Resorbium 01 – Aufstieg der Toten

Thema bei Resorbium ist der Zombie-Überlebenshorror, den die Überlebenden empfinden und erleiden müssen. Die Überlebenden sind natürlich die Figuren der Spieler. Zum Spielen habe ich das Abenteuer Resorbium eingesetzt und etwas glattgebügelt. Mir fallen bei jeder Überarbeitung ja immer Sachen ein, die ich ändern oder verbessern möchte. Da sich die Spielgruppe für eine Runde in Hamburg entschieden hat, fiel die Überarbeitung entsprechend etwas umfassender aus. Zusätzlich habe ich den PDFs dann auch noch Bilder aus den Walking-Dead-Comics spendiert und einen eigenen Charakterbogen erstellt. Für eine Heimrunde ist das vollkommen in Ordnung. Die Dateien wird es in dieser Form aber keinesfalls zum Herunterladen geben.

Nach einem verspäteten Spielbeginn, und während die die heißen Flammen die Burger auf dem Rost küssten, wurden die Unterlagen durch den Drucker gejagt und mir heiß in die Hände gelegt. Das meine ich wörtlich, die Ausdrucke waren alle ziemlich warm. Einer der Spieler legte letzte Hand an seine Figur und alle anderen trugen schon einmal Namen und Handicaps ihrer Rollen in die Charakterübersicht ein.

Die Rollen waren ziemlich bunt angelegt und wiesen ungewöhnliche Konzepte auf. Trotzdem gab es einige Verbindungen, auf die bei der Charaktererschaffung am Vorabend geachtet wurde. Immerhin sollte die Spielsitzung in einem Hamburger Krankenhaus beginnen. Genau zu dem Zeitpunkt, wenn die ersten Zombies auf der Bildfläche erscheinen.

Dabei stellte sich heraus, dass in einem Zombiesetting der Nerd (Marcel Hansen) ein ziemlich kraftvolles Konzept ist. Er ist in unterschiedlichen Dingen geübt (Schwertkampf, Bogenschießen) und kennt sich mit Zombies aus (Resident Evil 4, Left For Dead, 28 Days Later). Zudem leistete der gute Marcel gerade seinen Zivildienst ab (Erste Hilfe, Umgang mit Menschen) und wurde von Schwester Stephanie mit der Pflege des Alt-Nazis Erwin von Wallenstein betraut. Dessen politischen Ansichten und Kriegserzählungen waren stets hart an der Grenze. Zudem war von Wallenstein wohl verärgert, hatte er doch eine Prostataoperation hinter sich. Und den Ärger ließ er gerne am Personal aus.

Hier gab es also die erste Verbindung zwischen den Figuren. Nach der Erschaffung ließen die beiden Spieler ihren Figuren auch schon ein wenig Auslauf. Das führte dazu, dass von Wallenstein um seine Uhr bat die im Nachttisch lag. Der alte Lokalpolitiker wollte die Ehrlichkeit von Marcel testen und hatte einen Zehn-Euro-Schein auf der Uhr platziert. Natürlich war Marcel eine ehrliche Haut. Spannender als das Geld war für den Zivildienstleistenden eh, dass von Wallenstein eine Luger in der Schublade liegen hatten.

Ein weiteres Konzept war der Bundeswehrpilot Richard von Lohren, ein Ass am Steuerknüppel und abgestellt das Drehteam von Die Rettungsflieger zu unterstützen. Der Hubschrauber selbst war natürlich in der Lage den Hintergrund zu sprengen und die Gruppe aus der Stadt zu fliegen. Die Verlagerung der Handlung wäre zwar kein Beinbruch, hätte aber die Handlungspunkte und Geschichten in der Stadt erst einmal beiseite geschoben. Da es sich jedoch um einen Bundeswehrpiloten handelte, würde er jedoch sicherlich dem Befehl seiner Vorgesetzten folgen. Immerhin war er bereits Heldenhaft und Loyal. Ich werde mit dem Spieler beim nächsten sprechen und versuchen, dass er noch Schwur (Bundeswehr) zufügt. Das wäre dann eine passende Kombination, die zum Konzept und der bisherigen Spielweise passt. Jedenfalls hatte die Figur das Talent Charisma, was in Schöne Haare umgetauft wurde, basierend auf einer Filmbesprechung von mir.

