier nur ganz besondere Geschäfte getätigt werden. Er will wissen, was unser ganz besonderes Geschäft ist.

Spencer sagt dem krummen Bruder, dass wir schon mal hier waren, worauf dieser wissen will, wann wir hier gewesen sein wollen. Er sei schon lange auf der Station und hat kein Schiff verpasst.

Wir sind fürs Erste Gäste auf der Fuji-Station, bis die Mutantenhorde entschieden hat, was sie mit uns machen werden. Immerhin kennen wir ja die Position dieser Station.

Bruder Siegmar spricht Spencer darauf an, dass die Bruderschaft mit Mutanten nicht gerade gut umgeht, doch dieser sagt, dass er kein Problem mit Mutanten habe.

Astrid Proll zeigt ihre Stachelhaare zur Demonstration, dass sie auch eine mit bösartigen Mutationen Geschlagene ist.

Bruder Siegmar fragt, ob sie hier einen Exorzismus durchführen lassen wollen. Er wundert sich, daß der Bruderschaftler nicht versucht sie als Mutantin sofort zu töten.

Die Fuji-Station stellt eine Art Zuflucht für Mutanten dar, die von der Bruderschaft gnadenlos gejagt werden.

Proll demonstriert ihre Haarpracht, was die Mutanten-Ronin dazu bewegt ihre Schwerter schon halb zu ziehen.

Downtown

Bruder Siegmar erlaubt den Neuankömmlingen die “Annehmlichkeiten” der Fuji-Station zu nutzen und beschreibt den Weg zum Schrein der Geläuterten Brüder, wo man Andachten etc. finden kann.

Es gibt Hellfire’s Eisenwarenladen und Belmonds Arsenal. Die New Happy Bar ist jenseits der Einkaufsmeile, wo man unter anderem auf Mutanten zugeschnittene Kleidung im Sortiment hat. (Früher, so erinnern sich die Alten, gab es eine “Happy Bar” und einen Eisenwarenladen, der aber Mare gehört hatte.)

Angus ist etwas seltsam berührt, nachdem Proll sich in “voller Blüte” präsentiert hatte. Aber da Brannaghan sich für sie verbürgt, schluckt er das runter – hält jedoch seine Hand nahe seines Pistolengriffs.

Proll genießt es ohne einschränkende Kopfverkleidung herumlaufen zu können.

Das Außenteam spaziert durch die Station und bemerkt dabei einiges. Die ganze Station ist angefüllt mit Mutanten, davon die Mehrzahl mit Mishima-Einschlag. Mishima-Kulturversatzstücke findet man hier überall – früher war es ja eine Mishima-Station. Der Mutanten-Anteil liegt offensichtlich bei über 90 Prozent, aber die nicht offensichtlich Mutierten hier könnten natürlich auch Mutanten sein, nur ohne die grotesken Entstellungen der anderen.

Im Zentrum der Station sind viele Zugangswege zugeschweißt oder mit schweren Toren versehen, die ebenfalls versiegelt sind. Diese führten früher zum alten Konsulat von Mishima und zum Büro der Stationsleiterin. Diese Versiegelung ist wohl schon eine ganze Weile her.

Die Mutanten hier sehen nicht nur “ein klein wenig mutiert” aus, sondern wie echte FREAKS. Sie sind grotesk, verzerrt, entstellt und kaum mehr als Menschen zu identifizieren. Je grauenhafter diese Mutanten aussehen, desto “machtvoller” wirken sie – als ob übernatürliche Mächte bei ihnen wirken. Proll und Spencer spüren das auch. Sie merken, dass mit stärker entmenschlichtem Aussehen eine stärkere Machtaura verbunden ist, vergleichbar mit der von mächtigen Bruderschafts-Mystikern, aber irgendwie anders. Auch anders als die Macht von Ketzern oder Kreaturen der Dunklen Symmetrie. Eine neue, andere Art an Macht.

Die Mutanten hier sieht man direkt beim Machteinsatz, Telekinese, übernatürliche Stärke, sonstige wohl psionische Kräfte sind hier sehr verbreitet.