Ebenfalls im Dienste des Staates stand die Rolle der Tina Bolte, Polizisten von Beruf und PoM vom Dienstgrad her. Auf den ersten Blick wirkten die Handicaps etwas kontrastarm (Loyal, Zweifler, schwere Phobie vor Pferden), bieten aber die Möglichkeit auf ungewöhnliche Wege angespielt zu werden. Im Verlauf der Spielsitzung habe ich jedenfalls entsprechende Stellen vorbereitet und eingebaut. Das Konzept der Polizeiobermeisterin sieht auch vor, dass sie burschikos auftritt – was später bei ihren Mitspielern zu einer Überraschung führte.

Letzter im Bunde bildete die Rolle des Mohammed ibn Ahmad ibn Razul ibn Omar al Iram. Laut Konzept der Schläfer einer Terrorzelle, dessen Aufgabe es ist im AKW Krümmel eine Stelle zu bekommen, um dort für später vielleicht Nutzen daraus ziehen zu können. Vorher musste Mohammed erst einmal zum Amtsarzt, zur Pflichtuntersuchung. Der schob natürlich im Krankenhaus Dienst. Leider trudelte ich – wie Eingangs bereits erwähnt – etwas später ein und hatte nur noch wenig Einfluss auf die Charaktererschaffung. Das Konzept des Schläfers an sich war spannend (die meisten dachten hierbei an einen Mann wie Sayid aus LOST), der Spieler setzte die Rolle aber als hässlichen, blutrünstigen und fiesen Kerl an. Das führte zu einer sehr überzogenen Figur, die zeitweise sehr witzig, aber dennoch fehl am Platz war. Eventuell war der Spieler von den vorangegangenen Savage-Funky-Spielrunden geprägt. Da ich ungern vorschreibe wie eine Rolle auszusehen hat und die Figur schlussendlich gespielt werden soll, überließ ich es der Spielsitzung wie damit umgegangen wurde.

Die Handlung spielte in einem alternativen Hamburg des Jahres 2010. Das bedeutet realistische Eindrücke und Kulissen, ohne Angst mit der Realität zu kollidieren. Anfangspunkt war ein modernes Krankenhaus, in dem sich alle Figuren befinden mussten, bevor ich auf den Startknopf drücken konnte. Marcel und von Wallenstein waren ja bereits in der Klinik und der Zivi informierte Schwester Stephanie über die Waffe. Ein Anruf auf dem Revier und schon waren Tina und Kollege Harald auf dem Weg. Sie trafen gleichzeitig mit Mohammed ein, der am Eingang eine Schwesternschülerin und Oma im Rollstuhl herumschubste. Verhalten und Aussehen des Mannes kamen Tina sofort komisch vor und so führte sie kurzerhand eine Ausweiskontrolle durch. Mohammed war zwar verärgert, zeigte dennoch seine Papiere. Alles in Ordnung, die Beamten mussten den Mann laufen lassen.

Sämtliche Krankenhäuser platze just an jenem Tag aus allen Nähten. Von Korea aus war die Ziegengrippe auf dem Vormarsch und galt als sehr gefährlich und vor allem tödlich. Alleine in Hamburg waren Zehntausende daran erkrankt und es hatte bereits Unmengen an Todesopfer gegeben. Die Welt hielt den Atem an und rang um Fassung, doch glücklicherweise hatte die Bundesregierung genug des Impfstoffes Resorbium eingekauft, um Massenimpfungen durchzuführen. Zwar gab es allergische Reaktionen auf den Impfstoff, aber Gesundheitsminister Rösler beruhigte die Menschen. Schließlich ging es hier um das nackte Überleben.

Durch das späte Eintreffen und das leckere – aber ablenkende Abendessen – ging ein wenig unter, wie die Weltlage derzeit aussah. So machte die Grippe anfangs einen eher lokalen Eindruck. Ich denke, ich werde mein Informationsmaterial dahingehend noch überarbeiten, um deutlicher darauf hinzuweisen. Dennoch hinterließ der Anfang einen guten Eindruck.

Richard machte sich auf den Weg zur Cafeteria. Er hatte einen für die Serie hergerichteten Ersatzhubschrauber geflogen, der nun auf dem Dach des Krankenhauses stand. In der Cafeteria hielten ihn zwei Mädchen für einen der Seriendarsteller und baten um Autogramme, die er gerne gab. Mohammed ließ sich vom Amtsarzt untersuchen und für tauglich erklären, sollte sich aber zur Sicherheit impfen lassen. Das machte er dann auch.