Brannaghan versucht jemanden der Mutanten anzusprechen, der nicht ganz so brutal und aggressiv wirkt, und er fragt ihn, warum der ganze Bezirk (mit der alten Stationsleitung) abgesperrt sei. Die Mutantin mit Haifischgebiß sagt ihm allerhand. Sie sagt, daß sie eigentlich nicht darüber sprechen dürfe, aber nicht alles, was nicht erlaubt ist, sei ja wirklich schlimm. Daher fasst sie Vertrauen, zumal alle Ausgestoßenen hier willkommen sind. Sie erklärt, dass dieser Bereich “der Herrin” vorbehalten sei. Brannaghan hakt nach. Die Herrin bietet den Mutanten hier eine Zuflucht und sorgt dafür, dass die Piraten sie ignorieren, die Mutanten nicht in die Hände der Bruderschaft geraten, dass Mishima sie nicht an die Front schickt, etc. – (hier folgt eine Litanei an Jammererzählungen, die offenbar völlig überzogen sind).

Die Herrin – Serina Taka – sei die “schlafende Prinzessin”. Sie wird so genannt, weil sie schläft, seit langer Zeit und für lange Zeit. Sie wacht nur gelegentlich auf, wenn es um wichtige Angelegenheiten geht.

Brannaghan fragt nach, ob sich hier auch Personen aus dem Clan Kingsfield aufhalten. Die Leute, die die Mutantin kennt, haben nicht den Namen Kingsfield.

Die Mutantin bietet Brannaghan an sich später mit ihm auf ein Getränk in der New Happy Bar zu treffen – und sie zeigt ihm die genaue Lage ihres Quartiers, sowie ihren Namen: Pullpur.

DiMonti funkt das Außenteam an. Brannaghan versucht ihn mit indiskreten Zoten erröten zu lassen. Das Außenteam ist wenig informationsfreudig, effektiv kommt so gut wie nichts von dem rüber, was sie in Erfahrung gebracht haben.

DiMonti prüft die Lage der “Wracks”, der Schiff rund um die Station. Aus den Schrotthaufen schauen gewaltige Kanonen heraus, aber nicht auf unseren Liegeplatz, sondern auf die Flugschneise, über die wir von der Station wegfliegen müßten.

Wenn von der Station nicht die Erlaubnis kommt, dann können wir hier nicht weg.

Nachdem er von den abgeschotteten Bereichen erfahren hat, versucht DiMonti diesen Bereich anzupeilen, aber ohne Erfolg. Der Bereich ist schwer abgeschottet.

Das Außenteam will zur Kapelle gehen.

Brannaghan bleibt in einem Seitengang stehen,schließt seine Augen und versucht sich auf Selina Tarka zu konzentrieren. Angus fragt ihn besorgt, ob er Verstopfung habe. Brannaghan sagt, dass es eine Heiligensache sei, so dass er sich keine Sorgen machen muss.

Im Schrein

Der Schrein der Geläuterten Brüder ist dort, wo der alte Schrein der Bruderschaft vor 1200 Jahren war. Bruder Siegmar ist dort anwesend. Er verteilt Broschüren, bei denen er offenbar einige Texte mit einem Stift ausgestrichen hat. Er heißt die Proll und Spencer willkommen.

Spencer fragt Bruder Siegmar nach der Geschichte der Station. Die Fuji-Station war einst eine Minenstation. Ketzer hatten irgendwann die Station überrannt und eine Imperial-Prinzessin entführt. Der Heilige Sankt Joseph hat die Ketzer aufgespürt und hingerichtet. In dieser Zeit wurde die Dunkle Seele zurückgeschlagen und die Fuji-Station befreit.

Bruder Siegmar macht einen großen Metallkasten auf mit Flügentüren, in dem die alten Geschichte aufgemalt wurde.

Damals hatte die Herrin der Station dafür gesorgt, dass sie sich von allem lösen konnten. Sie öffnete die Station für alle diejenigen, die woanders ausgestoßen waren.

Nicht viele schaffen es sich hierhin durchzuschlagen. Die Bruderschaft sieht es auch nicht gerne, dass dieser Schrein hier gepflegt wird. Die Bruderschaft ist ja der Meinung, dass alle Mutanten Ketzer seien. Spencer äußert – für einen Bruderschaftler – äußerst liberale Ansichten (ob das der Inquisitor auch so sehen würde?).

Die “Herrin” habe gesagt, dass hier die Mächtigsten der Mutanten ausgewählt werden sollen, für den kommenden langen Krieg. Das hat die Herrin ihm in einem persönlichen Gespräch gesagt.

Proll und Spencer willigen ein beim Gebet mit Bruder Siegmar mitzumachen.

Dabei fällt Spencer etwas auf, Proll im Gegenteil (KOMPLIKATION).

Es fällt auf, daß auf dem Altar etwas leuchtet oder glimmt, in warmem Schein. Einer der Gegenstände scheint auf die Anwesenheit der beiden zu reagieren. Es wirkt von der Machtaura wie Prolls Mutantenfähigkeiten.

Spencer schaut sich an, was dort liegt. Lauter Krimskrams, Kerzen, Amulette, Elektrogeräte, allerlei Zeug – aus dem Heiligenbildchen und dergleichen gebastelt wurden.

Proll wird gerade regelrecht übel, als ob sie den leckeren Mishima-Thunfisch gegessen hätte. Sie kann dem inneren Drang sich zu übergeben widerstehen. Statt allein das Essen kam ihr gerade auch ihre bisherige Lebensgeschichte hoch.

Spencer untersucht den Stapel und findet einen Toaster, in dem ein uraltes Eaty-Neaty drinklemmt. Offenbar hat dies mit Proll eine gewisse Resonanz aufgebaut.

Spencer zieht das alte Eaty-Neaty aus dem Toaster. Es ist nur verschrumpelt, aber nicht vergammelt – eher wie mumifiziert. Spencer findet heraus, dass nicht das Eaty-Neaty, sondern eine Art Lebensform im Eaty-Neaty drin mit Proll kommuniziert. Es wirkt so, als ob in Proll eine Art Gegenstück zu dem Lebewesen im Eaty-Neaty steckt. Und die Quelle für das ganze scheint nicht in dieser Dimension zu liegen.

Spencer fragt Bruder Siegmar, ob ihm etwas auffällt. Dieser sagt, dass mit der Reliquie, die Spencer in der Hand hat, wohl etwas nicht ganz so zu stimmen scheint. Auch Bruder Siegmar hat den Eindruck, als ob sich hier zwei Pole anziehen – Astrid Proll und das Eaty-Neaty-Monster-Ei.

Spencer erzählt Bruder Siegmar von der 1200-Jahre-Zeitreise, dass wir unterwegs seien Relikte aus der alten Zeit beseitigen wollen. Diese abenteuerliche Geschichte kauft Bruder Siegmar ihm allen Ernstes ab.

Bruder Siegmar glaubt ihm zwar nicht alles, ist aber zumindest aufgeschlossen genug, dass er ihn nicht gleich für bekloppt hält. Spencer erzählt die Geschichte von unserem Besuch auf der Fuji-Station vor 1200 Jahren, die seiner Überlieferung etwas widersprechen.

Der Bruder ist zumindest als Beobachter von Wundern Dingen aufgeschlossen für Sachverhalte, die man nicht weltlich einordnen kann. Er meint, dass man darum bitten sollte, dass jemand die Herrin der Station aufweckt.

Er fordert Proll und Spencer auf ihm zu folgen.

Im Gehen sieht er außerhalb des Schreins Brannaghan und Angus in der Seitengasse stehen.

Bruder Siegmar sagt ihm, dass sie auf dem Weg seien die schlafende Prinzessin zu wecken. Angus ist begeistert, dass Brannaghans mentale Anstrengung offenbar gewirkt hatte. Das wird sich unter den Brannaghan-Leuten herumsprechen.

Audienz bei der Herrin

DiMonti bekommt einen Teil der Informationen mitgeteilt und darf sich dem Außenteam anschließen. Er bittet Schwester Eva auf der Brücke nach dem Rechten zu sehen.

Die Anlage der Station ist noch sehr ähnlich wie früher.

Wir treffen uns an einer Stelle, wo der normale Eingang zu den Gemächern der Herrin der Station war.