Bevor sich Marcel und die Polizisten nun um die Luger kümmern konnten, wurde Tina auf ein weinendes Mädchen aufmerksam, dass alleine im Flur vor den Türen zu den OPs saß. Die kleine war gerade mal vier Jahre alt und hieß Klara. Tina und Harald sprachen eine der Schwestern an und erfuhren, dass die Mutter der Kleinen einen Autounfall hatte. Sie wurde gerade notoperiert. Der Kindsvater war zwar informiert, war aber nicht da. Offenbar lebten die Eltern in Scheidung. Da sich die Polizei um die Waffe kümmern musste, sollte Marcel die Kleine beschäftigen. Er lenkte Klara auch ein wenig ab und sprach dann mit den Polizisten wegen der Luger.

Erwin von Wallenstein war wenig erfreut über den Besuch der Polizei und regte sich natürlich auf. Tina und Harald sprachen beruhigend auf ihn ein und stellten die Waffe sicher, während Erwin seinen Anwalt anrief. Tina steckte die Luger in einen Beutel und dann ein. Kaum aus dem Zimmer heraus machte sich Harald auf den weg nach unten. Es gab Tumult und der Polizist wollte nach dem Rechten sehen. Tina blieb oben und machte im Schwesternzimmer den Papierkram fertig, während sich Marcel um Klara kümmerte und die Kleine auf Erkundungstour schickte, die schlussendlich bei von Wallenstein und einer Partie Mensch-Ärgere-Dich-Nicht endete. Der alte Mann schloss die Kleine sofort ins Herz, hatte sie doch blonde Haare und blaue Augen. Das gefiel ihm.

In der Cafeteria flimmerten derweil die Nachrichten über den Bildschirm, die Richard nebenbei verfolgte. Entgegen der vorangegangenen Meldungen war die Ziegengrippe wohl noch schlimmer als gedacht und vor allem Hamburg hatte es schwer getroffen. Aktuellen Meldungen nach war die Bundeswehr gerade damit beschäftigt die Stadt abzuriegeln. Zu Dienstbeginn war davon noch keine Rede gewesen und Richard machte sich Sorgen. Also ging der Bundeswehrpilot zurück aufs Dach. Die Filmcrew hatte die Dreharbeiten abgebrochen und besah sich neugierig das Spektakel in den Hamburger Straßen. Offensichtlich war Panik ausgebrochen, denn die Menschen rannten panisch schreiend voneinander weg. Aus dem Haupteingang des Krankenhauses torkelten ebenfalls Leute nach draußen ins Freie. Der Verkehr kam regelrecht zum Erliegen. Es gab Unfälle, Verletzte und Tote. Viele der Leute stürzten sich sogar aufeinander. Richard beschloss nun nach unten zu gehen, um die Situation genauer zu betrachten. Dabei fielen ihm zwei Tornados auf, die ihre Bahn über Hamburg zogen. Das hatte sicherlich mit dem – laut Nachrichten – ausgegebenen Flugverbot zu schaffen.

Auf Marcels Station machte sich derweil Tina große Sorgen um ihren Kollegen. Harald hatte ansteigende Panik gemeldet. Laut Schwester Stephanie lag es daran, dass viele der mit Resorbium geimpften Leute innerhalb kurzer Zeit starben. Sämtliche Impfaktionen wurden gestoppt, um das Problem zu untersuchen. Dennoch hatte die Panik um sich gegriffen. Kurz darauf meldete Harald über Funk jedoch, dass sich die Situation in wenigen Minuten wieder entspannen würde. Dann brach der Kontakt ab.

Auf den unteren Etagen wurde es nun lauter. Gerade als Mohammed sich auf den weg zum Fahrstuhl machen wollte, Marcel nach Klara sah, Tina das Schwesterzimmer verließ um nach Harald zu sehen und Richard über das kleine Treppenhaus vom Dach kam, bewegte sich im großen Treppenhaus eine Meute grollender Patienten nach oben. Auch der Fahrstuhl öffnete sich und weitere grollende, wankende Menschen ergossen sich in den Flur. Alle wiesen eine ungesunde Gesichtsfarbe auf, hatten blutunterlaufene Augen und einen entmenschlichten Blick. Viele wiesen Bisswunden auf und sie bluteten stark. Aber scheinbar hatte keiner der Verletzten Schmerzen. Die Situation wirkte irreal.