Als sich DiMonti als von Luna PD kommend bei Bruder Siegmar vorstellt, sagt dieser, dass es bei Luna PD eine Einheit gibt, die Ketzer und Mutanten jagt und an die Inquisition ausliefert. Davon weiß DiMonti nichts, das gab es nicht zu seiner Zeit.

Bruder Siegmar schlägt einen riesigen Gong an, dann öffnet sich ein Schott und eine zierliche Asiatin tritt hervor. Bruder Siegmar sagt ihr, dass wir mit der schlafenden Prinzessin reden wollen.

DiMonti ist neugierig und möchte von der Asiatin wissen, ob es sich um Kälteschlaf oder etwas anderes handelt. Doch er kann sie nicht überreden ihr Auskunft zu erteilen.

DiMonti fragt Bruder Siegmar, warum hier abgeschottet ist. Es gäbe viele Feinde hier. Sie hat das Tagesgeschäft vor 40 oder 50 Jahren abgegeben. Es ging ihr in den letzten Jahren nicht so gut, munkelt man. Aber man müsse sich keine Sorgen machen, hat sie verlautbaren lassen.

Nach einer Weile kommt eine andere der jungen Asiatinnen, die uns bittet ihr zu folgen. Wir kennen den Korridor zur Stationsleitung. Das alte Mishima-Konsulat ist voller technischer Geräte und Einrichtungen. DiMonti erkennt die Anlagen als Kälteschlaftechnik, hochmodern, zuletzt hat er derartige Technik auf dem Schiff von Cybertronic gesehen.

Wir gelangen in einen sehr kühlen, geradezu kalten Bereich, wo wir uns setzen sollen. Eine weitere Asiatin steht in der Ecke. An der Wand sieht man lauter Steckerleisten und Ventile für allerlei technisches Gerät.

Beim Blick auf diese Ausstattung finden einige von uns etwas heraus (DiMonti zusätzlich eine KOMPLIKATION). Brannaghan, Proll und DiMonti haben hier etwas bemerkt. Es sieht wie in Krankenhäusern die Leitungen für Lebenserhaltungssysteme und Überwachungsmonitoren. Als sich DiMonti eine der Steckerverbindungen an der Seite anschaut und eine Abdeckung verschiebt, hat sich offenbar etwas verklemmt. DiMonti repariert das in Windeseile (und KOMPLIKATION). Als er gerade wieder in Stellung gehen will, fällt ihm ein, dass sein Lieblingsschraubenzieher noch hinter der Klappe liegt. Er beeilt sich heimlich und hektisch den Schraubenzieher wieder zu bergen, was gerade so gelingt.

Eine der Asiatinnen geleitet tatsächlich Serina Taka in den Raum!

Sie wirkt gerade mal vier oder fünf Jahre gealtert!

Ihr scheint aber die Bewegung und die Mimik etwas schwer zu fallen.

Sie wird an Kabel und Schläuche angeschlossen und die Bewegungen fallen ihr deutlich leichter.

DiMonti begrüßte sie und sie erinnert sich an ihn.

Brannaghan mault quer rein in das Gespräch und wird von zwei Asiatinnen aus dem Raum geleitet.

DiMonti fällt mit der Tür ins Haus. Er sagt, dass die Station in Gefahr sei, weil es – er gibt an Spencer ab – hier in alten Eaty-Neaties Eier übler Kreaturen der Dunklen Symmetrie gibt.

Taka meint aber, dass sie hier genügend Leute hätten, die der Dunklen Symmetrie widerstehen können.

Proll meint, dass Taka sie auch mal untersuchen sollte. Taka meinte, ob Proll wirklich aufgeschlitzt werden möchte. DiMonti meint, dass Proll ja von Cybertronic schon mal untersucht und für – im Moment – unbedenklich erklärt worden.

Wir sollen uns an Hoshino Shinobu, er ist auf der Station für die ganz besonderen Fälle zuständig. Für die Mutanten, die anders sind als andere Mutanten. Sein Labor, der Schrein, ist in einem anderen Abschnitt ihres Sektors, in der er seine ganz speziellen Fälle untersucht.

Irgendwas ist an der Art, wie Taka redet, merkwürdig, aber DiMonti kommt nicht drauf, was hier nicht stimmen mag.