So, da hatte ich die gesamte Gruppe auf einem Flur und halbwegs nah beieinander. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn nun mutierten die ersten Infizierten und wurden zu Zombies, die nach frischem Fleisch gierten. Irgendetwas war schief gelaufen, doch darüber machte sich erst einmal niemand großartige Gedanken. Andere Dinge waren wichtiger.

Die Zombies kamen näher und die kleine Klara guckte auf den Flur hinaus. „Mama?“ rief das Mädchen aus und wollte losrennen, doch Marcel hielt die Kleine fest. Auch Harald war unter den Zombies, schwer verletzte und aus mehreren tiefen Fleischwunden blutend. Marcel wusste natürlich sofort was passiert war, er hatte genug Filme gesehen und Spiele gespielt, um die Situation als einziger sofort einschätzen zu können. „Zombies!“

Tina hielt das erst einmal für Quatsch und machte einige Schritte nach vorne. Marcel schnappte sich einen Feuerlöscher und hielt in den Flur hinein, um den Zombies so die Sicht zu verwehren. Dadurch musste auch niemand mit ansehen, wie die Zombies einen Ausflug ins Schwesternzimmer machten und über Schwester Stefanie herfielen. Marcel war den Feuerlöscher in den Nebel hinein und stürmte zu von Wallenstein ins Zimmer. Der Verstand zwar nicht was der junge Mann wollte, setzte sich aber bereitwillig mit seinem Katheter und dem halbvollen Urinbeutel in den Rollstuhl, während Marcel über Festnetz seinen Spielleiter anrief und von der Zombieplage in Kenntnis setzte. Irgendwie hatten sie schon immer irgendwie damit gerechnet und halb im Spaß Pläne geschmiedet. Nun wurden diese Pläne in die Tat umgesetzt. „Wir treffen uns in der Gartenlaube.“, gab Marcel noch durch, dann wurde es Zeit zum Verschwinden.

Als erfahrener Pilot und Soldat überblickte Richard sofort die Situation. Auch die anderen erkannten nun die schreckliche Wahrheit als sich der Löschnebel legte und die Zombies näher kamen. Glücklicherweise konnten sich auch alle zusammenreißen. „Mir nach!“ rief Richard aus und rannte die Treppe zurück wieder nach oben. Dort angekommen klemmte er sich hinter den Steuerknüppel, während das Drehteam ebenfalls im Helikopter Platz nahm. Marcel, von Wallenstein, Klara, Mohammed und Tina waren etwas langsamer, zumal die Polizistin die Türe des Treppenhauses versperrte. Vorsichtshalber hatte sie von Wallenstein die Luger in die Hand gedrückt, falls es zu Komplikationen kam.

Und die gab es auch prompt, als das Drehteam keinen Platz im überfüllten Hubschrauber machen wollte. Von Wallenstein legte ohne zu zögern auf den Regisseur an und schoss, was alle überraschte und auch erschreckte. Beeindruckt von der rabiaten Art des alten Mannes kletterte das Team wieder aus dem Helikopter. Glücklicherweise hatte der Regisseur nur einen Streifschuss abbekommen.

Tina und Marcel eilten herbei und beruhigten die Leute. Wenn sich alle so klein wie möglich machten, würde der Platz ausreichen. Das wurde also prompt versucht. Doch noch immer mangelte es an Platz. Mohammed sollte seinen Gitarrenkoffer zurücklassen, doch wütend hieb er das gute Stück gegen den Kopf des Regisseurs und rüttelte daran. Vor dem Helikopter stehend legte er den Koffer auf den Boden, klappte ihn auf und holte die AK raus. Richard zog die Maschine hoch.

Mohammeds Spieler hatte übrigens kurz zuvor darauf hingewiesen, dass es genug Munition hätte und die gut und sicher im Gitarrenkoffer verstaut sei. Dieser Umstand sollte später wichtig werden. Jedenfalls eröffnete er das Feuer auf den Hubschrauber, was ihm sogar einen Bennie einbrachte. Immerhin eskalierte die Situation und er spiele seine Handicaps aus. Hier hätte die Situation leicht kippen und in einem sogenannten TPK, dem Gruppentod enden können. Immerhin zeigten alle Charaktere nerven. es ging nur noch um das nackte Überleben.