Eine der Asiatinnen bittet Spencer und Proll ihr zu folgen, während DiMonti einen Platz neben Taka angeboten bekommt. Er soll ihr erzählen, was ihm in den letzten 1200 Jahren bisher passiert ist.

Brannaghan wartet dieweil draußen. Eine der Asiatinnen empfiehlt ihm für die Wartezeit in die New Happy Bar zu gehen. Brannaghan geht stattdessen zurück zum Schiff, gefolgt vom treuen Angus. An Bord will Brannaghan mit seinem Mit-Imperials erst einmal rücksichtslos saufen.

Meet the Toxic Avenger

Proll und Spencer gelangen in einen schön verzierten, Mishima-Stil, Raum, in dem eine Art Pagode aufgebaut wurde. In deren Zentrum sitzt eine Gestalt, sehr grotesk anzusehen, eher wie eine Kreatur der Dunklen Legion und kein Mensch mehr. Bruder Siegmar stellt dieses Wesen als Meister Hoshino Shinobu vor.

Dieses Wesen vibriert vor Macht und Energie. Spencer möchte nach Verderbnis spüren.

Er hat ein seltsames Gefühl in der Magengegend. Es ist nicht direkt eine Kreatur der Dunklen Legion, aber irgendwas scheint hier nicht zu stimmen.

Die Kreatur kommt aus der Meditation und blickt die Ankommenden an. Sie werden ihm als von der Fürstin gesandt vorgestellt. Der Mutantenmeister schaut besonders intensiv Proll an – und ist ganz angetan, als sie ihn “Meister” nannte.

Er fragt; “Was führt Euch in den Schrein der Geistkrieger”?

Der Mutantenmeister spricht in verworrenen Wortansammlungen, die den Sinn vermissen lassen. Aber er bietet Proll an sich zu setzen.

Er berührt Proll an der Stirn und konzentriert sich. Er sagt, dass sie nicht wie andere sei.

Das Schicksal habe ihr einen steinigen Weg vorbestimmt, doch zwinge es sie nicht diesen Weg zu gehen.

Proll sagt ihm, dass sie ein Doomtrooper sei und ihr aktueller Zustand ihre Art der Problemlösung übersteigt. Sie berichtet von Dr. Diana von Cybertronic, die meinte, dass Proll eigentlich ein Mutant sein, an den sich aber etwas von der Dunklen Symmetrie angelegt hat.

Der Mutantenmeister möchte, dass sie ihren Geist öffnen soll.

Der Mutantenmeister schlägt ein kleines Triangel an – er schlägt es an und fragt Proll, was sie hört. Sie weiß jedoch nicht, worauf sie achten soll.

Letztlich lässt sie sich auf den Klang des Triangels und der Stimme des Meisters ein.

Das alles dauert lange. Sehr lange.

Dieweil ist Brannaghan im Raumschiff und säuft mit den Mit-Imperials, sehr zum Unmut von Schwester Eva, die aber letztlich auch einigen Drinks nicht abgeneigt.

DiMonti fragt Taka nach den Problemen bei der Technik und bietet an ihre Systeme besser einzustellen. Sie gibt zu, dass sie einige Ausfallerscheinungen habe. Seit einigen Jahrzehnten muss sie dauerhaft an die Systeme angeschlossen werden, um regelmäßig versorgt zu werden. Sie sagt, dass sie viel zu spät Cybertronic zu Hilfe hinzugezogen habe.

Dann macht sie DiMonti ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann – sie habe ihre “Technik” über die vielen Jahrhunderte perfektioniert. Da ist allein schon seine wissenschaftliche Neugier gefordert – und seine physischen Qualitäten.

Währenddessen soll Proll in ihrer meditativen Trance ins Licht gehen – und ihren Weg suchen. Sie wird von einem angenehmen Gefühl eingehüllt und ist mit ihrem Körper im Einklang. Sie sieht ihren eigenen “Bauplan”, an den neue Dinge sich angeheftet haben. Man sieht eine Verbindung aus ihrem Wesen und dem Wesen des Eaty-Neatys. Es wirkt, als ob sie eine Art Freundschaft mit diesem Wesen geschlossen hat.

Spencer bemerkt, dass Proll sich aufbäumt und dann nach hinten umkippt.

Der Mutantenmeister sagt: “So geht es vielen beim ersten Mal.”

Spencer stürzt zu ihr und fragt ihn, was er mit ihr gemacht habe. Dieser sagt, dass sie sich entschieden hat “den Weg” zu gehen.

Proll liegt am Boden und rührt sich nicht mehr großartig.

(Dieweil mutiert Proll offenbar insgeheim vor sich hin.)

Spencer bemerkt, wie sich Prolls Haut verändert, dann wieder zurückbildet, wie sich ihre Gliedmaßen verlängern, dann wieder zurückbilden, sowie ganz kurz, dass ihre Haarstacheln spitzer werden, sich wieder zurückbilden, und ihr Atem flacher geht, aber dann bleibt sie einfach so liegen, als ob nichts passiert wäre.

Innerlich hat Proll den Eindruck, dass in ihr gewisse Kräfte freigesetzt wurden. Der Anteil Mutanten-DNA bei ihr scheint angestiegen zu sein von anfänglich 15% auf 20%. Sie hat nun Zugriff auf PSI-Kräfte: Void Adaption (Immunität gegen Vakuum, funktioniert nur im Weltraum), Cleanse Soul (PSI-Exorzismus) und eine noch unbekannte Kraft.

SPOILER: Dieser Spoiler richtet sich alleine an die Spieler meiner Gruppe, da nachfolgend Dinge und Ereignisse von mir behandelt werden, die Geheimnisse offenlegen und den späteren Verlauf der Kampagne beschreiben. Meine Spieler wurden dahingehend angehalten frühstens nach Abschluss der Kampagne einen Blick hierauf zu werfen.

Wie bereits im letzten Spielbericht angesprochen, bekam Astrid Proll das Angebot weiter zu mutieren. Diesmal brachte das allerdings keine körperlichen Veränderungen mit sich, sondern öffnete ihren Geist für psionische Fähigkeiten. Dabei hatte Astrids Spieler großes Glück, denn er würfelte auf der Tabelle für Psikräfte zwei Einser hintereinander. Das brachte ihn nicht nur auf die Tabelle der Major Powers, sondern er durfte sogar noch eines auswählen. Und sogar der dritte Wurf landete auf der Tabelle für die Major Powers. Üblich sind zu Beginn einer Psionikerkarriere normalerweise nur drei Minor Powers.

Das sorgt natürlich für ein gesteigertes Machtnivau der Gruppe. Ich dachte kurz darüber nach die Würfe nicht zuzulassen, entschied mich aber dagegen. Wenn das Glück dem Spieler hold war, dann sollte es so sein. Der Spieler von DiMonti begann daraufhin zu jammern, denn aus seiner Warte verfügt jeder in der Gruppe nun über besondere Kräfte oder Merkmale, während er nur den Chauffeur spielen darf. Dabei ist Brannaghan auch ziemlich weltlich, allerdings sozial besser gestellt. Und ihm steht ja noch bevor, auf der Venus sein altes Claymor wieder in Besitz zu nehmen, dass angeblich mit heiligen Runen versehen ist.

Jedenfalls ist es mir gelungen Proll etwas mehr Scheinwerferlicht zukommen zu lassen und bei dieser Spielfigur weiter in die Tiefe zu gehen. Durch den Kontakt zu den Mutanten, hier vor allem Hoshino Shinobu, kommt ein weiterer Aspekt des Spieluniversum zum Tragen. Und der kann später auch als Verknüpfung zur Dark-Eden-Campaign dienen. Dort weiterzumachen wird sicherlich spannend, denn sie spielt zwar nicht über eintausend Jahre später, aber einige Jahrzehnte. Jahrzehnte, in denen die Spielfiguren altern werden. Ich freue mich jetzt schon an diese Sache heranzugehen. Aber natürlich muss erst einmal die aktuelle Kampagne zu einem Ende gebracht werden.

Da der Spieler von DiMonti bereits jämmerlich signalisierte, dass er auf Cybertronic-Hardware scharf sei, kommt das meinen Plänen auch entgegen. Immerhin spielt Cybertronic in diesem Abschnitt der Settinghistorie eine große Rolle und wird vor allem im dritten Band der Kampagne wichtige Akzente setzen. Ich bin jedenfalls arg gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

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