Von Wallenstein schoss mit seiner Luger, wurde dafür bewusstlos geschlagen, verlor seine Waffe, Mohammend schoss auf den Rotor und schlussendlich zog Tina ihre Waffe und drückte ab, um den schießwütigen Schläfer in seine Schranken zu weisen. Das knallte übrigens ziemlich laut im Hubschrauber, da Tina eine etwas heftigere Waffe mit sich führte. Eindeutig illegal und ein Verfahren wert. Doch aktuell kümmerte das einfach niemanden.

hamburg-karteRichard bewegte den Helikopter vom Dach weg und steuerte erst den Parkplatz eines Supermarktes ein. Er hatte zuvor schon Kontakt mit der Basis aufgenommen und wusste, dass es ein striktes Flugverbot gab und Ausnahmezustand verhängt wurde. Die Tornados über Hamburg würden seinen Hubschrauber abschießen, sollte er zu lange in der Luft sein oder gar versuchen Hamburg zu verlassen. Also musste das Landeziel ziemlich nahe sein. Marcel erkannte jedoch, dass der Supermarkt eine dumme Idee war. Dort rotteten sich ganze Horden von Zombies zusammen. Also machte Richard noch einen weiteren kleinen Hopser und landete in einem nahen Park. Gerade noch rechtzeitig, denn die Panavia Tornados waren gerade im Luftraum erschienen. Allerdings hatten die Überlebenden ein anderes Problem: Der Lärm des Hubschraubers hatte Zombies angelockt, die nun nach vorne wankten.

Mohammed hatte ganz andere Probleme. Die Zombies hatten schlussendlich die Türe aufgebrochen und der Schläfer schoss einige Garben in sie hinein. Dann machte er einen Satz über die Dachkante und sprang in den Transportkorb der Gebäudereinigungsfirma. Er legte den Hebel um und fuhr langsam nach unten. Die Zombies ließen sich einfach hinterherfallen und tatsächlich trafen einige den Korb. Mohammed schoss wild um sich und erledigte einige von ihnen. Auf der Höhe eines offenen Fensters – im Innenraum wankten die beiden Gebäudereiniger herum – stoppte er und fuhr wieder hoch. Ihm war eingefallen, dass sein Koffer mit der Munition noch auf dem Dach lag. Zu seinem Pech fielen die beiden Zombies aus dem Zimmer zu ihm in den Korb hinein und begannen Fleisch aus seinem Körper zu reißen. Wahnsinnig vor Schmerz und in Panik ließ sich Mohammed in die Tiefe fallen.

Richard setzte noch einen Funkspruch an die Basis ab, dann verließen alle den Hubschrauber und rannten zu einem nahen Fluss hinüber. Dort befand sich eine kleine Anlegestelle, zwei Pferde der berittenen Polizei und ein Ständer mit mehreren Fahrrädern. Das Drehteam war schneller als die anderen Überlebenden, da diese auf von Wallenstein und Klara Rücksicht nahmen. Sie schnappten sich das einzige Motorboot und gaben Gas, um Zombies und den Bewaffneten zu entkommen. An der Anlegestelle befanden sich nur noch drei Tretboote in Schwanenform …

So schied der Schläfer aus dem Leben und mit einem spannenden Klippenhänger endete die Spielsitzung. Trotz etwas holprigem Start eine unterhaltsame Sache die als Erkenntnis hervorbrachte, dass in einem Zombieszenario die Überlebenden anders reagieren als in den meisten Filmen, Romanen und Comics. Und es stellte sich heraus, dass in einem ernsthaft angehauchten Szenario überzogene Rollen und psychopathische Figuren keine große Überlebensmöglichkeit haben. Der Auftakt dieser kleinen Kampagne war jedenfalls unterhaltsam und ich bin gespannt, wie alles endet.

Ein Kommentar

  • Yay!

    Da habe ich gerade meine letzte Prüfung fertig und merke, dass ich bei dir wieder klasse Lesematerial finde 🙂

    Danke für den schönen Bericht und die tolle Inspiration!

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